„East Asia Forum“ und „CanKor“: Zwei interessante Seiten mit hochwertigen Analysen und mehr…

Es gibt mal wieder zwei Seiten vorzustellen, die ich bisher aus einem mir unbekannten Grund übersehen bzw. vergessen habe, die aber beide wertvolle Einsichten und Analysen zu Nordkorea bieten.

Das East Asia Forum hatte ich zwar schon ein paarmal gesehen, mir war aber irgendwie nicht aufgefallen wie viele interessante und hochwertige Artikel von einigen der bekanntesten Nordkorea-Beobachtern (Frank, Lankov, Foster-Carter, Wit, Snyder etc.) dort zu finden sind. Dies dürfte unter anderem darauf zurückzuführen sein, dass das EAF von der Australian National University betrieben wird, was einerseits für eine gewisse Qualität der Artikel spricht, andererseits die gute Vernetzung in der akademischen Sphäre erklärt.

Geschieht in Nordkorea etwas bedeutendes (wie auch immer man das definiert, aber Atomtests, Sanktionen, Schiffsversenkungen, erhöhte Spannungen, Gespräche könnte man wohl dazuzählen), kann man davon ausgehen, dass beim East Asia Forum etwas dazu zu finden ist. Außerdem gibt es ab und zu was zu internen Vorgängen, so dass je nach Nachrichtenlage mindestens sechsmal im Monat Beiträge zu Nordkorea erscheinen. Natürlich ist das Gebiet, das das Forum abdeckt aber viel breiter. In Australien scheint man als „East Asia“ Asien-Pazifik, Südostasien und eben Ostasien zu definieren, aber ich habe mich noch nicht in der vollen Breite durch die Artikel gelesen. Jedoch dürfte das AEF auch für Leute mit ausgedehnterem Interessengebiet eine Fundgrube sein.

Die zweite Seite habe ich bisher komplett übersehen, was mich eigentlich wundert, denn CanKor beschäftigt sich ausschließlich mit Nordkorea. Dahinter steht eine private Initiative, die schon seit einigen Jahren mit Nordkorea beschäftigt und aktuelle Entwicklungen um nordkoreanische Politik und die Menschenrechtssituation im Land beleuchtet und kommentiert (und wahrscheinlich nebenbei ein bisschen zur Werbung für die Consultingfirma des Chefs von CanKor dienen soll). Gelegentlich tragen einige prominente Experten wie David Hawk und Leonid Petrov zu den Veröffentlichungen CanKors bei. Hauptautor scheint allerdings der Mann dahinter, Erich Weingartner, zu sein, der in der Vergangenheit beruflich mit der humanitären Situation in Nordkorea befasst war. Neben den allgemeinen Beiträgen, die durchgehend lesenswert sind ist an CanKor vor allem interessant, dass hier oft eine eher „kanadische Perspektive“ sichtbar wird und man so mehr über die Nordkorea Politik dieses Landes lernen kann. Weiterhin versucht der Autor in einer fiktiven Serie (die auf seinen eigenen Erfahrungen in Nordkorea basiert), ein Schlaglicht auf den Hintergrund und die Gedanken eines (wie gesagt fiktiven) Mitglieds der nordkoreanischen Eliten und strammen Patrioten zu werfen.  Da habe ich bisher nur oberflächlich reingelesen, da ich fiktives immer irgendwie zu hmmm…fiktiv finde, aber es scheint durchaus interessant und kurzweilig zu sein und hilft vielleicht tatsächlich zu verstehen, was in den Köpfen nordkoreanischer Eliten vorgeht. Hat man keine Lust/Zeit regelmäßig bei CanKor vorbeizuschauen kann man auf deren Newsletter zurückgreifen, der meist wöchentlich über Neuerscheinungen auf der Seite informiert.

Mehr und regelmäßig geupdatete Links zu interessanten Blogs sind unter „Links zur Selbstrecherche“ zu finden.

2 Antworten

  1. cankor wurde von dir falsch verlinkt

    • Danke für den Hinweis, müsste jetzt klappen.
      Ich hatte mich schon gewundert, dass niemand die Seite von CanKor anschauen wollte. Da scheint irgendwas gehörig schif gegangen zu sein, sorry.

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