Die Zahl der nach Südkorea geflohenen Nordkoreaner übersteigt 20.000

Die Zahl der Nordkoreaner, die seit der Teilung des Landes Südkorea erreicht haben, hat die Zahl von 20.000 überschritten. 1999 flohen erstmals mehr als 1.000 Nordkoreaner in den Süden (für die gesamte Zeit von 1953 bis 1999 werden die Zahlen mit weniger als 1.000 angegeben) unter und seitdem sind die Zahlen relativ kontinuierlich gestiegen. Im Vergangenen Jahr waren es 2.927 Menschen und die Gesamtzahl erreichte am Jahresende 17.984 Flüchtlinge. Das heißt dann wohl, dass in diesem Jahr 2.016 Menschen geflohen sind, so dass der Jahrestrend leicht zurückgehen könnte (Mehr Zahlen findet ihr beim Ministry of Unification). Drei Viertel der Nordkoreaner die im Süden ankommen sind Frauen. Dies ist wohl der Tatsache geschuldet, dass diese größere Bewegungsfreiheit im Land haben und damit schwerer zu überwachen sind.

Die beständig steigende Zahl von Flüchtlingen zeigt zwar deutlich, dass Indoktrination und Terror zunehmend an Bindekraft einbüßen. Allerdings sind die Zahlen bisher noch so gering, dass sie nicht zu einer Bedrohung für das Regime werden können. Außerdem entledigt man sich so derjenigen, die so unzufrieden sind, dass sie bereit sind ihr Leben (und das ihrer zurückbleibenden Verwandten) zu riskieren um zu fliehen. Man wird also potentielle Oppositionelle los.

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