Harter Winter in Nordkorea: Über vierzig Tage unter null Grad

Die Naturgewalten meinen es in der letzten Zeit nicht gut mit den Menschen in Nordkorea. Nachdem es im Spätsommer zu schweren Überschwemmungen kam, wird das Land nun von einer ungewöhnlich lange anhaltenden Kältewelle getroffen. Seit mehr als vierzig Tagen seien die Temperaturen im Land unter null Grad Celsius geblieben, berichtet Yonhap unter Berufung auf die pro-nordkoreanische Chosun Sinbo, die in Japan erscheint. Damit sei die Kältewelle die Schwerste seit 1945. Der Taedong in Pjöngjang sei komplett zugefroren und auch Häfen an der Westmeerküste seien vereist. Vor allen Dingen sei aber der Boden bis in die Tiefe von vierzig Zentimetern eingefroren. Daraus könnten sich Schwierigkeiten im Ackerbau ergeben, da das Pflügen zurzeit unmöglich ist und es damit auch schwierig werden dürfte, die Frühjahrssaat rechtzeitig auszubringen.

Die ohnehin von extremen klimatischen Bedingungen geplagten Menschen in Nordkorea erlebten innerhalb des letzten Jahres besonders harte Wetterereignisse. Daraus können sich weitere Probleme hinsichtlich der ohnehin angespannten Nahrungsmittelsituation ergeben. Das Regime dürfte auch im kommenden Jahr auf massive Hilfen von außen angewiesen sein, um seine Bevölkerung zu ernähren (wenn es das überhaupt will. Aber im Hinblick auf 2012 und der damit verbundenen Propaganda wird man schon anstreben, den Menschen zumindest mehr als eine Hungersnot zu bieten).

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