Christoph Blocher: Auf zu neuen Ufern

Christoph Blocher, wohl der schillerndste Politiker der Schweiz, ist wohl einer der letzten, von dem ich einen Besuch in Nordkorea erwartet hätte. Aber andererseits kann man sich als Milliardär ja auch mal was gönnen… Wem das schillernde an Blochers Person entgangen sein sollte, vielleicht auch, weil er nur ein äußerst begrenztes Interesse für die Innenpolitik unseres Nachbarlandes an den Tag legt, dem will ich noch schnell meine Verwendung dieses Begriffes erklären. Ein bisschen schillernd sind Leute, die gleichzeitig Milliardäre und Politik sind ja meistens, aber Blocher hat es aufgrund verschiedener Aktionen geschafft, sich nachhaltig in meinen Gehirnwindungen einzugraben (denn ich muss ganz ehrlich zugeben, dass auch mein Interesse für die schweizerische Innenpolitik Grenzen hat (wenn ich ganz ehrlich bin, ist Blochers Name, der Einzige eines Schweizer Politikers, den ich bewusst kenne)). Also da wäre vor allem das bedeutende Faktum, dass Blocher fast im Alleingang alt hergebrachte Prinzipien des politischen Systems der Schweiz veränderte, vor allem das der Kollegialität und für eine konfrontativere Atmosphäre in der Schweizer Politik sorgte. Noch mehr ist bei mir allerdings eine Wahlwerbung von Blochers Partei SVP aus dem Jahr 2003 hängengeblieben: Naja es ging darum, dass man im „Zottel game“ Schwarze Schafe per Fußtritt aus dem Land befördert und die Weißen unbehelligt lässt…und machts klick? Also doch nicht so kreativ unsere Deutschen Nazis (achja, wo ich schon am abschweifen bin: Hab eben gehört das Jürgen Rieger gestorben ist. Da man nichts Schlechtes über tote sagen soll bleib ich bei den Fakten: War ein Arschloch sondersgleichen der Typ), habens nur bei ner Partei abgekupfert, die in der Schweiz immerhin die Wählerstärkste ist, aber das ist n anderes Thema. Apropos anderes Thema: Jedenfalls war genau dieser Christoph Blocher in Nordkorea, ist dort mit seiner Frau und seiner Tochter gewandert, die Nordkoreaner versuchten ihm n Joint Venture aufzuschwatzen, was der gewiefte Geschäftsmann aber sofort als schlechte Idee identifizierte, er zeigte Verständnis für die armen Leute, stellte fest, dass es den Leuten in anderen Diktaturen besser geht und sah wenig Autos auf den Straßen. Also eigentlich das übliche. Wer es genauer wissen will und über ein passives Verständnis von Schwyzerdütsch verfügt, der kann sich die Eindrücke Selbstdarstellung Blochers auch auf Video angucken. Achja, sehr großzügig finde ich, dass er Nordkorea zugesteht auch eine Atombombe besitzen zu wollen. Allerdings frag ich mich da: Muss man sich jetzt um ein Schweizer Nuklearprogramm Sorgen machen?

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