Schwere Überschwemmungen treffen Nordkorea

Scheinbar ist auch Nordkorea von den starken Regenfällen betroffen, die im Nordosten Chinas für schwere Überschwemmungen gesorgt haben. Dies legt jedenfalls die nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA nahe. Schon am 19. Juli berichtete KCNA, dass im gesamten Staatsgebiet Regenmengen von bis zu 322 Liter auf einen Quadratmeter gefallen seien. Gestern berichtete die Nachrichtenagentur dann von weiteren schweren Regenfällen mit Mengen von bis zu 200 Litern. Dementsprechend hatte Nordkorea bereits am vergangenen Montag einen Damm nahe der Grenze zu Südkorea geöffnet und etwa 100 Millionen Tonnen Wasser abfließen lassen. Diesmal wurde die südkoreanische Seite allerdings im Vorfeld über das Vorhaben Nordkoreas informiert, so dass es nicht zu Schäden und Todesopfern kam, wie das im vergangenen September der Fall war. Gestern öffnete Nordkorea weitere Dämme im Grenzbereich. Scheinbar schlachtet Nordkorea das Hochwasser auch propagandistisch aus. Verschiedene Medien schrieben über einen KCNA-Bericht der besagt, dass in den Provinzen Hamgyong-namdo und P’yongan-bukto über 60 Menschen von der nordkoreanischen Luftwaffe aus den Fluten gerettet wurden (natürlich auf Befehl Kim Jong-ils, den die Geretteten dann natürlich voller Dankbarkeit hochleben ließen).

Nordkorea wird immer wieder von schweren Überschwemmungen getroffen. Dies ist nicht zuletzt in der massiven Abholzung des Landes in den vergangenen Jahrzehnten begründet. Diese hat ihre Ursachen in den Versuchen mehr Ackerland zu gewinnen, aber auch in der massiven Energieknappheit im Land die dazu führt, dass der Wald zur Brennholzgewinnung abgeholzt wird und wurde.

Leider gibt es noch keine unabhängigen Berichte über die Überschwemmungen, aber die Tatsache, dass Nordkorea bereits in der Mitte der nassen Jahreszeit seine Dämme öffnet und das KCNA über die Fluten berichtet lässt vermuten, dass es sich über schwere Überflutungen handelt. Sollte sich das bestätigen könnte es in der näheren Zukunft zu einem Hilferuf Nordkoreas an internationale Hilfsorganisationen geben. Da auch in den nächsten zwei Monaten hohe Regenmengen zu erwarten sind könnte sich die Situation außerdem noch weiter verschärfen.

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