Russland legt eigenen Untersuchungsbericht zum Untergang der Cheonan vor — In einem Monat!

Das russische Team, das die Ergebnisse der Untersuchung des Cheonan-Untergangs in Südkorea geprüft hat ist nach Russland zurückgekehrt. Dort sollen die gewonnenen Erkenntnisse und „Beweismaterial vom Schiff“ begutachtet werden. Die Bewertung der Beweise soll etwa einen Monat dauern. Vorher seien Schlussfolgerungen über die Ursache der Katastrophe verfrüht.

Das ist ja nicht die erste Gelegenheit zu der die Russen unter Beweis stellen, dass sie nicht eben von der schnellen Truppe sind, wenns um Nordkorea geht. Eine solche „Gewissenhaftigkeit“ sieht für mich in diesem Fall ganz stark nach Kalkül aus. Da man schon vorher verlauten ließ man müsse zu hundert Prozent sicher sein, dass Nordkorea für die Katastrophe verantwortlich sei, scheint es sich hier um ne gehörigen Spielverzögerung zu handeln. Vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird man sich dann wohl nicht auf Sanktionen einlassen (zumindest nicht im nächsten Monat) und dann dürfte die ganze Sache schon wieder etwas runtergekühlt sein. Das kann man dann wohl unter der Rubrik „strategisches Agieren“ einordnen.

2 Antworten

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