Mysteriöser Flugzeugabsturz: Nordkoreanischer Kampfjet in China abgestürzt

Verschiedene Medien berichten, dass gestern Nachmittag ein nordkoreanisches Kampfflugzeug nahe der chinesischen Stadt Fushun in der Provinz Liaoning abgestürzt sei. Nach Fotos, die von Einheimischen ins Internet gestellt wurden, handelt es sich um eine (vor allem für Militärhistoriker und Museen interessante) MIG-15 (vielleicht auch eine MIG-21), auf der eindeutig ein nordkoreanisches Hoheitssymbol zu erkennen ist. Der Pilot sei am Ort des Absturzes verstorben. Die chinesische Seite gab bisher nur bekannt, dass ein kleines, möglicherweise zu Nordkorea gehörendes, unidentifiziertes Flugzeug nahe Fushun abgestürzt sei.

So viel zu den Fakten, jetzt zu den Spekulationen. Natürlich stellt sich beim Absturz eines Flugzeuges über einem anderen Land immer die Frage: „Was hatte es da zu suchen?“ Während sich im Falle anderer Staaten immer ein recht breiter Strauß von Antworten, die oft etwas mit Spionage und Geheimeinsätzen zu tun haben, ergibt, ist es im Falle Nordkoreas etwas anders. Die – irgendwie schlüssige – Antwort, die die meisten Medien geben ist: „Er wollte fliehen, und zwar nach Russland.“ Angeblich sei der Pilot mit dem Flugzeug. das aufgrund des Bautyps als Trainingsgefährt identifiziert werden kann, von Sinuiju aus gestartet. Da zwischen China und Nordkorea ein Abkommen über die Auslieferung von Flüchtlingen bestehe, habe der Pilot wohl nach Russland fliegen wollen und sei dabei möglicherweise vom Kurs abgekommen. Um sich von Sinuiju (das ja im äußersten Nordwesten des Landes liegt) aus auf russischen Boden zu retten, hätte der Pilot auf jeden Fall recht volltanken müssen. Ob das bei den knappen Ressourcen des nordkoreanischen Militärs (es gibt ja öfter mal Berichte, dass die nordkoreanischen Piloten nicht üben können, weil das Material kaputt und kaum Treibstoff vorhanden sei) je passiert, dürfte aber zumindest zweifelhaft sein, denn immerhin könnte man mit einem so vollgetankten Flugzeug ungefähr eine Runde über die gesamte DVRK drehen. Hm, keine Ahnung, aber irgendwie kommt mir die Fluchtversion noch nicht so ganz schlüssig vor, aber ist ja auch noch recht kurz nach dem Absturz, vielleicht gibt es bald mehr dazu.

2 Antworten

  1. Weiß nicht so recht, der Absturzort ist nicht wirklich nahe der russischen Grenze. Man sollte annehmen, dass ein Pilot eines Kampfjets weiß, in welche Himmelsrichtung er fliegen muss, um nach Russland zu gelangen.

    • Seh ich ähnlich. Allerdings kann es natürlich sein, dass er sich möglichst weit von nordkoreanischem Hoheitsgebiet fernhalten wollte um Abfangjägern oder so zu entgehen. Aber irgendwelche Experten werden sich bestimmt bald ihre Gedanken dazu machen. Bin auch mal gespannt…

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