CDU Parlamentarier besucht Nordkorea

Bin ein bisschen beschäftigt in letzter Zeit. Jedenfalls wenn ich nicht gerade krank bin. Aber wenn ein MdB nach Nordkorea fährt bzw. gefahren ist, dann will ich euch das natürlich nicht verschweigen. Dieses Mal ist es der Hamburger Jürgen Klimke, der in Pjöngjang zu Gast ist. Er sitzt für die CDU im Bundestag und ist dort unter anderem Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe und im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Kurz, er hat ein sehr starkes außenpolitisches Profil. Außerdem hat er einen regionalen Schwerpunkt in Süd- und Südostasien und ist damit ja geographisch schonmal relativ nah dran an Nordkorea (Wobei es mir persönlich natürlich auch blendend gefallen hätte, wenn die CDU ihrern außenpolitischen Sprecher dorthin geschickt hätte. Den hätte ich als großen Symphatieträger einfach mal gern gesehen da). In welcher Funktion er aber nun genau seinen Besuch abstattet bleibt bisher verborgen.

Erstaunlicherweise sind manchmal nämlich die nordkoreanischen Medien „transparenter“ als die Deutschen. KCNA berichtet nämlich wenigstens über die Reise (sogar mit Bildern) und hat damit der deutschen Berichterstattung einiges voraus. Na klar, wenn die Medien jedesmal berichten würden, wenn ein Parlamentarier irgendwohin fährt, dann wären unsere Zeitungen zimelich dick. Aber die Reise von Thomas Lutze, dem Parlamentarier der Linken, der kürzlich nach Nordkorea gefahren ist, war ja einigen Blättern einen Bericht wert.

Naja, vielleicht werden wir nach seiner Rückkehr ja noch etwas hören von Herrn Klimke. Generell hat man da als Bürger ja wohl auch ein Recht drauf. Interessant fände ich es allemal. Vor allem finde ich es aber eine gute Sache, dass es im parlamentarischen Bereich immer wieder Bemühungen hinsichtlich Nordkorea gibt und zumindest in diesem Bereich Kontakte nach Pjöngjang geknüpft und gepflegt werden.

2 Antworten

  1. In mehreren Kurzmeldungen und mit Fotos ergänzt berichtet die KCNA über die Aktivitäten Jürgen Klimkes und seines Teams in Pyongyang.

    Neben touristischen Aktivitäten, wie der Besuch von Kim Il Sungs Geburtshaus in Mangyongdae, die Besichtigung eines Schwimmbades, der Pueblo, dem Juche-Turm, dem Monument zur Erinnerung an die Gründung der Kommunistischen Partei Nordkoreas und dem Besuch eines Konzertes des staatlichen Sinfonie-Orchesters führte J. Klimke in der Volksversammlung auch Gespräche mit Yang Hyong Sop, dem Vizepräsidenten der Obersten Volksversammlung Nordkoreas.

    Ob sich Klimke die folgende KCNA-Meldung zu seinem Nordkorea-Besuch auch auf seine Homepage schreiben wird:
    “ Jürgen Klimke besuchte auch den Kumsusan-Palast, um dort Kim Il Sung zu huldigen. Klimke verneigte sich demütig vor dem Ewigen Präsidenten“

  2. Vielleicht werden wir etwas über Feierlichkeiten in Pyongyang zum 10-jährigen Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Nordkorea und Deutschland erfahren und Klimke könnte dabei als offizieller Vertreter Deutschlands teilgenommen haben?

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