Bericht von WFP und FAO: Fünf Millionen Nordkoreaner sind von Hunger bedroht

Das Welternährungsprogramm und die „Food and Agricultural Organization“ der Vereinten Nationen haben gemeinsam einen Bericht zur Ernährungslage in Nordkorea veröffentlicht. Danach wird von November 2010 bis Oktober 2011 ein Bedarf von 542.000 Tonnen Nahrungsmittel nicht abgedeckt sein. Davon sind vor allem etwa 5 Millionen Menschen Betroffen die vor allem Gruppen wie Schwangeren, Kindern und alten Menschen zuzurechnen sind. Leider habe ich momentan keine Zeit mir das Dokument komplett durchzulesen, aber diese Berichte enthalten immer umfangreiche, gut recherchierte und belastbare Informationen zur Situation im Land.  Ich werde mit den Bericht bei Gelegenheit mal vornehmen, bis dahin könnt ihr ihn euch aber auch selbst anschauen. Hier steht er nämlich zum Download bereit.

4 Antworten

  1. Als Leser dieses und weiterer NoKo-Blogs bin ich wesentlich besser und aktueller informiert, als wenn ich etwas bezüglich Nordkorea auf Wikipedia suche. So ist beispielsweise schon vor Wochen auf diesem Blog von aufmerksamen Bloglesern berichtet worden, dass Jan Holterman (KCC Europe) nicht mehr Internet-Provider in Nordkorea ist. Es wird jetzt vom thailaendischen Loxley-Konzern betrieben (siehe https://nordkoreainfo.wordpress.com/2010/10/01/wo-ist-denn-naenara-hin/). Wikipedia (heutiger Stand) ist das allerdings entgangen (siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Telecommunications_in_North_Korea). Das ist keine Überraschung, da Wikipedia Blogs als Quellen grundsätzlich nicht akzeptiert. Schlussfolgerung: gut, dass es Wikipedia gibt – noch besser, dass es die Blogs gibt!

    • Ja, dass ist immer so eine Sache mit Wikipedia. Das ist ganz gut um sich einen groben Überblick zu verschaffen, aber wenns ins Detail geht, steht da oft ganz schöner Quatsch. Außerdem wird das von vielen Spinnern genutzt, um ihre Meinung in die Öffentlichkeit zu trompeten. Gerade bei Themen wie Nordkorea beruft sich deshalb ein großer Teil des Artikels auf Schrottquellen wie Open Doors oder auf einseitige Darstellungen wie von Amnesty. Interessant ist auch der Artikel zum Cheonan-Zwischenfall. Wenn man sich nur dort darüber informiert, ist man danach relativ sicher, dass Nordkorea das Schiff nicht versenkt hat und es vermutlich ein bösartiger Angriff der USA war (da haben dann wohl Verschwörungstheoretiker geschrieben…).
      Das Blogs gar keine Chance haben als Quellen genutzt zu werden stimmt nicht ganz. Ich bin ein paarmal dort verlinkt (in Artikeln über Randthemen. Bspw. Ri Yong-ho), wenn es zum Beispiel keine vergleichbaren Infos auf deutscher Sprache gibt, wird das wohl nicht so eng genommen.
      Aber wenn es alles was hier an Infos zusammen kommt schon bei Wikipedia gäbe, würde ich mir die Arbeit wohl sparen…

  2. Schlimm, wenn das so eintreffen sollte. Das wären ja etwa 20% der in Nordkorea lebenden Bevölkerung. Unglaublich! Ich hoffe, Südkorea, China und der Rest der Welt läßt es so weit nicht kommen und deckt den Bedarf an Lebensmitteln in Form von Hilfslieferungen ab.

    tollstoii

    • Ich denke da kommt auch einiges aus China. Der gröbste Bedarf wird vermutlich gedeckt werden. Schließlich hat sich Peking gerade endgültig entschieden, Kims Regime zu stützen. Außerdem plant das WFP ja auch, über 300.000 Tonnen ins Land zu bringen (allerdings muss das irgendwer spenden)…

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