Parlamentarier der Linken zu Gast in Nordkorea

Wie man vor ein paar Tagen in der Saarbrücker Zeitung lesen konnte und gestern bei KCNA ist Thomas Lutze, der für die Linke im Bundestag sitzt und stellvertretender Vorsitzenden der Deutsch – Koreanischen Parlamentariergruppe (mehr Infos zu dieser gibts hier) ist, gestern in Pjöngjang eingetroffen. Dort will er eigenen Angaben zufolge informationen über Möglichkeiten einziehen, den Tourismus zu fördern. Außerdem möchte er sich über das Verkehrssystem eines Landes informieren, das „ohne Massenmotorisierung lebt. Und zu guter Letzt will er sich generell für die „Erhaltung des Friedens“ einsetzen, ein hehres aber schwieriges Ziel. Damit markiert Lutze einen Sinneswandel in der Politik der Linken (und ihrer Vorgängerin der PDS), denn in den letzten Jahren schien es den mitgliedern der Partei sicherer, sich überhaupt nicht mit Nordkorea zu befassen, vielleicht um nicht in einem medial verwertbaren Licht dazustehen.

Naja, wie immer wenn so eine Reise stattfindet muss man abwarten, ob Lutze seine gewonnenen Erkenntnisse mit der Öffentlichkeit teilt.

2 Antworten

  1. Eine „Ein-Mann-Delegeation“ wäre für die nordkoreanischen Gastgeber wohl eine Enttäuschung. Erleichtert erfahren wir aus den KCNA-Nachrichten, dass Thomas Lutze „and his party“ gestern wohlauf im Pjöngjang ankamen.
    Falls die Reise der gesamten Delegation mit Steuergeldern bezahlt wurde, läßt sich dann die Namensliste der gesamten Reisegruppe eruieren ?
    Ehrlich gesagt würde mich interessieren, ob Lutze einen bestimmten Parteikollegen aus Saarbrücken – dieser ist auch Lehrer für evangelische Religion und früherer Deutschland-Delegierter der KFA (Korea Friendship Association), ein Mann also mit bestem Wissen über und Beziehungen zu Nordkorea – im Reisetross hatte?

    Aus der Bundestags-Biographie erfährt man über Lutze, dass dieser auch dem Gremium für Bau- und Stadtentwicklung angehört. Dieses Sachgebiet wäre doch ein interessantes Gesprächsthema für die Nordkoreaner gewesen; es soll doch auch das Steckenpferd des Vaters vom Kim Jong Un sein.

    • Leider konnte ich bisher nicht mehr zu der Reise finden. Aber ich denke, wenn Lutze zurückkommt wird es mehr Infos geben, vielleicht auch ein paar Bilder, die die Delegation zeigen (aber sehr viele Leute wird er wohl nicht mitgenommen haben). In der Saarbrücker Zeitung wird er als Verkehrsspezialist ausgewiesen, vielleicht ist das sein Gebiet in der Stadtentwicklung. Und darüber möchte er ja auf seiner Reise sprechen.

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