Welthungerhilfe in Nordkorea: Projektleiter mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Karl Fall, der Projektleiter des Welthungerhilfe in Nordkorea wird heute mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Seit über 30 Jahren ist Fall als Entwicklungshelfer bereits im asiatischen Raum im Einsatz, seit 2003 ist er in Nordkorea tätig. Dort arbeitet der gelernte Gartenbauer vor allem daran, durch effizientere Anbau- und Lagermethoden, aber auch durch innovative Ideen, die Produktion von Nahrungsmitteln in Nordkorea zu verbessern.

Sehr interessant finde ich vor allem die Herangehensweise, im urbanen Bereich den Anbau von Nahrungsmitteln zu ermöglichen. Dazu werden beispielsweise auf Hausdächern, Hinterhöfen und Balkonen Anbauflächen geschaffen, die teils ohne Erde auskommen. So kann die Anfälligkeit der Stadtbevölkerung bei Nahrungsmittelknappheit gelindert werden. Im Gegensatz zu denjenigen, die selbst in landwirtschaftlichen Betrieben tätig sind und damit besseren Zugang zu Nahrungsmitteln haben, oder solchen, die auf dem Land einen kleinen Garten bewirtschaften können, blieb diese Möglichkeit in den Städten für gewöhnlich verwehrt und Menschen in Städten sind vom Hunger daher oft stärker bedroht. Außerdem können so auch Erwerbsmöglichkeiten für Stadtbewohner geschaffen werden, denn überzählige Nahrung kann weitergegeben werden.

So wie ich das sehe, hat sich Fall das Bundesverdienstkreuz redlich verdient. Mit nachhaltigen und innovativen Methoden und Ideen setzt er nicht auf kurzfristige Hilfe, sondern langfristige Besserung und leistet so Entwicklungshilfe im besten Sinne. Außerdem ist dieses gesellschaftliche Engagement aus Deutschland ein guter Kontrapunkt zu der politischen Lethargie gegenüber dem Land und hilft so, ein psitives Bild unseres Landes zu erzeugen und zu bewahren.

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2 Antworten

  1. Karl Falls Projekte zaehlen zu dem Besten, was der Westen in Nordkorea auf die Beine stellt. Sie sind voller Ideen und sind mit lokalen Mitteln zu machen.

    Wenn irgendwann das WFP keine Reissaecke mehr verteilt, dann erinnert man sich sicherlich auch im Ministerium an seine Projekte. Und dann finden sich (hoffentlich) lokale Nachahmer.

    Was m.E. in Nordkorea gebraucht wird, ist mehr Hilfe zur Selbsthilfe und weniger simple Verteilung von Nahrungsmitteln.

  2. Lieber Karl,
    Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung!

    Bis bald, Hans

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