Einheit vs. Mauer in den Köpfen: Deutschland und Korea — Versuch einer Annäherung (III)

Vorweg noch eine kleine Erinnerung: Wenn ihr die limitierte Kim Familienuhr gewinnen wollt (und wer würde das schon nicht wollen), dann müsst ihr euch langsam beeilen. In nichtmal zwölf Stunden ist Deadline. Eure Gewinnchancen stehen auch garnichtmal so schlecht. Garantieren kann ich zwar keinen Gewinn, aber naja, die Chancen für einen Lotto-Jackpot sind um den Faktor ein paar zehn Millionen geringer…

 

Da die Nachrichtenlage heute für mich nichts hergibt, mit dem ich mich unbedingt länger auseinandersetzen müsste (obwohl es durchaus ein paar interessante Meldungen gab), bietet sich mir die erfreuliche Möglichkeit, mich eher grundsätzlichen Themen zu widmen. Und da ich eben bei meiner mentalen Inventur darauf gestoßen bin, dass ich noch eine sehr spannende Miniserie zuende zu bringen habe, werde ich das jetzt mal mit größtem Vergnügen tun. Es geht um die bisher zwei Beiträge, in denen ich mich mit möglichen Folgen und Herausforderungen einer koreanischen Wiedervereinigung auseinandergesetzt und dabei den deutschen Fall als eine Art Referenzobjekt hinzugezogen habe. Im ersten Teil ging es dabei eher um historische und gesamtgesellschaftliche Phänomene, die sich aus der Vergangenheit erklären. Der zweite Teil versuchte dann eher das Individuum und die Gegenwart in den Blick zu nehmen.

Herausforderungen nach und während einer Wiedervereinigung mit Blick auf die nordkoreanischen Bevölkerung

Allerdings ist mir dann ganz am Ende aufgefallen, dass ich ziemlich stark auf Südkorea fokussiert habe und dabei mehr als ein Drittel der Betroffenen (nämlich die Nordkoreaner) mehr oder weniger außer Acht gelassen habe. Diese Lücke will ich nun im Folgenden füllen.

Aus Sicht der Nordkoreaner? Wie soll das denn gehen?

Natürlich ist es ungleich schwieriger, die individuellen und auch gesellschaftlichen Entwicklungen abzusehen, die eine Wiedervereinigung Koreas im Norden mit sich brächte, wenn man davor den Süden betrachtet hat. Dafür gibt es zwei  Gründe. Einerseits habe ich den Referenzfall Deutschland vom Westen aus, also eher von der Seite des Südens erlebt und bin daher der Gefühls und Gedankenwelt der Menschen dort einfach näher. Andererseits gibt es Daten, die ganz gut den Ist-Zustand im Süden wiederspiegeln. Es gibt Umfragen und es gibt Aussagen Einzelner. So kann man ein gewisses Gefühl darüber gewinnen, was die Leute so denken. Schaut man nun auf den Norden, so gibt es weder Umfragen, noch gibt es nutzbare Aussagen Einzelner. Man muss also aus dem Fall heraus ableiten, was Interessen und Gefühle sind. Niemand wird das laut aussprechen. Dieser Herausforderung werde ich mich aber stellen, im vollen Bewusstsein, dass das Alles maximal eine grobe Annäherung an die Realität sein kann.

Wer sind denn „die““Nordkoreaner?

In einem ersten Schritt wäre es dabei schonmal sinnvoll, zu überlegen, mit was für Menschen man es denn in Nordkorea eigentlich zu tun hat. Das ist natürlich ziemlich platt gesagt, denn klar, man hat es mit über 24 Mio. verschiedenen Menschen zu tun. Aber so ein bisschen kann man trotzdem versuchen sie anhand verschiedener Dimensionen in Kategorien einzuteilen. Beispielsweise kann man ganz einfach fragen: Haben sie vom aktuellen Regime profitiert oder nicht? Man kann aber auch fragen: Haben Sie innerhalb des staatlichen Systems gestanden, wie sich das Regime es vorstellt, oder haben sie das nicht? Man kann aber auch danach fragen, was die Menschen gelernt haben? Etwas, dass auch in einer modernen Gesellschaft benötigt wird? Es gibt noch mehre solche Dimensionen und vielleicht sind die hier genannten nicht die Wichtigsten, aber es sind die, die mir gerade als wichtig ins Auge springen.

Analyse möglicher Herausforderungen

Es mag zwischen einzelnen Gruppen zwar Schnittmengen geben, aber deckungsgleich sind sie keinesfalls und ich will einfach mal versuchen, die Probleme einer Wiedervereinigung anhand dieser Kategorien zu erläutern. Ihr werdet merken, dass der deutsche Fall hier etwas stärker in den Hintergrund tritt. Ich habe mich dafür entschieden, weil vieles nur bedingt vergleichbar ist und diese Folie mir daher nicht wirklich weiterhilft.

Profiteure vs. Opfer

In dieser Unterscheidung liegt bereits einer der großen Stolpersteine für eine Wiedervereinigung Koreas und gleichzeitig auch die Erklärung dafür, dass eine Wiedervereinigung oft nur in Verbindung mit einem Regimekollaps im Norden gedacht wird. Das hat damit zu tun, dass diejenigen die das System in Nordkorea tragen auch diejenigen sind, die davon profitieren. Gleichzeitig sind diese Profite bei einem Zusammengehen mit dem Süden in Gefahr. Ein Rechtsstaat würde eventuell ihre früheren Taten verfolgen und in einer Demokratie kann man aus Ämtern auch wieder rausgewählt werden, während in Nordkorea eher Alter bzw. Tod das Ende einer Amtszeit bestimmen. Daher ist es aus Sicht der Profiteure nicht erstrebenswert, unter rechtsstaatlichen oder demokratischen Bedingungen mit dem Süden zusammenzugehen. Gleichzeitig dürfte das die Minimalvoraussetzung des Südens für eine Vereinigung sein.

Wohin mit den Funktionsträgern…

Denkt man aber an einen Regimekollaps, dann bleibt das Problem weiter bestehen, dass die Träger des Systems Strafverfolgung und Verlust der Privilegien zu fürchten haben (der Fall Deutschland hat das zum Teil vorgemacht, auch wenn einzelne Lösungswege aufgezeigt wurden (allerdings hat der Fall Nordkorea vielmehr Individuen in seinen Reihen, die dermaßen schwere Schuld auf sich geladen haben, dass für sie eine Vereinigung immer riskant ist)). Daher werden diese, die ja die Machtmittel in der Hand halten und im Gegensatz zu den Opfern intern und vielleicht auch extern gut vernetzt sind, eher versuchen, auch bei einem Regimekollaps weiter ein eigenes Ding zu machen und eine Vereinigung so weit wie möglich zu behindern. Eine mögliche Lösung für das Problem wäre es, den Funktionsträgern des Regimes ein glaubwürdiges Angebot zu machen, dass sie auch im neuen System privilegiert sein werden. Allerdings bringt das einerseits deutliche Legitimationsprobleme für das neue Staatswesen mit sich, andererseits, aber verbunden damit, kommen dann auch die Opfer ins Spiel.

…und wie den Opfern Gerechtigkeit bieten?

Für die Opfer (ich meine damit nicht nur die Menschen, die in den Straflagern vegitierten, sondern alle, die keinen Einfluss auf ihr persönliches Schicksal hatten, sondern ihr ganzes Leben vom Wohlwollen des Staates und seiner Vertreter abhingen (und wenn denen nukleare Aufrüstung wichtiger war, dann wurde eben gehungert)) die bieten sich erstmal bessere Lebensumstände und andere Möglichkeiten. Allerdings dürften sie von dem neuen System auch ein gewisses Maß an Gerechtigkeit verlangen (in Deutschland wurde ja zum Beispiel auch kontrovers darüber diskutiert, inwiefern Stasioffiziere und andere Funktionsträger staatliche Rente erhalten sollen). Da besteht also ein Gegensatz für den nur schwer ein  Ausgleich zu finden ist. Jedoch bieten diejenigen, die vom nordkoreanischen Regime nicht profitiert haben, sondern eher darunter litten, eine große Chance für die Legitimation des neuen Staates. Es wird ihnen darin besser gehen als zuvor und deshalb werden sie eine Zeit lang den neuen Staat unterstützen, bis sie vergessen haben, wie schlecht es ihnen zuvor ging.

Der Ende des materiellen Rauschs und die Sehnsucht nach sozialer Geborgenheit

Dann allerdings könnte es, ähnlich wie in Deutschland in einigen Gruppen zu einer Art Verklärung der Vergangenheit kommen. Ich habe das Gefühl, dass diese Verklärung oft damit zu tun haben, dass die Leute, wenn ihr materieller Rausch vorbei ist, merken, dass sich nicht nur im wirtschaftlichen Bereich einiges verändert hat, sondern auch im sozialen und gesellschaftlichen Umfeld. Und einiges von dem, das der alte Staat dort geleistet hat, wird im neuen Umfeld nicht geliefert. Naja und da die Unterschiede zwischen Süd- und Nordkorea eben noch größer sind, als zwischen West- und Ostdeutschland, sowohl materiell als auch (glaube ich zumindest) gesellschaftlich und sozial, könnte das auch größere Auswirkungen haben. Nur die Richtung ist schwierig zu bestimmen. Einerseits könnte es sein, dass der materielle Vorteil der Opfergruppe so groß ist, dass er die soziale und gesellschaftliche Andersartigkeit im neuen System so  lange verdeckt, das daraus keine großen Konsequenzen folgen. Oder aber sehr viele der ehemaligen Nordkoreaner empfinden noch drückender ein Gefühl sozialer Kälte und mangelnder Solidarität, so dass sie sich mit dem neuen Staatswesen nicht identifizieren können, was ernsthafte Risike für die Legitimität und damit das Fortbestehen des Staates in seiner Form mit sich bringen kann.

In or Out. Leben nach den Regeln des Regimes oder nicht.

Sowohl die Gruppe derjenigen, die sich an die Regeln des Regimes hält, als auch diejenige Gruppe, die sich durch ihr Verhalten außerhalb des Regelsystems stellt sind sehr divers. Diejenigen die sich an die Regeln halten kann es unter den Profiteuren geben (ich glaube durchaus, dass nicht jeder, der ein Staats- oder Verwaltungsamt in Nordkorea bekleidet ein gewissenloses Monster ist. Ein Teil kann durchaus Gutes im Sinn haben, aber wieviele das sind und wer es ist, dass ist nicht so einfach rauszufinden), aber auch unter den Normalsterblichen oder den ganz Armen. Man kann nachlesen und das auch logisch erschließen, dass diejenigen, die den Regeln des Systems minutiös folgten oft zu den ersten Opfern der Hungerjahre gehörten. Sie wollten nicht gegen Regeln verstoßen, konnten aber deshalb ihr Dasein nicht sichern.

Außerhalb des Regelsystems stehen heißt für das neue Korea üben

Diejenigen, die außerhalb des Regelsystems stehen kommen mit Sicherheit in großer Zahl in der Gruppe der Träger des Regimes vor. Sie sind schlicht auf ihren eigenen Vorteil und nicht auf Solidarität bedacht. Deshalb sind sie beispielsweise korrupt. Ein wichtiger Bestandteil des Systems beruht auf Korruption, allerdings auf Korruption von oben, also Geschenke von der Führung. Das gehört noch irgendwie zum Regelsystem das herrscht, aber es macht eben auch anfällig für Korruption von unten (denn wer gibt sich schon mit hin und wieder nem Auto und ein paar Flaschen Schnappes zufrieden, wenn da bei ein bisschen „Eigeninitiative noch viel mehr zu holen ist?). Es gibt aber auch Leute wie die Schwarzmarkthändler, die zum Teil sowas wie eine neue Mittelschicht zu bilden scheinen. Die gehören ursprünglich nicht zu den Funktionseliten, haben aber mit der Versorgung der Bevölkerung eine wichtige Funktion übernommen. Allerdings einzig mit Blick auf den individuellen Vorteil, nicht auf das Wohl der Gemeinschaft. Das eint diese beiden Gruppen und das wird es ihnen erleichtern, sich an das System in Südkorea zu gewöhnen. De facto kennen sie die Regeln des Marktes und leben eine Art Ellenbogen und Wettbewerbsgesellschaft. Gut möglich, dass ein großer Teil dieser Menschen eine Vereinigung befürworten würde, denn sie wären damit nicht mehr staatlicher Willkür unterworfen, sondern hätten ein festes Regelsystem, nach dem sie ihr Geld weiter vermehren, also ihren Vorteil weiter maximieren könnten. Nur bei dem Teil der Gruppe, der eine Schnittmenge zwischen Funktionselite und außerhalb des Regelsystems stehenden bildet, dürften die Gefühle eher ambivalent sein, denn es fehlt die Gewissheit um eine mögliche Strafverfolgung etc. Allerdings könnte das Wissen im Bereich „Korruption“ hier beruhigend wirken. Denn auch im Süden scheint man vor diesem Phänomen nicht wirklich gefeit zu sein.

Alles woran man einmal glaubte war falsch? Schlechte Basis für einen Neuanfang

Für diejenigen, die innerhalb des Regelsystems stehen dürfte es dagegen wirklich schwer vorstellbar sein, unter einem neuen System mit völlig neuen Vorzeichen zu leben. Vermutlich haben sie das alte Regelsystem nicht verlassen, weil sie seine Werte verinnerlicht hatten und vielleicht sogar daran glaubten. Wenn diese Regeln plötzlich in weiten Teilen nichtig sein sollen, dann dürfte das einen ungeheuren Schock auslösen. Es gibt bei Berichten über Flüchtlinge im Süden immer wieder Hinweise darauf, dass sie eine Art moralische Schwierigkeiten im Umgang mit Geld haben. Sowas ist ein Problem in einer Marktwirtschaft. Wenn das einen großen Teil der Bevölkerung betrifft, der sich als Verräter an der Wahrheit fühlt, dann dürfte die Integration dieses Teils in die neue Gesellschaft schwerfallen. Unter solchen Voraussetzungen ein neues Staatsgebilde zu errichten ist eine ganz schöne Herausforderung.

Nützlich oder nicht. Individuelle Fähigkeiten

Das ist natürlich ein extrem weites Feld, das ich bewusst offen gehalten habe. Es geht nicht nur um berufliche Qualifikationen, sondern auch darüber hinaus um das ganz normale Leben unter den Bedingungen einer kapitalistischen Gesellschaft.

Fit für das Leben im Kapitalismus?

Es gibt zwar Berichte darüber, dass es eine wachsende Zahl von Kreditkarten in Nordkorea gibt. Aber wieviele Nordkoreaner wurden wohl noch nie mit Plastikgeld konfrontiert und wieviele haben wohl wirklich einen Sinn für die Funktionsweise, die dahinter steht. Ich meine, wir in Deutschland leben schon ziemlich lange in einer kapitalistischen Gesellschaft. Trotzdem ist jeder zehnte überschuldet. Was passiert wohl, wenn man 24 Millionen Nordkoreaner Kreditkarten gibt und sie dann mal machen lässt? Da werden vermutlich auch ein paar Schuldenopfer bei rauskommen. Und was passiert, wenn man zu 24 Millionen Nordkoreanern sagt: Nein, ihr seid nicht in der Lage Kreditkarten zu benutzen? Hm. Es wird öfter mal über Betrügereien unter nordkoreanischen  Flüchtlingen im Süden berichtet. Vieles hat mit Leichtgläubigkeit der wenig erfahrenen Neuankömmlinge zu tun, die ihr Willkommensgeld irgendwelchen windigen Helfern in den Rachen werfen. Gut möglich, dass mancher Nordkoreaner anfällig für solche Betrügereien ist. Daraus könnten sich bei einer Wiedervereinigung echte Probleme ergeben.

Heer entwaffnen und in den Ruhestand schicken? Schwierig.

Aber das ist natürlich bei weitem nicht alles. Was macht man wohl mit einem Heer von 2 Millionen Leuten. Bestimmt nicht behalten. Was macht man mit den Soldaten und Offizieren? Soweit ich weiß hat das in Deutschland recht gut geklappt, obwohl der Großteil der ehemaligen NVA Offiziere in die Röhre guckte. Interessant ist hier vielleicht auch der Hinweis, dass die NVA zuletzt aus 155.000 Menschen bestand. Das ist noch nicht einmal ein Zehntel der Leute die in der Koreanischen Volksarmee dienen. Ein Hauptproblem von Staaten ist es immer, die Leute unter Kontrolle zu halten, denen man Waffen in die Hand gegeben hat, damit sie den Staat verteidigen. Und von 2 Millionen Leuten die Waffen einzusammeln um dann zu sagen:  „Danke Leute, netter Job, jetzt geht nach Hause und lernt was vernünftiges, dann kann die Gesellschaft euch bald wieder brauchen“ ist wahrscheinlich nicht so einfach. Da muss man sich wohl was überlegen. Und wenn man sich was Schlechtes überlegt, hat man ein paar zehntausend Ex-Offiziere, die nichts gelernt haben, als Soldat für einen anderen Staat zu sein und die plötzlich nichts mehr zu tun haben. Man muss nicht sonderlich kreativ sein, um da Probleme kommen zu sehen.

Arbeitskräfte ohne Arbeit…

Aber vermutlich werden  auch viele von den Leuten, die ganz normale Berufe ausüben, so ihre Schwierigkeiten haben. Sie kennen vielleicht nicht die neueste Technik, verwenden veraltete Methoden, oder haben Berufsbilder gelernt, für die im neuen Staat kein Platz mehr ist. Was macht man mit denen? Ausbilden. Das ist teuer und man weiß nicht, ob die Investition lohnt, weil man nicht weiß, ob sie wirklich in der Gesellschaft klarkommen. Also in einfachen manuellen Jobs einsetzen. Das trägt erstens nicht wirklich zu ihrem Wohlstand bei (was aber zur Legitimation des neuen Staates wohl nötig wäre) und zweites nicht zu ihrer Zufriedenheit. Denn wer eine halbwegs interessante Arbeit halbwegs gern gemacht hat, den wird es nicht gerade freuen, wenn er jetzt auf einmal nur noch fürs Straßekehren oder das Müllwegfahren gut sein soll. Noch frappierender ist das natürlich bei Akademikern. Aber vielleicht sind die ja auch so gut ausgebildet, das die gut unterkommen. Ansonsten hat man einen Haufen frustrierter und sich missachtet fühlender Leute,  die aber einiges können und ganz pfiffig sind. Auch so eine Kombination kann schnell gefährlich werden. Ihr erinnert euch an den Una-Bomber. Ein einzelner Mann, der sich in seiner Gesellschaft nicht wohl fühlte und deshalb über Jahrzehnte Attentate verübte. Soweit muss es noch nichtmal kommen, aber auch andere Formen aktiven oder passiven Widerstandes eines großen Teils der neuen Bevölkerung können für Probleme sorgen.

Nur ein kleiner Ausschnitt einer großen Herausforderung

So, das waren mal meine basalen Überlegungen zu den Herausforderungen, die eine koreanische Wiedervereinigung auf Ebene der Menschen beider Koreas mit sich bringen kann. Ich weiß, dass es noch viele Aspekte geben dürfte, die ich vergessen oder vernachlässigt habe, aber erstens bin ich kein Hellseher und zweitens war das eine sehr subjektive und eher impulsive Auswahl. Wenn ihr mögt könnt ihr eure Gedanken gerne beifügen, denn ich bin mir sicher, dass der Eine oder Andere von euch dazu auch recht differenzierte Ideen hat. Außerdem sind das natürlich bei weitem nicht alle Probleme, die sich bei einer Wiedervereinigung stellen werden. Nikola hat das ja sehr schön mit seiner Serie zum Verkehr auf der Koreanischen Halbinsel belegt. Genauso müsste man dann noch über die Verwaltung sprechen, über den Aufbau der nordkoreanischen Wirtschaft etc. pp die Liste kann man noch ganzschön lange weiterführen.

 

5 Antworten

  1. Frage zur Arbeitsverlust wegen Südkoreaner. In der DDR gab es auch massenhaft Jobverlust und es wurde Arbeitslosigkeithilfe (oder so :P) eingeführt und nun geht es wieder :>

  2. Ich wollte ja „nur“ mal erwähnen, das Regimekollaps nicht unbedingt Wiedervereinigung heißen muss.

    • Und damit hast du natürlich auch vollkommen recht. Vielleicht wäre das insgesamt mal ein interessantes Thema, dem ich mich widmen könnte…

  3. Aus der Sowjetunion sind doch auch mehrere Eigenständige Staaten entstanden….wieso soll das in Korea nicht auch gehen? Der Süden betrachtet doch den Norden mehr oder minder sowieso nur als lästiges Anhängsel.

    • Die Frage ist natürlich vollkommen legitim. Aber das war hier nicht das Thema, sondern es ging um mögliche Probleme bei einer Wiedervereinigung. Und eine Wiedervereinigung ist noch nicht vollkommen abwegig. Immerhin ist es bisher nich die politische Linie beider Staate, eine Vereinigung anzustreben. Außerdem war es ja hier gerade das Ziel, die Punkte mal ein bisschen näher zu beleuchten, die einer Wiedervereinigung im Weg stehen könnten. Und diese Hindernisse muss man eben mindestens genauso im Norden wie im Süden suchen…
      Was die Sowjtunion angeht: Die bestand auch aus mehreren zwangsweise zusammengebundenen Staat. Korea besteht aus zwei zwangsweise getrennten Staaten. Da gibt es also einen markanten Unterschied.

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