Nordkoreanische „Öffentlichkeitsarbeit“. Propaganda oder Satire, das ist hier die Frage!

Wenn in den Medien, oder auch im Internet generell belegt werden soll, wie Skurril Nordkorea ist, ist die beste Möglichkeit das zu tun, indem man ein paar Beispiele der nordkoreanischen Propaganda auftischt. Das unbedarfte Publikum wird darauf meist von einer Art erstauntem Schauer ergriffen, denn kann das was man da gerade gesehen hat wirklich wahr sein, oder ist es Satire oder einfach nur ein schlechter Witz. Hört man Berichte über den Personenkult um Kim Jong Il und seinen Vater, kann man kaum glauben, dass es sowas wirklich gibt. Liest man dann Berichte der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA, dann kann man es schon eher glauben. Und die Videos von Aufmärschen in Nordkorea sind ja auch echt. Also muss da ja was dran sein.  

Ich möchte mich heute aber eigentlich mit einer anderen Spielart nordkoreanischer Propaganda beschäftigen, die immer wieder für meine persönliche Erheiterung sorgt. Hier mal ein paar Beispiel von dem was man so bei YouTube finden kann:Das letzte ist natürlich definitiv ne Satire. Das erste und zweite ziemlich sicher nicht. N bisschen schwieriger ist das mit den Nummern 3, 4, und 5. 4 und 5 sind veröffentlicht und vielleicht auch hergestellt von nem Blogger, der leider nicht mehr aktiv ist, dessen Blog Archiv aber hier anzusehen ist. Kann man sich angucken und überlegen ob ers ernst gemeint hat oder nicht. Ich kann mir eigentlich nur ne Art Satire vorstellen. Und zwar ne echt gute. Aber was die Videos angeht…Nummer 5 besteht nur aus Originalaufnahmen und Originalaussagen nordkoreanischer Propaganda. Ist das dann noch Satire, auch wenns mit satirischem Gedanken zusammengesetzt wurde? Hm, wahrscheinlich Realsatire in ihrer reinsten Form. Und was unterscheidet letztendlich die Satire von der Propaganda (außer die unterschiedlichen Fähigkeiten im Gebrauch der englischen Sprache)? Vermutlich nicht viel mehr als die Absicht. Alles recht kompliziert hier…aber ich muss sagen, im Endeffekt ist es mir egal, ob „Kim Jong Il – The Great Architect“ mit satirischer oder propagandistischer Absicht produziert wurde. Hauptsache es dient meinem Vergnügen. Achja und weil ich schon dabei bin jede Menge schwer zu beantwortende, eher philosophische Fragen zu stellen: Darf man überhaupt über etwas lachen, dass zwar äußerst lustig ist, aber einem sehr bösen Hintergrund entspringt? Auch hierauf hab ich keine letztendliche Antwort. Aber andererseits, wer über Charlie Chaplin im „Großen Diktator“ lachen darf, der wird doch wohl auch das Original auslachen dürfen. Dementsprechend darf man wohl auch über Kim und seine Gang lachen dürfen…

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