„Nina guckt“ — Pjöngjang betrachtet mit den Augen eines Kindes: Sehr schönes neues Blog

Kurz möchte ich euch heute auf ein Blog hinweisen, das mir so gut gefallen hat, dass es sich einen eigenen Beitrag verdient (Dank an Volker für den Hinweis!). Wenn ihr öfter mal die Namen der Führer Nordkoreas gegeoogelt habt, oder einfach nur öfter mal im Internet was zu Nordkorea lest, seid ihr fast zwangsläufig auf die beiden Blogs Kim Jong Un looking at things und vor allem Kim Jong Il looking at things gestoßen. Ich habe die beiden nie verlinkt, weil ich irgendwie nicht so recht verstehen konnte, warum da so ein Hype drum gemacht wurde. Ich meine, klar, irgendwie ist es witzig, einfach mal aufzuschreiben, was man auf dem Bild sieht, z.B. “…looking at a laughing soldier while standing in front of a ridiculously huge fish” oder so. Aber mein Gott, irgendwie kann ich mir auch sonstwo (z.B. bei KCNA) Bilder angucken und mir im Kopf denken “…looking at rubber boots”, da fehlte mir ein bisschen der Mehrwert. Dass das Kim Jong Il looking at things Blog dann auch noch einen eigenen Wikipedia Artikel erhielt, finde ich dann mehr als ernüchternd, was die Relevanz von Wikipedia angeht (vor allem wenn man dann sieht, wie grottig manche inhaltlichen Nordkorea-Beiträge auf Wikipedia sind).

Einen solchen Mehrwert sehe ich aber durchaus in dem sehr neuen und wie ich finde sehr coolen Blog “Nina looking at things“. Denn im Gegensatz zu Kim Jong Il und Kim Jong Un ist Nina nicht immer begleitet von KCNA Fotografen, die das Ganze eh ziemlich zackig online stellen, sondern meistens in Begleitung ihrer Eltern (denke ich mal). Nina ist nämlich ziemlich klein. Ansonsten hat sie aber ein paar Sachen mit den Kims gemeinsam. Sie hält sich genau wie der ehemalige und der aktuelle Führer Nordkoreas meistens in Pjöngjang auf und guckt sich da alles Mögliche mit sehr interessierten Augen an. Nur  sind die Leute von ihr irgendwie anders begeistert wie von der Kim Family. Im Gegensatz zu denen ist Nina nämlich echt süß (das ist ein Attribut mit dem ich sparsam umgehe (ist ja auch irgendwie nicht “männlich” sowas zu sagen) aber hier gibt es eben nichts zu deuteln) und deswegen sind die Menschen denen Nina so begegnet, z.B. Marktfrauen oder Aussteller auf der Herbstmesse, von ihr auch echt begeistert. Achja und was Nina noch von den Kims unterscheidet: Anders als bei Besuchen von Kim Jong Il/Un wird für Nina nicht alles bis ins letzte Detail vorbereitet, daher gibt es hier ein bisschen echtere Bilder zu sehen. Wie gesagt, das Blog hat mir super gefallen und ist im Gegensatz zu den “Kim looking at…” Dingern eine echte Bereicherung. Also schaut mal rein. Ich hoffe Nina bleibt noch länger in Pjöngjang und zeigt uns, wie sich die Dinge dort ändern.

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