Buchbesprechung und Verlosung — Rüdiger Frank: “Nordkorea – Innenansichten eines totalen Staates”


Als ich vor einer guten Woche aus dem Urlaub zurückkam lag ein Paket in meinem Briefkasten, über das ich mich echt gefreut hatte. Drin war nämlich das neue Buch von Rüdiger Frank, das ab dem 22. September im Handel sein wird und den Titel “Nordkorea – Innenansichten eines totalen Staates” trägt. Ich hatte also die Gelegenheit, mir vorab einen Eindruck zu machen und das Buch genau anzuschauen und das habe ich auch unverzüglich getan. Zum Schreiben komme ich zwar erst heute, aber das ist ja irgendwie immer noch früh genug. 

Warum ich mich über das Buch gefreut habe

Gefreut habe ich mich nicht nur, weil das Streicheleinheiten für meine Eitelkeit darstellt, wenn ich ein Buch vorab geschickt bekomme, sondern auch, weil das Buch erstens von Rüdiger Frank geschrieben wurde und zweitens auf Deutsch erscheint. Um dies ein bisschen näher zu erklären, möchte ich vorab ein paar Worte zum Autor schreiben:
Rüdiger Frank ist Professor für Wirtschaft und Gesellschaft Asiens an der Universität Wiens und meiner Meinung nach einer der ganz wenigen herausragenden deutschsprachigen Nordkoreaexperten (was ihm 2013 immerhin eine Platzierung unter den — laut FAZ — 50 einflussreichsten Ökonomen Deutschlands einbrachte), der sich auch vor seinen internationalen Kollegen nicht verstecken muss. Frank ist in Leipzig geboren und studierte kurz nach dem Mauerfall in Ostberlin Koreanistik bei Helga Picht, eine weitere ausgewiesene Kennerin der Materie, die Nordkorea häufiger besucht und als Übersetzerin bei höchstrangigen Treffen (z.B. Erich Honecker und Kim Il Sung) fungiert hatte. Dieser gute Kontakt seiner Mentorin brachte ihm 1991/92 auch einen Auslandsaufenthalt bei der Kim Il Sung Uni in Pjöngjang ein, weil getroffene Vereinbarungen zum Studierendenaustausch zwischen der DDR und Nordkorea bestand hatten, obwohl sich mit der DDR eigentlich ein Vertragspartner von der Weltbühne verabschiedet hatte. Der Aufenthalt (und die, die noch folgen sollten) sowie seine DDR-Biographie erlauben es ihm heute, Prozesse und Strukturen Nordkoreas zu analysieren ohne einerseits in die Falle des “ideologischen Moralisierens” (hab ich gerade erfunden, aber ich denke ihr wisst, was ich meine) zu tappen oder sich andererseits dem Regime und seiner Weltsicht zu sehr zu nähern. Wenn es Menschen gibt, die im Fall Nordkoreas dem unerfüllbaren Anspruch von “Objektivität” nahekommen, dann gehört Rüdiger Frank dazu. Kurz, ich schätze ihn und seine Arbeit sehr und freue mich daher, wenn aus seiner Feder ein Buch über Nordkorea erscheint.
Besonders freue ich mich, wenn ein Buch von Frank auf Deutsch erscheint. Das Allermeiste von ihm erscheint in englischer Sprache und irgendwie kann ich es auch nachvollziehen. Wissenschaftsökonomisch macht es wenig Sinn, für eine extrem kleine Community in Deutschland Sachen zu schreiben, die die anglophonen Kollegen, von denen eigentlich fast keiner Deutsch kann, dann nicht lesen können (während gleichzeitig die deutschen Kollegen vermutlich durchweg englisch können). Das heißt, wenn wir hier was in deutscher Sprache bekommen, dann sind es meistens Interviews oder so, ganz selten mal ein Artikel.
Aber ein Sachbuch in deutscher Sprache, das macht schon mehr Sinn, denn wenn es auch kein Millionenpublikum ist, so gibt es doch durchaus eine Gruppe von Menschen, die sich aus unterschiedlichsten Gründen für Nordkorea interessieren. Und für diese Gruppe ist ein Sachbuch, in das das sehr weitgehenden Wissen und die vielfältigen Erfahrungen von Rüdiger Frank einfließen von wirklich großem Wert, aber auch jeder Student, der sich etwas näher mit der Materie auseinandersetzen möchte und eine gute Annäherung sucht, kann von Franks Kenntnissen nur profitieren. 

Besprechung von “Nordkorea – Innenansichten eines totalen Staates”

Jetzt habe ich Euch aber lange genug auf die Folter gespannt und will mich dem Buch an sich widmen. Die 431 Seiten, zu denen nochmal sechzehn farbige Bilderseiten dazukommen, die in die Mitte gebunden sind, gliedern sich in neun Kapitel, ein Vorwort, 30 Seiten Anmerkungen (die Ihr Euch anschauen solltet, weil da u.a. oft auf qualitative weiterführende Literatur verwiesen wird), ein Register und eine Karte Koreas. Die einzelnen Kapitel sind außerdem in Unterkapitel untergliedert, die sich allerdings nicht im Inhaltsverzeichnis wiederfinden. Inhaltlich teilen sich die Kapitel auf in zwei Kapitel zu Traditionen und Ursprüngen, sowie der Ideologie, die gefolgt sind von einem Kapitel zur Struktur des Systems. In der Folge wird es, wohl auch der Profession Franks geschuldet, ökonomisch. Dem Kapitel zur Wirtschaft folgt eines zu Reformen und darauf eines zu Sonderwirtschaftszonen. Dasjenige zu Kim Jong Un stellt eher eine aktuelle Zustandsbeschreibung des Landes dar, jedoch auch mit Fokus auf der Wirtschaft. Das achte Kapitel zu Arirang ist eine Art Ablaufbeschreibung des Massenspektakels und zum Abschluss gibt Frank seine Ansichten zu Chancen, Optionen und Herausforderungen einer Wiedervereinigung an. 

Alles in Allem, um das schonmal vorweg zu sagen, kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich dem Thema Nordkorea annähern möchte, aber auch jedem, der schon etwas oder viel darüber weiß und noch mehr lernen möchte. Für beide Gruppen lohnt sich die Investition, zumal das Buch mit 19,99 € für das Hardcover auch noch zu einem wirklich fairen Preis zu haben ist. Aber ein paar Kritikpunkte gibt es trotzdem, wie Ihr später sehen werdet. Anfangen will ich trotzdem mit einigen Dingen, die mir sehr gut gefallen haben:

Eine Sache, die ich bisher nie wirklich verstanden habe, die ich aber sehr ärgerlich fand, ist der Umstand, dass deutsche Autoren bzw. Verlage bisher nur sehr sporadisch den Wert eines gut geführten Registers erkannt haben. Ich kann das nicht so recht nachvollziehen, weil es eigentlich reicht, einmal in einem Buch nach einem bestimmten Sachverhalt zu suchen, um zu wissen, dass dabei nichts hilfreicher ist als ein ordentlich sortiertes Register. Und genau das findet sich in diesem Buch und macht es deshalb nicht nur gut nutzbar zum Durchlesen und danach wissen, was drinsteht und im besten Fall auch noch wo, sondern auch zum schnell mal Nachgucken und Recherchieren. 

Dass die Ausführungen zu Ideologie, Ikonographie und Struktur des Staates sehr kenntnisreich sein würden hatte ich erwartet, aber dass ich so viele Details und Aspekte finden würde, derer ich mir vorher nicht bewusst war, damit hatte ich so nicht gerechnet. Sehr wertvoll und spannend fand ich den Überblick über die aktuellste Verfassung des Landes, die gegeben wird, denn die aktuelle Version liegt eben nur in koreanischer Sprache vor und das Buch gibt einen schönen Überblick über enthaltene Aspekte über Änderungen und Entwicklungen. Besonders gewinnbringend habe ich die Kapitel zur Ideologie gelesen, denn viele der Aspekte in der Genese, Geschichte und Anwendung der Ideologie sind zumindest mir sehr fern, weil ich einerseits Probleme mit dem Konzept Ideologie habe, andererseits, weil mir in vielen Bereichen die Kenntnisse fehlen.
Angenehm finde ich auch, dass der Autor mit seinem Buch nicht versucht mehr darzustellen, als er weiß. Er markiert klar, wenn etwas ein Mysterium ist bzw. sich dem Blick der Außenwelt enthält, wenn etwas ein Gerücht ist oder wenn er seine Meinung oder Einschätzung äußert, ohne etwas mit Sicherheit zu wissen.

Das Buch wirkt, obwohl von einem Akademiker geschrieben, selten akademisch, was mich wirklich gefreut hat (ich muss zugeben, dass es mich wahnsinnig macht, wenn jemand nur deshalb perverse grammatische Konstrukte mit einem überfordernden Wortschatz und unverschämten Satzlängen kombiniert, damit auch der blödeste Leser merkt, dass hier ein echter Akademiker am Werk war). Komplizierte oder komplexe Sachverhalte werden häufig anhand von Anekdoten illustriert, die der Autor im Laufe seiner über zwanzigjährigen Nordkorea-Erfahrung angesammelt hat. Das macht das Buch lesbar und verständlich, ohne dass mit sinnlosen Geschichtchen um sich geworfen würde. Gleichzeitig erkennt man jedoch, wenn man sich mit politik-, gesellschafts- oder wirtschaftswissenschaftlichen Theorien auseinandergesetzt hat, dass der Autor ein umfangreiches theoretisches Instrumentarium nutzt und nicht nur eine lapidare Sachbeschreibung abliefert. Aber auch die Nutzung dieses theoretischen Überbaus macht das Buch nicht akademisch, denn Frank versteht es sehr gut, Theorien an die Praxis zurückzubinden und so zu nutzen, dass jemandem, der die Theorie nicht kennt, der Inhalt durchaus verständlich wird, ihm aber eher nicht auffällt, dass hier überhaupt ein theoretischer Rahmen genutzt wurde.
Nett fand ich es auch, dass der Autor uns an seinen zahlreichen Reisen ins Land teilhaben lässt, indem er einige aussagekräftige Bilder, die er dort gemacht hat, abdruckt und erläutert. Die Tatsache, dass sie zusammengebunden in der Mitte zu finden sind hat sicherlich ökonomische Ursachen und dafür ist das Buch eben auch günstig.
Seine Einschätzungen zu einer Vereinigung des Landes finde ich mutig und interessant. Während er sich zurecht ziert, konkrete Zeiten und Szenarien zu benennen (damit haben sich schon viele gute Wissenschaftler in die Nesseln gesetzt), steht für ihn das „ob“ außer Frage. Es werde eines Tages eine Vereinigung geben, nur wie und wann sei offen. Wertvoll sind auch seine Analysen zu Variablen verschiedenster Art, die auf eine solche Vereinigung einwirken und ihre Chancen befördern oder hemmen können. Wer sich für diese Fragen interessiert, sollte sich das letzte Kapitel sehr genau anschauen.

Nach dem ersten Kapitel liefert Frank ein sehr schönes Bild, mit dessen Hilfe er die Essenz dieses Kapitels wiedergibt. Ich persönlich finde so etwas immer sehr hilfreich und deshalb fand ich es auch schade, dass es in den folgenden Kapiteln solche kurzen Rekapitulationen nicht mehr gab. 

Bei meinem ersten Blick ins Inhaltsverzeichnis war ich ein bisschen irritiert, weil ich das Arirang-Kapitel irgendwie fehl am Platz fand. Auf den ersten Blick passte es nicht so recht in die Binnenstruktur des Buchs. Und ganz ehrlich, auch nachdem ich das Kapitel gelesen habe, verstehe ich nicht so ganz, warum es Teil dieses Buchs ist (auch wenn ich eine Vermutung habe). Auch wenn Arirang die “offizielle Form dessen, wie Nordkoreas Führung ihr Land sieht und zeigen möchte” ist und damit hilft das Land aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, so ist es trotzdem kein konstitutives Element des heutigen Nordkoreas, wie sie in den anderen Kapiteln behandelt werden. Versteht mich bitte nicht falsch: Das Kapitel für sich habe ich mit großem Interesse gelesen und es macht sowohl für Leute, die Arirang gesehen haben, als auch für solche, die es nicht kennen, Sinn das Kapitel zu lesen. Frank gibt sehr detailliert den Verlauf des Spektakels mit einer Beschreibung der einzelnen Szenen, sowie häufig mit Analysen der Bedeutung und des Sinns der jeweiligen Szene. Auch der “Über-die-Schulter-Blick”, in dem das alles präsentiert wird, ist interessant. 
Nur…es passt eben nicht und deshalb hätte man es vielleicht besser anderswo untergebracht. Außerdem hätten gerade hier Bilder wirklich sehr viel Sinn gemacht. Entweder in der Mitte des Buchs oder gegen Aufpreis eben an Ort und Stelle der Beschreibung. Zwar werden die Szenen sehr gut beschrieben, aber eine Stütze für die Vorstellung, gerade derjenigen (die bis auf das Bild auf dem Einband) vielleicht noch nie bewusst Bilder von Arirang gesehen haben, dürften Probleme haben sich das vorzustellen. Ich weiß es nicht genau, aber ich kann mir vorstellen, dass dieses Kapitel ein Zugeständnis an die ökonomischen Bedürfnisse des Verlags sind, denn wie gesagt: Wenn jemand nach Nordkorea fährt um sich Arirang anzuschauen, dann würde ich ihm empfehlen, dieses Kapitel vorher zu lesen.

Ein bisschen grundsätzlichere Kritik möchte ich an der inhaltlichen Fokussierung des Buches üben. Während Geschichte, Ideologie und Struktur des Staates in etwa gleichgewichtig mit dem Thema Wirtschaft behandelt werden, fehlt mir fast vollständig die Annäherung daran, wie die nordkoreanische Gesellschaft konstituiert ist, wie das Leben der Menschen im Land aussieht. Natürlich kennt der Autor all das und natürlich wird das hier und da auch mal eingeflochten, aber das wirkt mitunter dann ein bisschen unmotiviert und auch kurz. So war ich beispielsweise überrascht, über die imniban, die administrativen Nachbarschaftsgruppen, über die sehr vieles organisiert wird unter dem Unterkapitel “Exekutive” zu lesen. Die zugehörigen Anekdoten sind schön und vielsagend, aber irgendwie hatte ich hier, wie an mancher anderen Stelle auch das Gefühl, dass da irgendwie die Zuordnung ein bisschen seltsam ist.
Meines Erachtens hat das mit dem fehlenden Kapitel “Gesellschaft” zu tun. Diese Leerstelle erkennt man, wenn man nach relativ zentralen Aspekten von Gesellschaften sucht, beispielsweise dem Bildungssystem, da wird man nicht viel zu finden. Andere Dinge, wie beispielsweise der Wehrdienst, werden quasi über Eck abgeleitet, aber naja, die Entscheidung auf ein solches Kapitel zu verzichten überzeugt mich nicht und scheint dem Autoren auch mitunter das Leben schwer gemacht zu haben, weil er viele seiner Erfahrungen oder wichtige Aspekte irgendwo noch unterbringen musste.
Aber natürlich könnte dies damit zusammenhängen, dass der Autor aus der wirtschaftswissenschaftlichen Ecke kommt und daher seinen Fokus auch entsprechend setzt. Nichtsdestotrotz empfinde ich das Wirtschaftsthema mit dreieinhalb Kapiteln übergewichtet. Mir hätte es besser gefallen, wenn die Sonderwirtschaftszonen ihren Platz in den anderen beiden Kapiteln gefunden hätten und stattdessen die Gesellschaft stärker zum Zuge gekommen wäre. Das generell die Außenpolitik bzw. die internationalen Beziehungen relativ kurz kommen, kann man als Mangel sehen, muss man aber nicht. Diese an den entsprechenden Stellen einzuflechten, ist in einem Buch, dass die “Innenansichten” des Systems liefern will, wie der Untertitel ja sagt, eher statthaft und gelingt dem Autor auch besser, als das bei der Beschreibung der gesellschaftlichen Verhältnisse der Fall ist. Allerdings habe ich bei den im Einzelnen immer interessanten Exkursen (die Sonnenscheinpolitik wird beispielsweise im Kapitel Kumgangsan abgehandelt) häufiger das Gefühl gehabt, dass hier eine Einordnung als Exkurs oder eine layouttechnisch hervorgehobene Infobox vielleicht sinnig gewesen wäre.

Die unsichtbare Hand siegt über kurz oder lang

Die zentrale These, die Frank in seinem Buch verfolgt ist, dass sich das nordkoreanische System über kurz oder lang verändern wird. Dies führt er auf den Umstand zurück, dass das System den Menschen in Nordkorea eine Ideologie, eine Art Regelbuch zur guten Lebensführung überstülpt, das nicht der Natur der Menschen entspricht. Die Natur des Menschen sieht er verwirklicht in den westlichen Gesellschaften, wo sich aus dem “als natürlich angesehenen Eigennutz der Individuen” in ihrer Masse die von Adam Smith formulierte “Unsichtbare Hand” formiert, die unsere Wirtschaftsordnung lenkt. So gesehen braucht der Mensch in der westlichen Gesellschaft nichts zu tun, als seinem Eigennutz — also seiner Natur — zu folgen, um das System in dem er lebt zu tragen, während der Mensch im System Nordkoreas Regeln folgen muss, die dem Eigennutz widersprechen, also quasi widernatürlich sind.
Franks These auf einen Satz gebracht ist, dass die Natur des Menschen auch in Nordkorea systemverändernd wirken wird. Wie das geschehen wird, sagt er schlauerweise nicht vorher, aber dass es geschehen werde, sieht er auch schon anhand gesellschaftlicher Prozesse, die in den letzten Jahrzehnten in Gang kamen, als sicher. 

Ende der Besprechung: Besorgt Euch das Buch

Warum ich so auf diesem Aspekt herumgeritten bin? Nun, das geht ein Stück weit über meine Buchbewertung hinaus und betrifft eher einen Nachdenkprozess, der bei mir durch die Gegenüberstellung des quasi naturgesetzlichen menschlichen Eigennutzes gegen die widernatürlichen Regeln der Ideologie, angestoßen wurde. Ich werde dem gleich noch ein bisschen folgen, aber meine Buchbesprechung hiermit abschließen mit der Empfehlung, sich das Buch zu besorgen, zumindest für diejenigen, die sich für Ideologie, politische Struktur, Wirtschaft und die Möglichkeiten einer Wiedervereinigung interessieren. Diejenigen, die mehr über gesellschaftliche Verhältnisse und das Alltagsleben in Nordkorea erfahren möchten, können auch von dem Buch profitieren, dürfen aber nicht enttäuscht sein, wenn darüber nicht so viel drinsteht, wie der Untertitel vermuten lassen könnte. 

Ein paar Gedanken zur Ideologie der unsichtbaren Hand

Jetzt aber zurück zu meinen Gedanken, dessen Ausgangspunkt man unter “Ideologie vs unsichtbare Hand” zusammenfassen könnte. Die Basis von Ideologien war m.E. immer, dass ihre Schöpfer glaubten oder behaupteten, Gesetzmäßigkeiten in unserer sozialen Umwelt gefunden zu haben, denen der Lauf der Welt ihrer Ansicht nach folgen würde. Das war bei allen großen “*ismen” unserer Zeit so und wir fühlen uns heute gut, weil wir erkannt haben, dass es all die Gesetzmäßigkeiten nicht gab, die wir da vermutet haben. 
Wir lehnen uns zurück und folgen dem einzigen Gesetz, das es noch gibt. Unserer menschlichen Natur. 
Wir sind eben nun mal eigennützig, das ist ja quasi ein Naturgesetz und daraus folgt unweigerlich, dass wir alle eine unsichtbare Hand konstituieren, die unsere Welt immer weiter auf den Abgrund zusteuern lässt, denn die Addition all dieser kleinen EigenNutzen führt, anders als Adam Smith sich das gedacht hat, nicht zu einem größeren Nutzen (das “eigen” ist ja dann weg, wenn man alle zusammennimmt) für alle, sondern leider zur Irrationalität, wenn man die lange Frist betrachtet. Jeder von uns weiß, auch wenn er darüber nicht so gerne nachdenkt, dass er jeden Tag mehr Natur, Luft, Atmosphäre, Nahrung etc. aufbraucht, als 1. ihm zusteht und 2. unsere Erde auf die lange Sicht verkraften kann. Ich sehe darin eigentlich nur großen UnNutzen, (wobei Eigennutz im Sinne von: “Ich bin jetzt 40 Jahre alt, in 45 Jahren bin ich tot, was dann kommt ist mir egal” nicht in Abrede gestellt werden darf), denn Smiths unsichtbare Hand scheint zum Ziel zu haben, die Erde und alles was darauf ist zu zerquetschen.
Nun kamen mir dazu ein Gedanke: Ist der menschliche Eigennutz denn jetzt ein Naturgesetz? Ich weiß es nicht, aber erstmal sehe ich nur einen marginalen Unterschied zwischen dem Glauben an eine Ideologie, die eine naturgesetzlich festgelegte zielgerichtete gesellschaftliche Entwicklung hin zu einer anderen Staats- und Gesellschaftsform und dem Glauben an eine unsichtbare Hand, die eine naturgesetzlich (durch den natürlichen menschlichen Eigennutz) festgelegte zielgerichtete gesellschaftliche Entwicklung hin zu einer für alle besseren Zukunft (weil es da mehr von allem gibt). Naja, vielleicht folgen wir blind einer Ideologie, merken das nur nicht, weil die anderen Ideologien ein bisschen früher offenbart haben, dass sie nicht funktionieren. Vielleicht sollte man mal versuchen, sich von dieser Ideologie des “der Mensch ist eben so, deswegen müssen wir alle mitmachen” zu entfremden. Aber vielleicht haben wir auch einfach das einzig geltende gesellschaftliche Naturgesetz gefunden, der Mensch ist eben eigennützig, er kann deshalb nichts für das, das er anrichtet und wir sollten uns gefälligst nicht der Natur widersetzen. Aber wäre ja ärgerlich, wenn dass das Ergebnis von ein paar Tausend Jahren Menschheitsgeschichte ist, dass das Beste, was wir auf Basis unserer naturgesetzlichen Eigennützlichkeit rausholen konnten, die Zerstörung unserer Welt war…

Eigennutz ausgenutzt: Buchverlosung mit…

Und weil wir gerade schon so schön beim Thema sind und ich so ein perfekter Gläubiger unserer unangefochtenen Eigennutzideologie bin, möchte ich auch gleich ein Appell an Euren Eigennutz starten. Ich hab das Buch ja jetzt schon durch und wenn ich es nochmal bräuchte, könnte ich es in einer Bibliothek meines Vertrauens entleihen. Das wirft die Frage auf: Was mach ich damit? Ich weiß nicht, ob es meinem Eigennutz entspräche, es in meinem Regal einstauben zu lassen (vermutlich nicht, weil ich es dann ja hin und wieder abstauben müsste). Vielleicht wäre es ja besser, es loszuwerden (obwohl ich es ja wirklich gut finde!)? Ich denke schon. Ihr habt es ja bisher noch nicht lesen können und deshalb wird der Eine oder Andere Lust bekommen haben. Vielleicht würde aber auch mancheiner gerne die 20 Euro Einkaufspreis sparen und das Buch ganz eigennützig zeitnah zum Erscheinungsdatum (ich werde es vermutlich nicht genau pünktlich schaffen, weil ich die Tage davor kaum Zeit haben werde) am 22. September im Briefkasten haben?

…Haken

Naja, lange Rede kurzer Sinn: Ich verlose das Buch. Aber weil ich ja ganz naturgesetzgemäß ein eigennütziger Typ bin, versuche ich mal wieder was rauszuschlagen: Und zwar dachte ich mir, dass vermutlich sehr viele von Euch auch einige Bücher zu Nordkorea gelesen haben. Und vielleicht fandet ihr die auch gut oder schlecht oder bemerkenswert, habt jedenfalls was dazu zu sagen. Jedenfalls werde ich das Buch unter denjenigen verlosen, die mir bis zum kommenden Freitag eine Buchbesprechung zu einem Buch ihrer Wahl mit Bezug zu Nordkorea eingereicht haben. Die muss nicht so ellenlang sein wie das hier (ein paar Zeilen sind auch vollkommen ok) und sie muss auch ansonsten keinerlei formalen Kriterien entsprechen. Es wäre nur schön zu wissen, um welches Buch es geht, ob ihr es empfehlt und was Ihr gut und schlecht fandet (natürlich sollte es nicht den Autor oder so beleidigen). Ich werde die Besprechungen (gern anonym, gern aber auch unter Namensnennung) zusammengefasst irgendwann in der nächsten Zeit veröffentlichen.
Für die unter Euch, deren Eigennutz nicht so weit reicht, dass sie 20 Euro sparen wollen, bzw. deren Eigennutz so groß ist, dass sie keine Lust haben der Allgemeinheit für unsichere Gewinnchancen eine Buchbesprechung zur Verfügung zu stellen: Hier entlang geht es zur Seite des Verlags, wo Ihr schonmal bestellen könnt. Da könnt Ihr unter “Termine” dann auch sehen, dass es am 10.10. in Dresden und am 04.12. in Duisburg Autorenlesungen geben wird. Das wird sich lohnen. Wenn Ihr ein bisschen uneigennützig sein wollt, ohne dass das was kostet, bestellt das Buch doch einfach in der Buchhandlung bei Euch im Ort (wenn es die gibt), geht genauso schnell wie bei der elektronischen Konkurrenz und es hilft eine Infrastruktur zu erhalten, die wir andernfalls irgendwann bitter vermissen werden.

Alle die gewinnen wollen schicken mir ihre Besprechungen per Mail bis zum 19.09. an tobid001(at)yahoo(punkt)de.

Bin gespannt, freue mich und hoffe auf zahlreiche Teilnahme…

Wahlaufruf: Am Sonntag dem 25. für ein besseres Europa zur Wahl gehen


War (mal wieder) ziemlich beschäftigt die letzten Wochen.
Womit?
Leute dran erinnern, am Sonntag zu wählen (am besten die richtige Partei, aber eigentlich Hauptsache demokratisch)! Also keine Sorge, ich bin nicht wieder ewig weg. Aber es gibt eben Sachen die sind mir wichtig. Noch wichtiger, als das was mit Nordkorea oder meinem Blog passiert.

Zum Beispiel brauche ich manches sauf keinen Fall!

Ich bin auch überzeugt, dass wir besser dran sind ohne so ein verkacktes Freihandelsabkommen mit den USA.

Ich finde auch, dass ich mir hier nicht groß Gedanken um Menschenrechte und Humanität machen muss, solange an den Grenzen der EU Menschen absaufen und viele noch so tun, als sei das vernünftig.

Ich weiß, die EU ist nicht perfekt, aber ohne sie wäre es nicht besser, im Gegenteil. Deshalb müssen wir uns dafür einsetzen, dass sie besser wird. Und das tun wir nicht, indem wir irgendwelchen Rechten im (professoralen) Bürgerpelz und anderem Gesocks das Feld überlassen. Naja und was die Niederländer können, das sollte wir ja auch hinkriegen, also investiert die paar Minuten und dann wird das schon…

also sucht euch einen von mir genannte oder einen der vielen anderen Gründe aus, geht am Sonntag (eine demokratische Partei) wählen und erinnert eure Freunde dran, das auch zu machen! Ihr würdet mir damit einen persönlichen Gefallen tun.

 

P.S. In der nächsten Woche plane ich dann ein paar Gedanken dazu, warum die Führung in Pjöngjang mit der Hauseinsturzkatatstrophe letztes Wochenende so – auf den ersten Blick – offen umging. Dabei werde ich mir auch mal die Berichterstattung zur Zugkatastrophe von Ryongchong vor gut 10 Jahren genauer anschauen. Aber wie gesagt: Erstmal wählen!

Out of office… Warum ihr gerade nichts von mir hört und wann ich wieder da bin


Hallo ihr lieben, vielleicht hat sich der Eine oder Andere von Euch gewundert, in den letzten Wochen so garnichts von mir gehört zu haben. Das hat zumindest drei Gründe:

1. Ich bin letzte Woche umgezogen und sitze gerade ziemlich sprichwörtlich auf Kisten. In der letzten Woche hatte ich außerdem kein Internet. Das erschwerte es ungemein, irgendwas netzbasiertes zu machen.

2. Ich mache noch bis Ende des Monats ein Schulpraktikum, das mir einiges an Vor- und Nachbereitungszeit abverlangt und darüber hinaus auch noch durchaus anstrengend ist.

3. Ich habe seit Anfang des Monats einen recht guten Job, der mich 30 Stunden in der Woche beschäftigt.

Wenn ich nur eine der oben genannten Sachen zu tun hätte, dann würde ich es locker schaffen, regelmäßig ein bisschen was zu bloggen. Aber Die Kombination verlangt mir echt einiges ab und ich bin gerade ziemlich am Limit.
Ich kann jetzt nachvollziehen, wie sich der Liebe Führer gefühlt haben muss, wenn er sich nach einem 36 Stunden Tag von Vor-Ort-Anleitungen und strategischer Planung zuhause hingesetzt hat, um eine Oper zu schreiben oder eine Abhandlung über die Kunst des Kinos.

Naja, ich wollte mich nur mal kurz melden und euch informieren, dass ich nicht einfach so verschwunden bin, nur eben gerade anderweitig beschäftigt. Soweit ich das überschaue, wird dieser Zustand auch wohl noch bis zum 05.04. anhalten, aber dann sollte sich alles entspannen und dann werdet ihr auch wieder öfter von mir hören.

Von 120 hungrigen Hunden und 146 Zuchtmeerschweinen: Warum man viel über Nordkorea schreiben kann, aber nur weniges beweisen muss.


Die meisten von euch werden die Story mit Jang Song-thaeks Hinrichtung mit Hilfe von 120 Hunden zumindest am Rande wahrgenommen und sich vielleicht auch eine Meinung dazu gebildet haben. Eigentlich wollte ich nichts dazu schreiben, denn wenn ich anfangen würde mich über jedes dumme Gerücht über Nordkorea aufzuregen, das von unseren Medien ohne seriöse Quellenprüfung oder Anwendung sonstiger journalistischer Standards zu einer skandalösen Geschichte breitgewalzt und mit tollen Schlagzeilen versehen wird, dann würde ich ja sonst nichts mehr machen (und das ist leider nicht wirklich überspitzt).
Dann hätte ich es mir fast anders überlegt, als ich diese ausgezeichnet verschwörungstheoretisch fundierte aber absolut gehaltlose Analyse meines lieblings-Kommunistenflüsterers, Stalinverstehers und Chefkommentators gelesen habe. Ich habe mich aber dagegen entschieden, weil es mir einerseits um die Zeit zu schade war, andererseits möchte ich nicht den Anschein machen, unter irgendeiner Art von persönlichen Manie zu leiden, so oft wie ich über den Quatsch schreibe, den der Mann von der WELT verzapft (der Grund für meine häufige Beschäftigung mit dem Werk des WELT-Chefkommentators ist schlicht, das niemand in Deutschland so ausdauern und so unterirdisch zu Nordkorea schreibt).
Dass ich aber jetzt doch hier sitze und was zu dem Thema tippe, liegt nicht an irgendeinem Mist, den ich gelesen habe sondern ist Folge eines positiven Impulses:

Schön zu wissen: Deutsche Journalisten sind zur Selbstkritik fähig

Denn tatsächlich gibt es nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland (bzw. zumindest in deutscher Sprache schreibend) Journalisten, die ihrer Arbeit offensichtlich etwas reflektierter nachgehen, als viele ihrer Kollegen und die auch bereit sind, in diesem Rahmen so etwas wie Medienkritik zu üben (unsere Medien sind ja grundsätzlich nicht unkritisch und verstehen es oft gesellschaftliche Phänomene etc. mit scharfer Feder bzw. Worten anzuprangern; Nur wenn es um sie selbst geht, tun sie sich mitunter schwer mit sowas). Naja, lange Rede kurzer Sinn, lest euch auf jeden Fall mal diesen Artikel von Stephan Scheuer durch, alles was er schreibt kann ich auch so unterschreiben.
Das Schöne an seinem Beitrag: Er suggeriert nichts in die eine oder andere Richtung, sondern macht das, was journalistische Texte eigentlich tun sollten: Er ordnet Informationen ein und bietet Hintergründe. Er lässt der Geschichte ihren Raum, macht nicht mehr daraus, als es ist und versucht nicht irgendwelche hochtrabenden Analysen daraus abzuleiten.
Das mag zwar weniger “sexy” sein, als eine Story mit einem grausamen mordenden Diktator mit 120 hungrigen Hunde, aber da ich der Ansicht bin, dass “sexieness” bei Inhalten und Überschriften nicht das oberste Kriterium journalistischer Arbeit sein sollte und gehöre daher zu denen, die solche Artikel wohltuend finden.
Ich hoffe auch einfach mal, dass ihr nicht zu den Leuten gehört, die das anders sehen, denn dann wärt ihr auf diesem Blog vermutlich leider falsch und solltet hier, hier oder hier weiterlesen (allerdings könnt ihr euch dafür dann vielleicht merken, dass die spektakulären, obskuren und “irren” Storys meistens nicht unbedingt wahr sind).

Warum ich unkritische Berichterstattung zu Nordkorea verwerflich finde

Ich will jetzt nicht lange mit irgendeiner Art von moralischem Zeigefinger rumwinken, denn ich habe ja schon oft genug darauf hingewiesen, wie vorsichtig man mit Medienberichten zu Nordkorea umgehen muss. Denn leider machen sich es Medienvertreter allzuoft allzuleicht, übernehmen irgendwelche Gerüchte und halbseidenen Informationen, drehen sie dann so lange vorwärts, rückwärts, kreuz und quer durch die Medienmaschinerie, bis sie selbst glauben, das Gerücht sei wahr.
Natürlich gibt Nordkorea für ein solches Verhalten das ideale “Opfer” ab, denn die informative Abschottung, die teils tatsächlich obskure Propaganda und das damit verbundene vergleichsweise lückenhafte gesicherte Faktenwissen über das Land laden dazu ein, einfach irgendetwas zu schreiben, Wiederspruch kommt ja eh nicht und da man ja weiß, dass das Regime böse ist, trifft es immer den Richtigen, selbst wenn das was man da über Nordkorea geschrieben oder gesagt hat, nicht so ganz der Wahrheit entspricht.
Nur dumm, dass damit eigentlich niemandem geholfen ist, außer vielleicht ein paar Journalisten, die mit wenig Aufwand viele Klicks erzeugt oder Zeilen gefüllt haben. Denn was wir als Leser  bekommen haben ist nur das Gefühl informiert worden zu sein, nicht aber echte Information oder Wissen. Noch schlimmer ist dabei, dass nicht nur wir kleinen Lichter Zeitung lesen, sondern auch diejenigen, die entscheiden dürfen. Auch die richten sich mitunter nach dem, von dem sie glauben, dass es sich um echte Informationen handelt. Wenn aber Politik auf Basis falscher Informationen gemacht wird, nur weil irgendwelche Medienschaffenden denken, dass es schon nicht so schlimm sein wird, wenn man ungeprüfte Gerüchte über Nordkorea (oder irgendein anderes Thema) publiziert, dann bin als Bürger damit nicht einverstanden und würde mir ein bisschen mehr Verantwortungsbewusstsein der Betreffenden wünschen.

Ist die Hundegeschichte wahr?

Und was ist jetzt mit der Hundegeschichte? Kann die nicht doch wahr sein? Klar kann sie wahr sein! Ich glaube das nicht und verweise euch einfach an den oben verlinkten Artikel, aber auch hierher, hierher und hierher und möchte euch darauf aufmerksam machen, dass ziemlich vieles wahr sein kann, weil man ziemlich weniges selbst nachprüfen kann (das betrifft übrigens nicht nur Nordkorea. So funktionieren Verschwörungstheorien). Es könnte auch gut sein, dass Kim Jong Un ein rosa-Meerschweinchen-Fetischist ist und zu diesem Zweck ein Expertenteam syrischer Meerschweinezüchter mitsamt 146 hochgezüchteten Meerschweinen hat einfliegen lassen (hierdurch erklärt sich übrigens die Präsenz nordkoreanischer Militärangehöriger im syrischen Bürgerkrieg: Sie schützen essentielle Meerschweinezuchteinrichtungen und sichern die Evakuierung der Experten ab). Klingt unwahrscheinlich? Klar! Aber beweist mir doch mal das Gegenteil! Könnt ihr nicht! Seht ihr: Und ich würde euch gerne die Belege für die Meerschweinegeschichte liefern, aber weil das Regime so intransparent, irre und böse ist kann ich das leider nicht.
Naja, und das ist das Motto nach dem ein beachtlicher Teil der Nordkorea-Storys funktioniert. Aber weil ihr ja hier regelmäßig mitlest wisst ihr natürlich Bescheid und geht deshalb gerade mit den Geschichten, die am spektakulärsten klingen auch am vorsichtigsten um und das ist auch gut so…

Guten Rutsch und frohes neues Jahr…


Ach immer diese stressige Freizeit. Ich dachte ja, ich komme noch dazu, heute nen kleinen Rückblick auf die ersten beiden Jahre mit Kim Jong Un zu werfen. Werde ich wohl auf nächstes Jahr verschieben müssen. Bis dahin euch allen nen guten Rutsch und ein erfolgreiches (gesundes, gutes und was man sich sonst noch so wünschen kann…) neues Jahr. Aber Vorsicht mit den Raketen… Kann ins Auge gehen…

Kim Jong Un Böller

Und solltet ihr noch Neujahrsgrüße zu entbieten haben: Versucht’s doch mal hiermit.

Ansonsten habt ihr ja vielleicht Freude an dieser scheußlichen Propaganda aus dem Reich des Bösen. Hier ein kleines Best-Of.

Nagut, wir sehen/hören/lesen uns nächstes Jahr wieder.

Reminder: Noch bis Ende des Jahres kostenlose Fachaufsätze zu Nordkorea runterladen


Heute will ich euch jenseits von allem Jang Song-thaek Hype (merkt ihr es? Unsere Medien sind mal wieder auf den Hype aufgehupst und berichten jetzt jeden Mist, den es gerade zu Nordkorea gibt, obwohl die ganze Geschichte eigentlich schon gelaufen ist) auf was anderes aufmerksam machen, bzw. euch erinnern.

Im Mai habe ich euch ja schonmal auf die über 150 frei zugänglichen Fachaufsätze zu Nordkorea aufmerksam gemacht, die Taylor and Francis bereitgestellt hat. Da dieses Jahr und damit dieses Angebot jetzt bald zuende geht und die Aufsätze dann wieder kosten, wollte ich nur nochmal einen kleinen Reminder raushauen (und wenn gerade was spektakuläres passiert (zum Beispiel der irre Kim seinen ReformOnkel hinrichten lässt) sind ja eh immer alle doppelt so wissebgierig und scharf auf jegliche Art von Infos…). Aber auch wenn ihr den Kram jetzt nicht braucht oder lesen könnt, vielleicht ist das irgendwann mal anders. Naja und was ihr habt habt ihr. Also einfach runterladen und in nen Ordner legen, dann habt ihr eine nette kleine Artikeldatenbank zu Nordkorea. Ist doch nicht das Schlechteste.

Wenn ihr wollt, lest euch durch, was ich im Mai dazu geschrieben habe oder schaut direkt bei Taylor and Francis vorbei. Jedenfalls könnt ihr nicht klagen, euch hätte keiner bescheidgesagt…

Ein Geburtstagsbeitrag: Rückblick auf vier Jahre Nordkorea-Info-Blog


Vor ein paar Tagen hat mich meine Blogsoftware darauf aufmerksam gemacht, dass das Blog mal wieder Geburtstag hat. Weil ich in diesem Jahr leider nichts Dolles bei der Hand habe, das ich unter das interessierte Volk bringen kann, weil ich es mir aber angewöhnt habe, irgendwas zum Bloggeburtstag zu schreiben, habe ich mir heute mal was anderes einfallen lassen. Oder vielmehr, ich habe mich inspirieren lassen. Die Bloggerkollegen vom Bretterblog haben nämlich kürzlich zum ersten Bloggeburtstag eine Rückschau auf ihr erstes Jahr gegeben und dabei sowohl qualitativ als auch quantitativ ein paar Facts zum Blog unters Volk gebracht. Ich fand es superinteressant den Artikel zu lesen und daher dachte ich, dass ich das eigentlich auch machen könnte. Und nachdem das Blog immerhin sozusagen seine erste Legislaturperiode überstanden hat (irgendwie denke ich zurzeit immer nur an Wahlen…) denke ich, es ist mal eine gute Idee,  Rückschau zu halten und zu gucken, was das Blog, ich und natürlich auch ihr in den letzten Jahren geschafft haben.

Interessante Zeiten

Die letzten vier Jahre waren dabei mit Blick auf das Thema des Blogs sicherlich nicht die uninteressantesten. Schon im ersten Jahr gab es mit dem Untergang der Cheonan im März 2010 und dem Beschuss der Insel Yonpyong im November zwei Zwischenfälle, die das Augenmerk der Welt auf die Koreanische Halbinsel lenkte. Permanent und bis heute begleitete uns die Bemühung des Regimes, Kim Jong Ils Nachfolger zu installieren. Dabei war zu Beginn des Blogs noch nichtmal klar, dass Kim Jong Un wirklich der Nachfolger sein würde. Ich konnte den jungen Kim also quasi von Beginn an über seine gesamte politische Karriere (zumindest den öffentlichen Teil) hinweg beobachten. Die Nachfolgebemühungen kulminierten natürlich mit dem Tod Kim Jong Ils im Dezember 2011. Seitdem müht sich der junge Kim seine Stellung zu festigen und sein Regime so zu sortieren, dass es ihn einerseits loyal stützt, ihm andererseits niemand gefährlich werden kann und dass es weiterhin seiner Hauptaufgabe, dem Machterhalt nachkommen kann. Auch zwei Langstrecken-Raketentests/Satellitenstarts, davon einen erfolgreichen sowie einen Atomtest gab es und natürlich jede Menge Nichtereignisse, die in unseren Medien und der Öffentlichkeit große Resonanz fanden. Am stärksten hat wohl die angespannte Situation im März und April Eindruck gemacht, als eigentlich nichts passiert war, aber allein aufgrund von verbalem Säbelrasseln und  einem bisschen rumfahren von Raketen etc. die ganze Welt vor einem Krieg zitterte. Dazwischen gab es allerlei kleinere und größere Storys, skurriles, ernstes und schwer erträgliches.

Fakten, Fakten, Fakten

Ich habe versucht, mit dem Blog das gesamte Spektrum der Informationen zu Nordkorea abzudecken und eine gesunde Mischung von Information und Unterhaltung, von Reflektion, Kommentar und Berichterstattung zu finden. Das ist mir sicherlich mal besser und mal schlechter gelungen, aber alles in allem bin ich zufrieden. Unter dem Strich stehen eingeschlossen diesen Artikel hier, 886 bisher geschriebene Beiträge, die im Schnitt um die zwei DIN A4 Seiten lang sind. Das ist ein ganz schöner Haufen. Einfach mal ins Blaue geschätzt, denke ich, dass ich im Schnitt anderthalb Stunden pro Artikel aufgewendet hab. Und wenn das so stimmen würde, dann hätte ich mit ungefähr das Äquivalent zu einer 8 Monate dauernden Vollzeit (40-Stunden-Woche) Beschäftigung auf das Blog verwandt. Verrückt, oder? Aber es macht mir eben Spaß und andere Leute verwenden viel mehr Zeit auf viel bescheuertere Hobbys.
Insgesamt wurde das Blog bis jetzt gut 270.000 Mal angeklickt (was nicht gleichbedeutend ist mit Besuchern, weil manche Leute mehrere Seiten angucken und jeder Aufruf einer Seite des Blogs als Klick gezählt wird), was im Schnitt gut 5.5oo Aufrufe im Monat sind. 51 Leute nehmen auf dem Blog die Möglichkeit wahr, sofort über neue Beiträge informiert zu werden, außerdem hat sich die Facebookseite gut entwickelt, der immerhin 373 Leute folgen. Auf Twitter bin ich auch unterwegs, das nutze ich aber eher, um Infos einzuziehen und ein bisschen zu Netzwerken. 124 Leute folgen mir da und ich habe über diesen Kanal ein paar wertvolle Kontakte geknüpft.
Erfreut bin ich auch, dass sich die Leser immer mal wieder an lebhaften Diskussionen über dies und das beteiligt haben. Insgesamt kommen 1520 Kommentare zusammen von denen die Meisten (356) auf der Freien Beitragsseite zu finden sind und etwa ein Drittel von mir stammt.

Ein Spiegel der Realität. Fast.

Schaut man sich die Daten ein bisschen genauer an, dann kann man die anfänglich beschriebenen Ereignisse ganz gut ablesen:

LeserentwicklungDie beiden ersten kleinen Peaks im Jahr 2010 spiegeln das gesteigerte Interesse am Thema nach dem Untergang der Cheonan und dem Beschuss der Insel Yonpyong wieder. Im Dezember 2011 starb Kim Jong Il und in der Folge interessierten sich die Leute natürlich etwas mehr für Nordkorea und die große Spitze im April diesen Jahres hängt tatsächlich nur damit zusammen, dass unsere Medien das Nichtereignis in Korea, das man gerne als drohenden Krieg verkaufte, ganzschön hochjazzten. Ein Peak fällt aus dem Rahmen, weil er eigentlich garnichts mit Ereignissen in Nordkorea zu tun hat (jedenfalls nicht direkt).
Im Juni 2012 wurde erstmals ein Beitrag von diesem Blog in die 6 vor 9 Linkliste des BILDblogs aufgenommen und allein dieser Tatsache verdanke ich diesen Tag mit 4.339 Aufrufen als meine bisher Besucherstärkster. Da erkennt man dann auch die Grenzen dieses Blogs. Es bewegt sich, was die Leserschaft angeht noch immer in einer ziemlichen Nische. Wenn andere Medien dem Blog etwas Sichtbarkeit “leihen”, ist das hinsichtlich der reinen Statistik mindestens so bedeutsam, wie beispielsweise der Tod Kim Jong Ils. Vermutlich gibt es im deutschsprachigen WWW noch mehr Menschen, als die die hier mitlesen, die an hochwertigen Informationen zu Nordkorea interessiert sind (und hier gibt es die besten Infos im deutschen Web dazu, das kann ich glaube ich sagen ohne überheblich zu sein), aber die kennen dieses Blog schlicht nicht. Aber ehrlich gesagt habe ich auch nicht den Ehrgeiz denen hinterherzulaufen. Mein “Job” ist es zu schreiben und der Job der Leser ist es nach guten Infos zu suchen. Wenn sie das nicht hinkriegen: Pech gehabt. Dass das durchaus möglich ist zeigt ihr, denn ihr lest dashier ja gerade…

Wahrnehmung in anderen Medien

Naja, nichtsdestotrotz bin ich immer sehr dankbar, wenn mir jemand wie die Leute vom BILDblog sekundiert, denn dann kommen die Botschaften, die ich habe auch besser an. In diesem Fall bin ich mir relativ sicher, dass der Autor, der in einem QualitätsSpringerBlatt Schwachsinn verzapft hat, meine Meinung dazu zugetragen bekam. Das ist gut. Deshalb habe ich mich auch über die anderen Erwähnungen im BILDblog gefreut.
Genauso erfreut war ich, dass die Leute von DRadio Wissen mein Blog hin und wieder mal weiterempfohlen haben, denn einerseits schmeichelt sowas natürlich, andererseits kommen über diesen Weg auch neue Leute hierher, die grundsätzlich am Thema interessiert sind.
Besonders gefreut hat es mich auch, dass das Blog nicht nur in der Online-Affinen Medien bemerkt wurde, sondern auch zumindest einen kleinen Sprung in den Print-Bereich geschafft hat. In der Geo Saison hat Christoph Kucklick im Rahmen seiner sehr empfehlenswerten Reisereportage das Blog zur weiteren Lektüre empfohlen.
Zum Thema “Botschaften hörbar machen” gehört auch mein Gastbeitrag im Blog Deutschlands Agenda, in dem ich mich mit der außenpolitischen Linie der Europäischen Union gegenüber der Koreanischen Halbinsel und den dabei bei weitem nicht ausgeschöpften Potentialen auseinandergesetzt habe. Eine gute Sache, dass die Betreiber des Blogs ein offenes Forum für Außen- und Sicherheitspolitische Fragen im deutschen Web bieten, in denen auch kleine Lichter wie ich mal zu Wort kommen.

Bunte Leserschaft

Neben diesen Medienkontakten habe ich mich aber auch und vor allem immer gewundert, mit wie vielen Leuten, die zum Teil unterschiedlicher nicht sein können, ich über das Blog in Kontakt kam. Manche hatten ein konkretes Anliegen, wollten mir was andrehen oder hatten eine spezielle Frage. Andere haben sich generell für mich oder das Blog interessiert oder einfach so den Austausch gesucht. Von einigen habe ich einmal und dann nie wieder was gehört, von vielen anderen aber erstaunlich regelmäßig und ein paar habe ich auch schon in echt getroffen, was immer eine spannende Erfahrung ist. So ein bisschen hat mir das geholfen, ein besseres Verständnis für meine Leserschaft zu gewinnen, aber im Endeffekt war es nur eine Bestätigung dessen, was ich ohnehin schon vermutet hatte: Dass die Leserschaft des Blogs sehr bunt gemischt ist.
Ein ganz ähnliches Bild ergibt sich auch, wenn man auf die Nationalität der Leser schaut (bzw. den Ort, von dem aus abgerufen wird). An zwölfter Stelle mit immerhin 266 Abrufen rangiert übrigens die Demokratische Volksrepublik Korea. Von dort scheint also der Eine oder Andere öfter mal hier vorbeizuschauen. Viele Grüße auf diesem Wege…

Leserh Herkunft

Vielfältige Interessen

Ein Blick auf die meistgelesenen Artikel bestätigt einige der oben getroffenen Annahmen über die Leserschaft. Zwar ist sie scheinbar generell am Meisten an meiner Person interessiert (was mich ehrt), aber ansonsten sind die Artikel bunt gemischt, die im Interesse der Leserschaft weit vorne sind. Was mich übrigens freut ist die Tatsache, dass die “Freie Beitragsseite”, obwohl sie nicht ganz so funktioniert, wie ich mir das gedacht habe, so doch irgendwie zu funktionieren scheint, schließlich wird sie am zweithäufigsten angelaufen. Auch hier zeigt sich wieder, wie bedeutsam die Aufmerksamkeit externer Seiten wie zum Beispiel vom BILDBlog ist, denn die drei Artikel die dort verlinkt wurden, sind hier unter der Top-10 zu finden.  Ansonsten zeigt sich hier auch, wie wichtig die Suchmaschine ist. Denn der Artikel mit dem Hinweis zum Reisebericht rankt nicht so hoch, weil er so herausragend gut ist, sondern weil er bei der Suchmaschine lange auf der #1 Stand.

Das Blog, Der Autor und Überhaupt (About) 8.138
Freie Beitragsseite 5.865
Die WELT ärgert sich über “Rätselhaftigkeit” Nordkoreas. Ich ärgere mich mit! — oder: Kleines Feedback für großen Blödsinn 4.539
UPDATE: Nordkoreas Staatsfernsehen KCTV im Livestream 4.268
Links zur Selbstrecherche 3.010
Reisebericht zu Nordkorea 2.866
So sieht das neue nordkoreanische Geld aus… 2.531
Wieder Live-Stream von Nordkoreas Staatsfernsehen KCTV im Netz 2.203
Eine deutsche Phantomdebatte: Wie die deutschen Medien sich mit einer Nicht-Geschichte über Nordkorea blamieren 1.974
Kims Skiliftparadies — Von der Überwindung der Moral 1.919

Naja, aber wenn man schon auf die Top-10 schaut, ist vielleicht auch ein Blick auf die letzten-10 nicht so schlecht. Leider werden die allerletzten in der Software nicht angezeigt, weil die nur ein paar Hundert widergibt, aber trotzdem haben zumindest diese ungeliebten Artikel es verdient, nochmal willkürlich ans Licht gezerrt zu werden. Wenn ich sie mir so angucke, muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich nicht wirklich verstehe, warum sie soweit unten stehen. Zum Teil durchaus relevant und fast durchweg interessant, habe ich mal den Verdacht, dass ich mich nicht ausreichend nach den Bedürfnissen der Suchmaschine gerichtet habe. Aber wisst ihr was: Da hab ich auch nur begrenzt Bock drauf und wenn die blöde Maschine gute Artikel nicht findet, dann ist das wohl weniger mein Problem, als das der Maschine. Hier jedenfalls die letzten 10…

„Ideologische Kriegführung“: Hwang Jang-yop beim CSIS über Wege zum Wandel in Nordkorea 63
Von tieffliegenden Friedenstauben und kompromisslosen Polizisten: Warum die jüngsten “Gesprächsangebote” der USA und Nordkoreas keinen Pfifferling wert sind 63
Solide aber nicht brillant: Amnesty, die Medien und die 30 “gesäuberten” Nordkoreaner 63
Kim Jong Il trifft Dimitri Medwedew, oder: Kehrt Russland mit Wucht an den Pazifik zurück? 63
Südkorea untersagt Reise von Gläubigen nach Nordkorea 62
Immer für eine Überraschung gut! Kim Jong Il besucht erneut China 62
„Nina guckt“ — Pjöngjang betrachtet mit den Augen eines Kindes: Sehr schönes neues Blog 62
Die Droherei aus Pjöngjang: Eine gelungene Medienwirkungsstrategie 62
Auswertung der Feedback-Runde 61
Update (27.03.2012): Neues zu Nordkoreas Satellitenstart: Kurze Zusammenfassung 61

Und weil es tatsächlich Spaß macht, mal zu gucken, mit welchen Suchbegriffen man alles zu diesem Blog kommt, hier eine kleine Sammlung der letzten drei Monate:

  • “wird im ministerium schneller befördert” (keine Ahnung. In Nordkorea wird im Ministerium jedenfalls auch schnell gefeuert…)
  • “jobs in nordkorea” (sehr begrenzt verfügbar und wie man hört auch nicht besonders erstrebenswert)
  • “die verrücktesten diktatoren” (Ich dachte bei so einer Anfrage würde man direkt zur BILD weitergeleitet…)
  • “nordkorea info seriös?” (klar, ein Ausbund der Seriosität. Dagegen ist Peter Zwegat ein Windhund!)
  • “durchschnittslänge glied” (Ebenfalls keine Ahnung. Allerdings habe ich wenig Hoffnung, dass der Suchende je fündig werden wird, wenn ihn seine Suche auf dieses Blog führt.)
  • “synapsen verschmort” (schlimme Sache. Viel Erfolg für die Zukunft!)
  • “was+will+die+usa” (Naja, das ist mal eine gute Frage. Hoffentlich hat Google die passende Antwort dafür gefunden….)
  • “Asyl in nordkorea” (Hat da etwa jemand ein paar Gigabyte Daten von einem BND-Rechner geklaut und denkt über sein weiteres Vorgehen nach? Mein Tipp: Überleg es dir nochmal: Knast in Deutschland ist auch nicht so schlecht…)
  • “hysterische medien” (Genau richtig hier, in der Heimat der Hysterie und des Irrsinns.)
  • “was sinnvolles” (Generation Internet: “Mama, mir ist langweilig. Was soll ich machen?” — “Was Sinnvolles!” — “Hm…”)

Ein kleiner Hinweis und ein großes Appell.

Nungut, soviel zum diesjährigen Bloggeburtstag und jetzt noch ein kleines Preview: Wer hier seit Anfang an mitliest, der kann sich vielleicht erinnern, dass ich zu den letzten Bundestagswahlen einen kleinen Beitrag über die Positionen der Parteien bzw. Politiker zu Nordkorea gemacht habe. Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass niemand davon seine Wahlentscheidung abhängig machen wird, aber es ist ein schöner Aufhänger. Deshalb könnt ihr euch noch vor der Wahl auf dieses kleine Wahlspecial freuen, auf das ich jedenfalls echt Lust habe.

Ihr müsst dann nur lesen und am 22. September wähl, was ist mir eigentlich Latte, solange ihr demokratischen Boden unter den Füßen behaltet. Das Recht zu wählen und die politische Richtung in einem Land mitzubestimmen ist eines der zentralen Merkmale, das unser Land von Nordkorea unterscheidet, also gebt dieses Recht nicht leichtfertig auf, weil ihr irgendwie unzufrieden seid. Und wenn ihr am 22. keine Zeit habt, dann fordert jetzt schonmal eure Briefwahlunterlagen an und wählt vorher. Das kostet weniger Zeit als den ganzen Kram zu lesen, den ich hier verzapft habe, ist aber ungleich wichtiger. Als los jetzt!

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