„quick & dirty #1“ Nordkoreas SWZ-Pläne — Tut sich was in NKs Wirtschaft oder nicht?

So meine Lieben, da ich irgendwie trotz allen Bemühungen nicht in der Lage scheine, meine Zeitbudgetrestriktionen in den Griff zu bekommen, muss ich vielleicht meine Art der Beitragsproduktion darauf anpassen. Heute ist ein guter Zeitpunkt das mal auszuprobieren, denn insgesamt habe ich nur ne dreiviertel Stunde und das soll reichen, was zu finden und zu produzieren, das sich für euch lohnt und meinen Ansprüchen entspricht. Dementsprechend werde ich es heute mal, wie es ein Kollege kürzlich in herrlich blödem Werbeagenturdeutsch formulierte, „quick and dirty“ versuchen…

Das heißt es gibt nicht superviele Links und auch kaum wörtliche Zitat, keine supergeschliffene Gedanken, sondern eine zentrale Info und dazu ein paar grob formulierte Ideen bzw. Gedanken. Werde versuchen ob ich das hinkriege und würde mich über Feedback freuen. So, also freut euch auf „quick & dirty #1“.

Info: Nordkoreas SWZ-Pläne

Und da hab ich direkt mal eine Info, die ich ziemlich heiß, aber auch irgendwie ziemlich fragwürdig finde:
Und zwar will Nordkorea seine wirtschaftliche Entwicklung über Sonderwirtschaftszonen ähnlich denen in Rason und Kaesong weiter vorantreiben (eine dritte, wird bisher wenig erfolgreich auf Flussinseln zwischen China und Nordkorea nahe Sinujiu entwickelt). Dazu wurde eine Konferenz abgehalten und eine Behörde (die jetzt als „Nichtregierungsorganisation bezeichnet wird) umbenannt. In einem Interview bei KCNA verkündete Ri Chol Sok, der Vize-Chef „Korea Economic Development Association“ unter anderem, dass Nordkorea verstärkte Bemühungen in die Entwicklung lokaler SWZs ähnlich der in Rason lege.

Meine Gedanken

Die Tatsache, dass Nordkorea verstärkte Hoffnung und auch mehr Engagement in die wirtschaftliche Entwicklung legt, ist nicht neu. Neu ist aber, dass man scheinbar SWZ offensiv vorantreiben will, was für mich nach einem Entwicklungsmodell nach chinesischem Vorbild aussieht.

Allerdings ist es wie so oft im Falle Nordkoreas. Das klingt erstmal gut, aber im Endeffekt kommt es auf die Substanz an, die hinter den Worten steht und auch auf den politischen Willen.

Weiterhin ist zu bedenken, dass das Beispiel Kaesong auf internationale Investoren eher abschreckend wirken könnte.

Den Terminus „Nichtregierungsorganisation“ finde ich sehr witzig. In Nordkorea ist momentan (noch) alles politisch und alles politische ist Sache der Führung. Es kann also keine Nichtregierungsorganisationen geben.

Ein positives Momentum für ein wirtschaftsorientierteres Entwicklungsmodell könnte sich aus den nicht ganz schlechten Rahmenbedingungen ergeben. Nordkorea hat sich aktiv um die Freundschaft anderer Staaten bemüht, beispielsweise kommen positive Signale aus der Mongolei. Außerdem ist die neue Präsidentin Südkoreas solchen Initiativen scheinbar deutlich weniger abgeneigt als ihr Vorgänger. Das sieht man beispielsweise daran, dass sie selbst gerade eine „verlängerte Seidenstraße“ vorgeschlagen hat, die von Europa aus durch Russland und Nordkorea nach Südkorea reichen soll. Das Projekt ist nicht neu, aber dass Park darüber spricht kann man als Chance sehen.

Ausblick

Wir werden sehen, was aus den Bemühungen Nordkoreas wird, aber ich glaube es ist dort eine Entscheidung zu Gunsten wirtschaftlicher Entwicklung gefallen, die man bald nicht mehr rückgängig machen kann, selbst wenn man will. Und dann ist das Land in einem Prozess drin, der auch zu politischen Veränderungen führen wird. Wie die allerdings aussehen, dass muss die Zukunft zeigen.

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Weitere gute Analysen dazu von Voice of America und NKNews.

Eine Antwort

  1. Hallo Tobias, kurz und bündig! Mach weiter so!

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