Wie China von der Öffnung Rasons profitiert

Auf der staatlichen chinesischen Internetseite china.org.cn habe ich eben einen interessanten Artikel darüber gelesen, wie die chinesische Stadt Hunchun von der Erschließung der nordkoreanische Sonderwirtschaftszone Rajin-Sonbong und besonders von der Nutzbarmachung des Hafens für chinesische Fracht profitiert. Die Stadt Hunchun (auf dieser Karte ziemlich rechts oben, Rajin heißt hier glaube ich Najin) verfügt über große Kohlevorkommen (hier sind 1,2 Milliarden Tonnen angegeben) und exportiert bereits Kohle in die umliegenden chinesischen Regionen. Der Transport über Land ins prosperierende Shanghai hat bisher aber zehn Tage gedauert. Eine erste Ladung von 20.000 Tonnen Kohle, die im Januar im Hafen von Rason eingeschifft wurde, hat Shanghai dagegen binnen drei Tagen erreicht. Aufgrund dieser verkürzten Frachtwege kann Hunchun seine Rohstoffe wesentlich günstiger anbieten und es ist daher geplant, den Weg über Rason häufiger zu nutzen. Weiterhin will man von Hunchun aus auch Strom aus dem neuen Kohlekraftwerk nach Nordkorea verkaufen.

Die wirtschaftliche Verflechtung in der Region scheint sich also so langsam über den kleinen Grenzverkehr hinaus zu entwickeln. Grundsätzlich ist das ganz nach den Vorstellungen des Regimes in Pjöngjang, aber um diese Entwicklung nachhaltig zu gestalten muss man sich auch als verlässlicher Geschäftspartner präsentieren. Dies ist wiederum eine Aufgabe, mit der das Regime in der Vergangenheit immer wieder so seine Schwierigkeiten hatte.

Eine Antwort

  1. Die ganze Aktion hat schon vor 2 Monaten stattgefunden und wurde damals auch von chinesischen und südkoreanischen Medien publiziert::

    http://www.steelguru.com/raw_material_news/Chinese_steam_coal_shipping_through_N_Korean_Port_in_full_swing/184885.html

    Über mehrere Tage brachten täglich ein gutes Duzend Kohlelaster jeweils 35t Kohle von den Minen bei Hunchun nach Rajin (auf nordkoreanischer Seite auf einer Schotterpiste, oder wurde die Straße mittlerweile asphaltiert?), insgesamt waren 570 (!) Fuhren notwendig.

    Ob das logistsich wirklich viele Vorteile bracht?.
    Kann mir nicht vorstellen, dass der bisherige Schienentransport durch China allzu teuer war.

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