Nordkoreanischer Auslandsrundfunk wird im Ausland hörbar: „Stimme Koreas“ kommt ins Netz

Update (14.04.2011): Man konnte Kim Il Sungs Geburtstag wohl nicht abwarten und ging schon heute an den Start. Viel Spass beim stöbern

Ursprünglicher Beitrag (14.04.2011): Pjöngjang baut seine Netzpräsenz weiter aus. Nachdem man Naenara und KCNA (die darüber hinaus kürzlich noch eine Aufhübschung verpasst bekam) nun im eigenen Land hostet und die Rodong Sinmun auch über das WWW verbreitet, soll es anlässlich des Geburtstags Kim Il Sungs ab morgen auch die „Stimme Koreas“ im Netz geben (danke an DXaktuell für den Hinweis). Das verbreitete die englischsprachige Ausgabe der Stimme Koreas am 12. April in ihrem Programm. Der Auftritt soll ab morgen unter www.vok.rep.kp zu erreichen sein, bis jetzt wird man noch auf Naenara umgeleitet. Ich muss gestehen, dass ich bisher die Stimme Koreas eher selten (was für eine Übertreibung!) eigentlich nie angehört habe, weil mir der Aufwand in keinem Verhältnis im Nutzen zu stehen schien. Daher kann ich auch nicht genau sagen, was euch da erwarten wird. Einen kleinen Eindruck gibt aber DXaktuell in dem Kommentar zum Netzstart der Stimme Koreas.

Der beständige Ausbau der Internetpräsenz Nordkoreas scheint nicht zufällig zu sein, sondern ganz klar einem Plan zu folgen. Vermutlich will man im nächsten Jahr der ganzen Welt mitteilen, dass Nordkorea eine starke und blühende Nation ist. Ob man darüber hinaus auch andere Ziele wie Tourismusförderung im Auge hat, wird sich unter Umständen auch an dem Programm ablesen lassen, dass die Stimme Koreas ab morgen in den digitalen Äther schickt. Gibt es keine inhaltlichen Umstellungen, sondern werden weiterhin hauptsächlich KCNA-Meldungen verlesen, oder werden auch andere Schwerpunkte gesetzt? Man könnte sich ja durchaus längere Sendungen über die pittoresken szenischen Spots des Landes vorstellen, die Menschen motivieren könnten sich das mal selbst anzuschauen, oder „Reportagen“ über Land und Leute. Jedenfalls wird die Stimme Koreas ihrer Aufgabe als Auslandsrundfunk mit Hilfe des WWW wohl wesentlich gerechter, als das über Kurzwelle der Fall war. Denn das hat die potentielle Hörergruppe deutlich eingeschränkt. Nachdem Printmedien, Nachrichtenagentur und ein Informationsportal über das Land ihren Platz im Netz gefunden haben, wäre wohl als nächstes das Fernsehen dran. Ich bin echt gespannt, ob wir in diesem  Jahr noch einen Livestream (hehe, das wäre was) o.ä. von KCTV zu sehen bekommen werden. Überraschen würde es mich nicht mehr.

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