China untersagt den Verkauf von Touren zum Kumgangsan-Ressort

Kürzlich habe ich darüber berichtet, dass chinesische Reiseanbieter Touren verkauft haben, die unter anderem zum Kumgangsan führen sollen. Dies kann als erster Schritt Nordkoreas gesehen werden, nach neuen Partnern für die Nutzung des Touristenressorts im Kumgangsan zu suchen. Das Ressort war als Kooperationsprojekt mit der südkoreanischen Hyundai Tochter Hyundai Asan errichtet worden und bis 2008 waren über zwei Millionen südkoreanische Touristen dorthin gereist. Nachdem ein nordkoreanischer Soldat aber eine südkoreanische Touristin erschossen hatte wurden die Touren abgebrochen und nicht wieder aufgenommen. Seit Ende letzten Jahres verschärfte Nordkorea den Ton bezüglich des Kooperationsprojekts und fror die südkoreanischen Besitzungen dort ein. Nun scheinen die chinesischen Behörden Reiseanbietern untersagt zu haben, weiterhin Reisen zum Kumgangsan zu verkaufen. Diese Order soll vom nationalen Tourismus Büro Chinas ergangen sein und eine Reaktion auf eine Anfrage des südkoreanischen Ministeriums für Kultur, Tourismus und Sport darstellen. China respektiere alle relevanten Rechte südkoreanischer Unternehmen  und hoffe, dass bestehende Unstimmigkeiten durch den interkoreanischen Dialog geklärt werden könnten.

Damit hat Südkorea die Chancen Hyundai Asans wohl etwas verbessert, die Touren zum Kumgangsan irgendwann wieder aufnehmen zu können. Gleichzeitig sind Nordkoreas Chancen gesunken, einen anderen Partner für das Ressort zu finden und so auf diesem Weg wieder Einnahmen zu erzielen.

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