Richard Kiessler in der IP zur Stabilität des nordkoreanischen Regimes

Richard Kiessler, Chefredakteur in der WAZ Mediengruppe, der Nordkorea in der ersten Hälfte dieses Jahres zusammen mit einer Delegation der SPD besuchte, hat in der IP (eine der bedeutendsten deutschen Zeitschriften zur internationalen Politik) einen interessant zu lesenden und recht differenzierten Beitrag zur aktuellen Situation Nordkoreas veröffentlicht. Dabei führt er eine recht umfassende Bestandsaufnahme der zurzeit herrschenden Umstände untermalt von passenden Anekdoten durch und stellt sich die Frage, woher momentan die Hauptbedrohung für die Stabilität des Regimes kommt. Sein meiner Meinung nach stichhaltige Schluss: Von außen droht dem Regime kaum Gefahr. Wenn die Stabilität in Gefahr ist, dann durch interne Verwerfungen.

Nachlesen kann man den Artikel hier

2 Antworten

  1. „Von außen droht dem Regime kaum Gefahr. Wenn die Stabilität in Gefahr ist, dann durch interne Verwerfungen.“ (?)

    Habe mir den Artikel von R. Kiessler durchgelesen und m. E. beschreibt er schon eine Bedrohung von außen (für das bestehende Regime):

    „Versuche Chinas, in Pjöngjang ein Peking genehmes Regime zu installieren und den unberechenbaren Kim Jong Il zu verdrängen, sind gescheitert, halten aber an. Nordkoreas Regime weiß um den Plan B seines großen Verbündeten und macht aus seinem Misstrauen kein Hehl.“

    Ich bin eher der Ansicht, dass China das nordkoreanische Regime zu stabilisieren versucht(e) und sah solche Intentionen eher im großen land auf der anderen Seite des Pazifiks.
    Deshalb würden mich Quellen oder Hinweise Kiesslers zu seiner Behauptung interessieren ?

    Dann wüßte ich gerne, inwieweit und auf welche Weise „der nordkoreanische Staat an südkoreanischen Unternehmen beteiligt ist, die in Kaesong 40.000 Nordkoreaner zu bescheidenen Löhnen beschäftigen“ ?

    Charmant ist Kiessler gegenüber Jang Song T(h)aek, da er diesen Schwager gleich um 10 Jahre verjüngt. Der ist aber laut div. Quellen bereits 1946 geboren, nun also 64 Jahre alt.

    Mutig finde ich hingegen den Hinweis Kiesslers auf die hinter vorgehaltener Hand gemachte Mitteilung eines nordkoreanischen Parteiveteranen, dass es dort Im Norden den Wunsch nach einer Veränderung der wirtschaftspolitischen Situation gibt …

    • Danke für die Hinweise, du hast den Artikel offensichtlich wesentlich genauer gelesen als ich. Das war in dem Fall allerdings auch nicht so schwer, weil ich nicht viel Zeit hatte, aber ich gelobe Besserung und werde in Zukunft versuchen die Beiträge nicht so auf die Schnelle hinzurotzen. Meinen Satz „Von außen droht dem Regime kaum Gefahr. Wenn die Stabilität in Gefahr ist, dann durch interne Verwerfungen“ habe ich aus Kiesslers abschließendem Fazit (so habe ich das jedenfalls wahrgenommen): „Die nordkoreanische Elite lässt sich dabei von der durchaus rationalen Erkenntnis leiten, dass die größte Gefahr für ihren Machterhalt nicht von außen, sondern von innen kommen wird.“ abgeleitet.
      Die Sache mit den Unternehmensbeteiligungen in Kaesong finde ich allerdings auch, naja. Vielleicht meinte er, dass der Staat an der administrativen Leitung der SWZ beteiligt ist.
      Und naja, die Geschichte mit Chinas Misstrauen hört man ja immer mal wieder, vor allem aus der Ecke, die sich das wünscht und sich die Realität schönzuschreiben sucht.

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