Nordkoreas wirtschaftliche Entwicklung: Märkte sollen zurückgedrängt werden

Die Nachrichtenagentur AP hat in Pjöngjang ein Interview mit Ri Ki-song, einem Professor am Institut für Wirtschaft der Akademie für Sozialwissenschaften in Pjöngjang, geführt (leider ist das Original nicht frei zugänglich, aber mehrere Zeitungen berichten über die Inhalte). Das Interview kam zustande nachdem AP bei der nordkoreanischen Regierung angefragt hatte, ob man mit einem Offiziellen über die gegenwärtige wirtschaftliche Situation sprechen könne (Die machen sich ne Mühe! Hätten sie einfach mal Julian Reichelt von der BILD fragen sollen, der wird ja ohne Umschweife zu waschechte Ministern vorgelassen, mit denen er dann Champagner schlürft. Aber es hat halt nicht jedermann so gute Kontakte wie Herr Reichelt…). Ri bestritt, dass es nach der Währungsneubewertung vom Dezember zu Unruhen in der Bevölkerung gekommen sei. Zwar seien anfänglich die Preise für Güter auf den privaten Märkten nicht festgelegt gewesen, weshalb diese für einige Tage geschlossen worden seien, allerdings seien diese Probleme nun behoben. Was wirklich interessant an dem Interview ist, sind die Aussagen Ris zur wirtschaftlichen Planung in Nordkorea. Nach Ri sollen die entstandenen privaten Märkte nach und nach aufgelöst werden und die Versorgung der Bevölkerung wieder vollständig in die Hände des nordkoreanischen Staates übergehen. Dieses schwierige Ziel soll unter Anderem mit Hilfe von Kooperationsprojekten mit China verwirklicht werden. Momentan werden ja fast täglich Pläne für neue Projekte bekannt. So wird nun über zwei gemeinsame Staudammprojekte im Yalu berichtet.

So, dass wars erstmal von mir, heute nur kurz, aber ich hab noch anderes zu tun. Bevor ich es vergesse möchte ich auch noch frohe Ostertage wünschen. Ich weiß nicht inwiefern ich über die Tage zum schreiben komme, da ich familiären Verpflichtungen nachgehen werde, aber das wird man ja sehen.

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