Interessante Veranstaltungen zu Nordkorea im Februar in Berlin, Hamburg, Kiel und Stuttgart


Auch auf die Gefahr hin ein bisschen redundant zu sein, möchte ich heute Aufgrund der Vielzahl wirklich spannender Veranstaltungen in den nächsten Wochen doch nochmal einen kleinen Ankündigungsblock einschieben, damit keiner der Zeit und Lust hat einen der durchweg besuchenswerten Termine verpasst.
Wenn das alles für mich nicht so superweit weg wäre (Hamburg und Berlin), würde ich ganz sicher auf ein oder zwei der Veranstaltungen auftauchen, aber für einen Abend zehn Stunden oder so mit dem Zug unterwegs sein, da habe ich keinen Bock drauf. Naja was ich nur sagen will: Jede der Veranstaltungen lohnt sich und um nicht noch redundanter zu wirken werde ich das jetzt nicht mehr extra jedes Mal sagen.

12.02. Hamburg

Ich gehe einfach mal chronologisch vor: Schon übermorgen dem 12.02. um 19h wird es in  Hamburg (Neuer Jungfernstieg 21, 20354 Hamburg) ein GIGA-Forum geben, das von Patrick Köllner (der sich prima in der Region auskennt) moderiert wird. Auf dem Podium sitzen zwei echte Hochkaräter. Zum einen Rüdiger Frank, den die FAZ nicht zu Unrecht vor allem auf Grund seiner relativ einmaligen Nordkorea-Expertise zu einem der 50 einflussreichsten deutschen Ökonomen gekürt hat und dessen Arbeit auch ich einfach prima finde. Zum anderen der ehemalige britische Botschafter in Pjöngjang James Hoare.  Organisiert wird das Ganze vom GIGA in Kooperation mit der Deutsch-Koreanische Gesellschaft Hamburg (DKGH) und dem Ostasiatischer Verein (OAV).

Hier könnt ihr euch schonmal einen kleinen Eindruck von ihm machen.

17.02. Hamburg

Nächste Woche, am 17.02. um 19h gibt es schon wieder in Hamburg (KörberForum – Kehrwieder 12, 20457 Hamburg, Hamburg) was feines. Da gibt es von der Körber-Stiftung eine Diskussionsveranstaltung mit Jang Jin-sung. Für diejenigen, denen es nach Hamburg zu weit ist (also z.B. mich) gibt es coolerweise einen Livestream, den ihr auf der oben verlinkten Seite findet. Wie ich gerade gesehen habe, steht auf der Seite, dass alle Plätze belegt sind, aber ich glaube wenn ich in Hamburg wäre würde ich da einfach mal anrufen. Jang ist einer der führenden Köpfe hinter News Focus International. Er war vor seiner Flucht aus Nordkorea im Jahr 2004 Teil des Regimes und arbeitete für das United Front Department. Ich denke, dass er über einen ganz anderen Blick auf Nordkorea verfügt als wir und einige Aspekte des Systems, die uns unverständlich erscheinen, gut und einfach erklären kann.

19.02. Berlin

Und weil es sich für Jang wohl nicht lohnt, für einen Termin nach Deutschland zu kommen, tritt er am 19.02. um 19h nochmal in Berlin in der Gedenkstätte Hohenschönhausen (Genslerstraße 66, 13055 Berlin) auf. Organisiert hat das Ganze die Europäische Allianz für Menschenrechte in Nordkorea, eine ganz interessante Organisation, die sich vor allem dafür einsetzt, die Aufmerksamkeit für die Menschenrechtssituation in Nordkorea zu steigern, die Informationsbasis zu verbessern und seriöse Forschung zu dem Thema zu fördern.

17.-22.02. Berlin und 20.-25.02. Kiel

Ebenfalls in Berlin gibt es vom 17. bis 22.02. die 2. DVR Korea-Filmwoche im Babylon Kino (Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178  Berlin) zu erleben. Vielleicht erinnert sich der Eine oder Andere von euch: Vor gut zwei Jahren gab es schonmal sowas Ähnliches, damals war es nur ne Art Tournee, bei der nordkoreanische Filme in verschiedenen Städten Deutschlands gespielt wurden. Scheinbar hat man in diesem Jahr (ich bin auch gerade überrascht, das war mir nämlich bisher entgangen) wieder die gleichen Kinos im Programm wie 2011.
Das heißt für die Nordlichter gibt es vom 20. bis 25.02. in der Pumpe in Kiel (Haßstraße 22, 24103 Kiel) ebenfalls die DVRK Nordkorea Filmwoche. Ob es auch in Köln wie 2011 Veranstaltungen gibt, konnte ich bis jetzt nicht rausfinden, aber das war auch schon damals ein bisschen undurchsichtig. Ich werde mal die Augen offen halten.
Das Programm ist ziemlich umfangreich, deshalb werde ich das hier nicht im Detail auswalzen (könnt ihr ja selber nachlesen), aber wenn ihr euch für nordkoreanisches Kino interessiert oder, was ich sehr spannend fände, für Dokus aus Nordkorea, dann solltet ihr euch das mal angucken. Außerdem dürfte es an beiden Standorten zumindest einen Termin mit nordkoreanischen Filmschaffenden und vermutlich auch Botschaftsleuten geben. Den könnt ihr euch ja mal gesondert vormerken.

17.02. Stuttgart

Zuletzt noch eine Veranstaltung, die vielleicht nicht ganz so hoch hängt, wie die vorgenannten, die ich mir aber auch anschauen würde, wenn ich da wäre. Am 17.02. 19h wird die Friedrich-Naumann-Stiftung in Stuttgart (Hotel Sautter, Johannesstr. 28, 70176 Stuttgart) eine Vortragsveranstaltung mit Lars-André Richter durchführen. Der ist Chef des Regionalbüros der Stiftung in Seoul (damit Nachfolger von Walter Klitz, an den ihr euch vielleicht durch das Interview auf diesem Blog erinnert) und damit auch für die vielfältigen und interessanten Aktivitäten in und zu Nordkorea zuständig. Er dürfte interessantes aus der Praxis zu erzählen haben, auch wenn ich mit ihm in seinen Bewertungen nicht immer auf einer Linie liege.

Viel Spaß

Naja, ihr seht, es gibt einiges interessantes in den nächsten Tagen und Wochen und für fast alle Regionen in Deutschland ist was dabei, außer wenn man eher im Westen wohnt ist blöd. Aber das wird bestimmt auch bald besser und bis dahin wünsche ich euch interessante Veranstaltungen und so.

Update (12.02.2013): Was Nordkorea mit Deutschland gemeinsam hat und warum ich ein paar Tage weg bin


Update (12.02.2013):                            Fyi:

Pyongyang, February 12 (KCNA) — The Korean Central News Agency released the following report on Tuesday:

The scientific field for national defence of the DPRK succeeded in the third underground nuclear test at the site for underground nuclear test in the northern part of the DPRK on Tuesday.

The test was carried out as part of practical measures of counteraction to defend the country’s security and sovereignty in the face of the ferocious hostile act of the U.S. which wantonly violated the DPRK’s legitimate right to launch satellite for peaceful purposes.

The test was conducted in a safe and perfect way on a high level with the use of a smaller and light A-bomb unlike the previous ones, yet with great explosive power. It was confirmed that the test did not give any adverse effect to the surrounding ecological environment.

The specific features of the function and explosive power of the A-bomb and all other measurements fully tallied with the values of the design, physically demonstrating the good performance of the DPRK’s nuclear deterrence that has become diversified.

The nuclear test will greatly encourage the army and people of the DPRK in their efforts to build a thriving nation with the same spirit and mettle as displayed in conquering space, and offer an important occasion in ensuring peace and stability in the Korean Peninsula and the region.

Wie gesagt: Ich bin gerade für ein paar Tage unterwegs. Frühestens gibt es was von mir am Donnerstag oder Freitag. Aber ihr seid herzlich eingeladen darüber zu diskutiren, zu kommentieren oder hinzuweisen. Ich werde zusehen, dass ich ab und zu moderieren kann.

Ursprünglicher Beitrag (10.02.2013): Ich wollte mich nur kurz für ein paar Tage abmelden (was ich eigentlich nicht tun würde, wenn ich es nicht für möglich hielte, dass man Anfang der Woche in Nordkorea einen Nukleartest durchführen würde und ihr vielleicht danach verwundert gewesen sein würdet, wenn ich dann nichts dazu zu sagen gehabt haben würde (ich glaube ich habe hier ein falsches Tempus gewählt, aber die Mischung aus Konjunktiv und Futur III hat mich einfach zu sehr gereizt…)) und daran ein paar kleine Gedanken über Basisfunktionen von politischen Systemen anschließen und dass diese Funktionen sich in ihrer Umsetzung manchmal ähnlicher sind, als man das denken mag (es sind keine bahnbrechenden Erkenntnisse, aber ich fand es irgendwie interessant darüber nachzudenken).

Ein Berlintrip

Der Grund meiner angekündigten Abwesenheit ist ein Besuch in der Bundeshauptstadt. Und zwar in der eben genannten Hauptstadtfunktion. Ich fahre nach Berlin und besuche meinen Abgeordneten. Das finde ich ganz interessant, weil man einige Einblicke in den Politikbetrieb erhält und einige Zugänge, die sonst ein bisschen schwieriger zu realisieren sind. Schön daran ist auch, dass ich eigentlich nichts zu organisieren brauch. Es ist quasi alles inklusive und das ist eine Erfahrung, die ich sonst auf egal welchen Reisen nicht kenne. Weiterhin — und das ist für mich ein sehr zentraler Punkt —  ist die Reise sehr, sehr kostengünstig. Organisiert und getragen wird das Ganze vom Bundespresseamt, das dazu schreibt:

Das Bundespresseamt betreut auch die Besucherinnen und die Besucher der Bundestagsabgeordneten. Jede und jeder Abgeordnete kann jährlich drei Besuchergruppen aus seinem Wahlkreis nach Berlin einladen. Das sind 105.000 Bürgerinnen und Bürger im Jahr. Feste Programmpunkte dieser Besuche sind neben Gesprächen mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages Termine im Bundeskanzleramt, im Bundespresseamt und in den Ministerien. Darüber hinaus führen diese Informationsreisen in Museen und Gedenkstätten zur neueren deutschen Geschichte.

Ich halte das Ganze für eine gute Sache, nicht nur, weil  ich günstig nach Berlin kommen und nebenbei ein paar Freunde besuchen kann, sondern auch, weil das ein bisschen auch eine Aufgabe einer Demokratie ist, wie ich sie verstehe. Die gewählten Repräsentanten und die Regierung müssen den Bürgern zeigen, was sie machen (also Transparenz und Verantwortlichkeit zeigen) und sie müssen den Menschen Zugang gewähren, soweit das möglich ist. Die Besuchsreisen die das Bundespresseamt veranstaltet kann man unter diesem Gesichtsprunkt sicherlich gutheißen.

Eine kleine Assoziation

Allerdings kam mir im Vorfeld des Trips noch eine andere Assoziation. Ich erinnerte mich an eine Reihe von Artikeln, die Ende 2011 bei KCNA erschienen  und die ich damals ganz witzig fand. Die überschriften lauteten immer irgendwie so wie: Jagang Provincial Innovators Arrive in Pyongyang und es ging eigentlich immer darum, dass Innovatoren aus verschiedenen Provinzen oder Fabriken nach Pjöngjang kamen und dort dann verschiedene Orte besucht haben.

Irgendwie dachte ich dann jedenfalls: Ist ja garnicht so unähnlich. Die Regierung holt Leute aus der Provinz in die Hauptstadt und verwöhnt sie da ein bisschen. Nungut: Ich würde mich jetzt nicht unbedingt als Innovator bezeichnen (obwohl ich den Titel Innovator schon ziemlich cool finde), so viele Orden wie der durchschnittliche Teilnehmer aus der nordkoreanische Reisegruppe habe ich auch nicht zu bieten und auch einen so herzlichen Empfang wie er den Nordkoreanern in Pjöngjang zuteilwurde, kann ich mir nicht erhoffen. Aber wenn man ein bisschen abstrahiert, dann finden sich im Endeffekt schon ein paar Überschneidungen.

Die Gemeinsamkeiten

In beiden Fällen gehören der Reisegruppe irgendwie privilegierte Menschen an. In Nordkorea ist es selbstredend und in Deutschland hat man es sich recht schnell erschlossen. Es wird wohl selten der Fall sein, dass da jemand mitfährt, der nicht irgendwie Zugang zu seinem Abgeordneten oder einer „wichtigen“ Gruppe hat. Also wohl hauptsächlich Leute, die irgendwie aktiv am politischen Prozess partizipieren. Träger des Systems auf einer untergeordneten Ebene. In Nordkorea das Gleiche. Diese Leute werden dann in beiden Ländern die Hauptstadt gebracht und vom System gut behandelt. Man bekommt etwas geschenkt, nur weil man Teil eines Systems ist. Das ist sowas wie eine kleine Machtdemonstration. Wenn ich als kleines Licht, dessen Leistungen bisher begrenzt waren (nungut, die Leistungen der nordkoreanischen Innovatoren dürften ein bisschen größer gewesen sein, als die der durchschnittlichen deutsche Gruppe), schon jetzt einfach so ein Geschenk gemacht bekomme, was muss denn dann noch auf mich warten, wenn ich mal bedeutender werde? Gleichzeitig demonstriert die Einladung Anerkennung: Du bist wichtig für das System und das würdigen wir.

Deshalb kann man sagen, dass beide Systeme, so grundverschieden sie auch sein mögen, hier irgendwie das selbe tun. Sie binde die potentiellen Eliten an sich und fördern damit ihre Reproduktionsfähigkeit. Sie stärken die Zufriedenheit der Eliten und garantieren so, dass das System auch weiterhin über ausreichend Träger verfügt. Sie binden die Provinz an sich und stützen damit den regionalen Zusammenhalt des Landes. Irgendwie legen sie auch Rechenschaft über ihre Arbeit ab, indem sie den Besuchern demonstrieren, was sie in der Hauptstadt geleistet und aufgebaut haben und wie ihre politische Arbeit funktioniert. Durch den Besuch von Orten politisch/ideologischer Bedeutung werden die Besucher auch an die Ideenwelt des Systems gebunden und es wird damit eine mentale Verbindung geschaffen.

Gleiche Zielsetzungen

Wie ich am Anfang bereits sagte, das sind jetzt keine bahnbrechenden Erkenntnisse oder so, aber ich fand die Idee doch irgendwie interessant, wie ähnlich manche Dinge in beiden Staaten funktionieren. Ich meine: Naklar. Es ist kein Geheimnis, dass auch in ihren Grundlagen sehr unterschiedliche politische Systeme mit gleichen Herausforderungen und Aufgaben umgehen müssen, um ihr Fortbestehen zu sichern und das ist oberstes Ziel jeden politischen Systems (auch wenn man bei Demokratien nicht so gerne darüber nachdenkt. Aber es ist ja kein Geheimnis, dass unsere Verfassung es verbietet, ein undemokratisches System einführen zu wollen (und das finde ich auch gut so), aus diesem Gesichtspunkt also nicht besonders demokratisch ist (oder glaubt ihr, dass ihr jemals in einer demokratischen Abstimmung für die Abschaffung der Demokratie stimmen könnt?)). Aber in den wenigsten Fällen sehen sich die Lösungswege so ähnlich, wie in dem von mir beschriebenen.

Wenn‘s knallt, dann knallt‘s. Aber vielleicht knallt’s ja garnicht…

Naja, lange Rede kurzer Sinn: Sollte Nordkorea in den nächsten Tagen einen Test durchführen, dann müsst ihr euch erstmal anderweitig informieren. Aber vielleicht kommt ja auch garkein Test. Tad Farrell von NK News hat dazu eine interessante Analyse geschrieben, in der er die aktuelle Situation und die medialen Veröffentlichungen Pjöngjangs mit denen vor den Tests 2006 und 2009 vergleicht (wobei er leider ein paar wichtige Statements außen vor lässt) und zu dem Schluss kommt, dass die ganze aktuelle Hysterie auch eine strategische Finte Pjöngjangs sein könnte. Mich überzeugt er allerdings damit nicht wirklich. Ich warte erstmal weiter auf den Test. Bis dahin, oder vielleicht nicht, wünsche ich euch ein paar nette Tage…

UPDATE: Nordkoreanische Filme in Berlin, Kiel und Köln — Termine sind da


Update II (06.10.2011): In Berlin ist die Veranstaltung ja mittlerweile zuende gegangen. Aber in Kiel gibts noch vier Filme zu sehen (wie man hört, platzte der Saal dort nicht gerade aus allen Nähten (wobei ich nicht weiß wie es bei allen Terminen war) und in Köln hat es noch garnicht angefangen. Leider scheint es da außer einer Fotoausstellung aber kein großartiges Rahmenprogramm zu geben. Naja, wenigstens gibt es jetzt hier das gedruckte gepdfte Programm für die Veranstaltung mit Grußworten und Filmbeschreibungen. Für drei der Filme habe ich hier noch eine kurze Besprechung gefunden, die vielleicht hilfreich ist, wenn man sich „Lighthouse“, „An Unattached Unit“ oder „A Forrest Is Swaying“ anschauen will. Als Nachlese für Berlin habe ich noch zwei relativ interessante Beiträge im Berlin-blog von NPR gefunden. Einmal über die Eröffnungsveranstaltung und einmal über ein Interview mit den nordkoreanischen Filmschaffenden, die vor Ort waren (und die, wenn man dem Artikel folgt, scheinbar nette und offene Leute sind (mit filmischer Vorliebe für James Bond)).

Updatebeitrag (17.09.2011): Die Leute vom Koreaverband haben sich scheinbar schlau gemacht und einige weitere Infos zu den DVRK-Filmwochen, die in diesem und dem kommenden Monat in Berlin, Kiel und Köln stattfinden werden, gefunden.

Babylon Berlin: Vom 24.09. bis zum 01.10.

Neben dem Veranstaltungsplan für Kiel, der ja schon feststeht, ist jetzt auch das Programm im Babylon (Rosa-Luxemburg Straße 30 in Berlin) bekannt. Dort werden vom 24.09. bis zum 01.10.2011 täglich mindestens zwei der nordkoreanischen Filme über die Leinwand flimmern. Zur Eröffnung wird am Freitag dem 23.09. ab 11.30 Uhr ein Medien- und Filmgespräch zur ersten Filmwoche der Demokratischen Volksrepublik Korea in Deutschland im Oberen Foyer des Babylon stattfinden, zu dem neben der Delegation nordkoreanischer Filmschaffender auch der Koordinator des Projekts, Dr. Uwe Schmelter (ehemaliger Regionalleiter des Goethe-Instituts in Ostasien) Rede und Antwort stehen. Am 24.09. wird die Veranstaltung dann mit Ansprachen (kann mir vorstellen, dass da dann auch wieder der nordkoreanische Botschafter in Deutschland sprechen wird), eröffnet. Außerdem gibt es eine Ausstellung nordkoreanischer Filmplakate zu sehen. Die konkreten Ausstrahlungstermine könnt ihr auf der Seite des Koreaverbandes finden.

Filmhaus Kino Köln: Vom 19.10 bis zum 25.10

In Köln wird die Filmwoche vom 19.10. bis zum 25.10.2011 vom Allerweltskino veranstaltet, aber im Filmhaus Kino Köln in der Maybachstraße 111 über die Bühne/Leinwand gehen. Hier läuft die Veranstaltung unter dem Namen „Über die Bauweise von Paradiesen“. Es ist noch kein Programmflyer veröffentlicht, sondern nur die Filmtermine, daher kann ich nichts über ein eventuelles Rahmenprogramm sagen.

Zu vielen der Filme, die im Rahmen der Filmwoche gezeigt werden, könnt ihr auf dem englischsprachigen Blog North Korean Films kurze Besprechungen und Anschauungsmaterial finden, außerdem gibt es da noch einige interessante Hintergründe zum nordkoreanischen Film.

Fernsehtipp

Für diejenigen, die nicht zufällig in Berlin, Köln oder Kiel wohnen, gibt es einen kleinen Trost, denn auf ARTE gibt es am 01.10.2011 um 14:30 den französischen Film „Nordkorea für Einsteiger“ zu sehen. Der kommt zwar nicht aus der DVRK, nutzt sie aber quasi als Kulisse und wird als Mischform zwischen fiktionalem und dokumentarischem Film beschrieben (die Story und die Figuren sind erfunden, aber auf die Kulisse wird kein Einfluss genommen). Ich weiß nicht ob es sich lohnt den Film anzuschauen, aber das kann sich  jeder selbst überlegen.

Veranstaltungshinweise: Nordkoreanische Musik und Filme in mehreren deutschen Städten


Die Tatsache, dass sich in diesem Jahr die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Nordkorea zum zehnten Mal jährt, ist bisher noch nicht wirklich ein großes Thema gewesen. Nun nehmen aber zwei wirklich interessante Veranstaltungen aus dem Feld der kulturellen Kooperation dieses Datum als Aufhänger, um für sich zu werben. Und damit ihr die Veranstaltungen nicht verpasst/überseht möchte ich euch kurz darauf aufmerksam machen.

Nordkoreanische Musiker (und Musik) in Freiburg, Hamburg und Berlin

Das erste Projekt kommt aus dem Bereich Musik. Prof. Dr. Bernhard Wulff , ein Hochschullehrer an der Freiburger Musikhochschule hat eine Zusammenarbeit deutscher und nordkoreanischer Musiker angestoßen, bei der der Schwerpunkt auf den beiden traditionellen koreanischen Instrumenten Changuu (eine Art Trommel) und Kayagum (so ähnlich wie eine Zither) liegt. Die Musiker werden für vier Tage gemeinsam arbeiten und die Ergebnisse der Kooperation dann im Rahmen von Konzerten in Freiburg, Hamburg, Berlin und Pjöngjang vorstellen. Leider konnte ich bisher nur den Termin für das Konzert in Freiburg finden, dass am 04.09. um 17:00 im Augustinum stattfinden wird. Wenn jemand schon was über die Konzerte in den anderen Städten gehört hat (ich vermute, dass sie nach dem Termin in Freiburg stattfinden), freut es mich, wenn er mir bescheidgibt.

Filmwochen mit spannendem Rahmenprogramm in Kiel, Köln und Berlin

Die zweite Veranstaltung soll den nordkoreanischen Film für deutsche zugänglich machen. Dazu werden in Berlin, Köln und Kiel sowohl aktuelle, als auch ältere nordkoreanische Filme gezeigt. Neben den 13 nordkoreanischen Filmen, die in Kiel zwischen dem 25.09 und dem 16.10. vorgeführt werden (ein Programm für Kiel gibt es hier), bietet die Tournee durch die drei Städte auch noch ein spannendes Rahmenprogramm. Eine Gruppe nordkoreanischer Filmschaffender begleitet die Veranstaltung und soll soweit ich das verstanden habe auch an den drei Veranstaltungsorten für Gespräche mit den  Besuchern bereitstehen. Die Delegation besteht aus Frau Ryom Mi Hwa, Geschäftsführerin der Korean Film Import and Export Corporation (Korfilm) aus Pjöngjang, Herrn Pak Jong Ju, Regisseur der 2. und 3. Folge des Films The Country I Saw und Verdienter Künstler des Volkes der DVR Korea, sowie Herr Choe Il Sim, Drehbuchautor des Films The Country I Saw. Zumindest in Kiel wird auch der Botschafter der Demokratischen Volksrepublik Korea in Deutschland, Ri Si-hong zur Eröffnung der Filmwoche am 25.09. erwartet. Außerdem werden zwei der Filmvorführungen noch durch Gastvorträge ergänzt. Am 04.10. wird der Journalist Malte Herwig zu Filmindustrie und Filmkunst in Nordkorea referieren und am folgenden Tag wird Bernd Göken, der Geschäftsführer der Hilfsorganisation Cap Anamur über seine Erfahrungen im Rahmen seiner Reise nach Nordkorea berichten, von der er erst kürzlich zurückkehrte.

Für mich klingt das nach nem ziemlich guten Programm. Leider konnte ich auch hier nur vernünftige Info für Kiel finden. In  Berlin soll die Filmwoche wohl am 24. 09. starten und im Babylon Kino stattfinden und wo und wann es in Köln stattfinden wird, weiß ich nicht. Aber wenn dort das Programm ähnlich umfangreich ist wie in Kiel, dann ist das wohl definitiv einen Besuch wert. Wenn ihr also Infos über die Veranstaltungen in Köln und Berlin habt, freue ich mich auch hier über sachdienliche Hinweise.

Wenn ihr euch zu einigen der Filme näher informieren möchtet, dann kann ich euch für einen schnellen Überblick entweder die Seite des Veranstalters empfehlen, oder das  Blog „North Korean Films„, wo einige der Filme die ausgestrahlt werden, schon besprochen wurden.