Reden ist Silber… Robert Park zu Handlungsoptionen in Nordkorea

Robert Park hat sich mal wieder zu Nordkorea geäußert. Es ist eigentlich nicht der Erwähnung wert, aber seine Spinnereien ärgern mich irgenwie und daher will ich kurz was dazu schreiben. Einen großteil seines mit: „When will we stop the genocide in North Korea?“ überschriebenen Artikels verwendet Park darauf, Kim Jong Ils Regime in das richtige Licht zu stellen. Vermutlich reichen die Stichwörter – Nukleare Bedrohung, – Nazi-Barbarei, – Stalinismus, – Holocaust und – Genozid um dieses Licht zu umschreiben (es ist nämlich mehr die Abwesenheit von Licht, das schwärzeste schwarze Loch reiner Bosheit, ein Wunder dass er Charles Manson nicht noch dazugenommen hat). Achja, eins hab ich noch vergessen. Kim Il Sung haste Gott seit dem Koreakrieg am Meisten:

It is common knowledge among refugees and people who follow North Korea that those discovered to have any kind of faith or religious belief — and their families, to three generations — are executed or sent to concentration camps for life.

Da hab ich irgendwie kürzlich aber was anderes gelesen, von jemandem, der auch aus der religiösen Ecke kommt, aber die Sache ein bisschen differenzierter sieht.

Aber natürlich geht es Park nicht darum, das Regime allein als Hort des Bösen darzustellen. Er will auch zum Handeln aufrufen. Seine Vorschläge sind:

  • An NGO strike. The nongovernmental organizations supporting the genocidal Pyongyang regime must withdraw all support from Kim Jong Il immediately and unambiguously declare their action a protest of the North’s concentration camps, systematic diversion of food aid and mass atrocities.
  • Use our resources effectively. The United States, South Korea, Japan and the rest of the international community must recognize that there is a way to effectively save those in desperate need. It is through the refugees, most of whom still have relatives and friends in the North with whom they are in secret communication. North Korean refugees and their ally organizations must be provided all possible resources.
  • Mass demonstrations. Never have more than 100,000 people gathered to protest the mass atrocities in North Korea. All who object to the genocide must organize, assemble and make their voices heard.

Also wenn ich das richtig verstehe sollen alle NGOs aus dem Land abziehen. Da werden sich aber einige freuen, als Unterstützer eines genozidalen Regimes beschimpft zu werden. Die Leute sollen dann vermutlich verhungern, aber dann kommen sie ja zu Gott. Außerdem sollen alle Ressourcen effektiv genutzt werden, wobei vor allem die Flüchtlinge eine Rolle spielen sollen. Was genau da für eine Idee hinter steht weiß ich nicht. Den Geflohenen Unterstützung zu geben ist keine schlechte Idee, aber alle verfügbaren Ressourcen? Und dann? Sollen sie das an ihre Verwandten schicken und diejenigen die keine Verwandten in Südkorea haben sind geliefert? Oder ist das ein verkappter „Invasion in der Schweinebucht“ Vorschlag, den man als guter Christ so aber natürlich nicht äußern darf? Wie auch immer. Die Sache mit den Demonstrationen ist sicherlich keine schlechte Idee, aber wie die Kims Herrschaft beenden soll weiß ich wirklich nicht.

Ein feiner Menschenfreund der Herr Park. In das Bild passt auch gut, dass er in seinem Artikel ganz zu erwähnen vergisst, dass gerade wieder der Fall eines Leidensgenossen bekannt wurde, der wie er aufgrund seines Glaubens in Nordkorea eingekerkert wurde. Aber was ist schon das Schicksal eines einzelnen gegen den Sieg der göttlichen Allmacht? Also ich weiß nicht, ob ich mich da von einer zutiefst empfundenen Antipathie leiten lasse, aber ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass bei Herrn Park vermutlich schon vor seiner Nordkorea-Aktion einige Synapsen zuviel durchgeschmort waren. Und wenn man das so liest, ist es da immernoch kräftig am bizzeln in seinem Oberstübchen.

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