Liebesgrüße aus Moskau: Wird Russlands Nordkoreas Ansprechpartner Nummer 1?


Seit ein paar Wochen habe ich mir vorgenommen, mir das Thema „Russland und Nordkorea“ nochmal etwas näher anzugucken. Warum? Naja… (sorry für spanisch, aber auf Deutsch gibt es das nicht…)

Es scheint mir nämlich, als habe der an Schärfe immer weiter zunehmende Konflikt Russlands mit den „westlichen Staaten“, also denen, von denen man sagen könnte, dass sie den Kalten Krieg gewonnen haben, auch Implikationen für die Beziehungen zwischen Pjöngjang und Moskau. Nicht nur aktuelle Meldungen, Kim Jong Un würde im Mai in Moskau an der Feier zum 70. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Deutschland (eigentlich wollte ich noch „Nazi-“ davorhängen. Aber hey, man sollte sich auch nicht allzuviel von seiner eigenen Geschichte distanzieren, sonst verlernt man schnell Verantwortung zu übernehmen, wenn es angesagt ist.) teilnehmen, deuten auch darauf hin, dass sich etwas ändert in diesen Beziehungen. Generell scheinen sie sich stetig zu verbessern.

Was die anderen schreiben…

Naja und wenn ich sowas sehe, finde ich es spannend und will mich damit beschäftigen. Erstmal habe ich deshalb mal nachgelesen, was in letzter Zeit so dazu geschrieben wurde und fand dies, relativ übersichtlich. Zwar gab es bei 38 North im letzten Jahr ein paar Artikel dazu, auch the Peninsula hat das auf dem Schirm und sogar unter die zehn Themen aufgenommen, die man 2015 mit Blick auf die Koreanische Halbinsel im Auge behalten sollte und natürlich ist auch Witness to transformation nicht entgangen, dass da was passiert, das auch im Zusammenhang mit den nordkoreanisch-chinesischen Beziehungen gesehen werden kann. Dass Sino-NK innovativ auf das Thema guckt und damit Einsichten jenseits dessen liefert, was man ohnehin gleich sieht, ist selbstredend. In den Medien gab es dazudagegen dazu kaum was, in den deutschsprachigen schon zweimal nicht. Das Beste war noch dieser Artikel in der NZZ, aber selbst der übersieht einige entscheidende Aspekte, wie ich finde.

…und was ich selbst schrieb

Bevor ich anfangen zu schreiben, gucke ich immer nochmal mein eigenes Archiv durch, um zu gucken, was ich zum Thema vorher schon geschrieben habe. Und hey! Ich hatte ganz vergessen, dass ich vor nem knappen Jahr genau dieses Thema schonmal recht ausführlich behandelt hatte. Seitdem ist viel passiert und Russland und die westlichen Staaten haben sich mehr entfremdet denn je. Wladimir Putin hat mittlerweile kundgetan, er habe den Anschluss der Krim befohlen und dass das russische Militär seinen Anteil im Konflikt in der Ostukraine hat, ist kein Geheimnis mehr (wie groß der Anteil genau ist schon eher). Trotzdem kann ich das, was ich damals geschrieben habe nach wie vor unterschreiben und deshalb spare ich mir auch es umzuformulieren und nochmal hinzuschreiben, sondern zitiere mich einfach mal umfassend:

In der Folge will ich einige konkrete Möglichkeiten aufzeigen, die sich für Pjöngjang in Folge des Ukraine-Konfliktes ergeben könnten:

  • In den vergangenen Jahren bestand in den Reihen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen weitgehende Einigkeit, dass auf Provokationen Pjöngjangs, also zum Beispiel Nuklear- und Raketentests, eine Antwort des Sicherheitsrates erfolgen müsse, was in den letzten Jahren zu immer schärferen Resolutionen und damit auch Sanktionen gegen Nordkorea geführt hat. Dabei war vor allem wichtig, dass sich die Fünf Vetomächte, also USA, Großbritannien, Frankreich, China und Russland einig waren. In Bezug auf Nordkorea war es, wenn überhaupt, eher China, das bremste. Wenn Russland nun im Sicherheitsrat eine weniger konstruktive Haltung einnähme, könnte Nordkorea außenpolitisch etwas freier agieren. Die Abschreckung mit Blick auf mögliche Nuklear- und Raketentests wäre deutlich geringer. Vor allem hinsichtlich des anstehenden nordkoreanischen Nukleartests wird es sehr interessant zu sehen sein, wie Russland in der Folge agiert.
  • In den letzten Jahren hat sich die Beziehung Nordkoreas zu China deutlich abgekühlt. China lässt immer mal wieder erkennen, dass es starke Druckmittel in Händen hält und wendet diese (wenn auch bisher nur sachte) bei Bedarf auch an. Ein Treffen auf Führungsebene steht seit Machtantritt Kim Jong Uns aus und aktuell deutet nicht viel darauf hin, dass sich das bald ändert. Sollte Russland daran arbeiten, einen eigenen starken Machtblock zu konstruieren, würde das für Nordkorea vermutlich bedeuten, dass eine zweite strategische Option wieder ins Blickfeld rückte. Damit könnte die Abhängigkeit von China reduziert werden und gleichzeitig würden für Pjöngjang neue Spielräume zum gegeneinander Ausspielen der beiden Freunde entstehen. In den letzten Jahren war das Interesse Russlands schlicht nicht groß genug, um für Nordkorea eine wirklich relevante strategische Option darzustellen.
  • Generell würde es für Pjöngjang erstmal einen Zuwachs an gefühlter Sicherheit versprechen, wenn Russland einen Bereich der eigenen Einflusssphäre abstecken würde und sich Pjöngjang dann unter diesen Einflussbereich begäbe, wenn also wieder eine Art Blockkonfrontation entstünde. Hierzu wäre aber Voraussetzung, dass Russland gestärkt und selbstbewusst aus der Krise hervorginge.
  • Auch im wirtschaftlichen Bereich könnten sich für Pjöngjang Möglichkeiten bieten. Sollte Russland unter starke Wirtschaftssanktionen fallen, so ist es denkbar, dass Ressourcen zum Export frei werden, die den Handel mit Nordkorea fördern könnten, andererseits könnte Russlands Interesse an strategischer Rohstoffversorgung steigen, hier ist Nordkorea, beispielsweise mit den wohl nicht zu verachtenden Vorräten an seltenen Erden ein interessanter Partner.

Nordkorea und Russland: Verbesserte Beziehungen seit letztem Jahr

Diese Punkte haben nach wie vor Geltung und um zu sehen, inwiefern sich im vergangenen Jahr etwas Relevantes in den Beziehungen beider Staaten getan hat, möchte ich mich daran entlanghangeln.
Während es für den ersten genannten Punkt bisher keinen Test in der Realität gab, weil Pjöngjang in den vergangenen Monaten (bis etwa Anfang des Monats, dann begann der schon fast traditionell zu nennende Konflikt rund um die gemeinsamen Manöver der USA und Südkoreas wieder seine Schatten zu werfen) eher versöhnliche agierte, lohnt ein Blick auf die anderen Punkte. Das bedeutet jedoch nicht, dass dieser Aspekt nicht schneller als gedacht wichtig werden könnte.

Nordkorea – China – Russland: Spielt Pjöngjang „Dreiecksbeziehung“?

Die immer konkreter werdenden Planungen um den Besuch Kim Jong Uns auf dem Jahrestages des Sieges über Deutschland im Mai sind von hoher symbolischer, aber auch praktischer Bedeutung. Kurz gesagt würde Kim damit signalisieren, dass Moskau aktuell die erste Adresse ist, an die er sich politisch zuerst wendet. Bisher war und aktuell ist das noch ganz klar Peking. Das merkliche Abkühlen der politischen Beziehungen zwischen China und Nordkorea würden damit auch aus Pjöngjang anerkannt und man wendet sich folgerichtig einem anderen, ähnlich relevanten Partner zu.
Aber Stop! Soweit sind wir noch nicht. Momentan steht das Signal im Raum, dass man bereit ist das zu tun. Adressat ist erstmal China und dass man aus Pjöngjang noch keine Ankündigung eines Besuchs Kim in Moskau gehört hat, dürfte auch damit zu tun haben, dass er flexibel bleiben will. Sollte China sich flexibel zeigen, ist es durchaus denkbar, dass sich das Ziel von Kims erster Reise nochmal ändert. Denn die strategische Bedeutung Nordkoreas bleibt für China weiter bestehen und die wird man nicht so ganz ohne weiteres an Russland abtreten wollen. Pjöngjang pokert also zur Zeit und kann nur in begrenztem Maß verlieren. Denn das auch Moskau zur Zeit in einer nicht ganz einfachen Situation steckt, in denen Partner willkommen sind, weiß man in Pjöngjang. Würde man den Besuch in Moskau kurzfristig absagen und stattdessen mit vollem Protokoll in Peking empfangen, dann wäre der Flurschaden mit Blick auf Russland trotzdem begrenzt.
Eine Ebene drunter hatte es in den vergangenen Monaten bereits Kontakte zwischen Russland und Nordkorea gegeben, die auf enger werdende Beziehungen hindeuten: Choe Ryong-hae, ein (nicht allzutief) gefallener Stern der nordkoreanischen Politik reiste als Sondergesandter Kim Jong Uns nach Moskau und wurde dort auch gleich von Putin himself empfangen. Außerdem wurde vor einer guten Woche von Nordkoreas Nachrichtenagentur KCNA ein „Jahr der Freundschaft“ zwischen beiden Staaten verkündet, in dem man die Beziehungen durch Austausch auf mannigfachen Gebieten vertiefen wolle. Auf der Symbolebene arbeiten beide Seiten also schon ordentlich daran, die Beziehungen zu verbessern. Würde Kim nun tatsächlich nach Moskau fahren, würden damit diese symbolischen Akte ein Stück weit Substanz in der Realität bekommen.

Wisst ihr noch? Kalter Krieg reloaded als Lieblingsspielplatz Kims

Was die Frage einer möglichen „Blockkonfrontation“ angeht, so ist zumindest auch in unserer medialen Wahrnehmung und im Agieren, beispielsweise der NATO durchaus ein „Rückfall“ in Muster des Kalten Krieges zu erkennen. Einflusssphären werden abgesteckt und Grenzen martialisch abgesichert. Abschreckung und Bündnisse sind als Kategorien plötzlich wieder in einem Maß von Bedeutung, das wir noch vor zwei Jahren für sehr unwahrscheinlich gehalten haben.

Dieses Umfeld der klaren Gegensätze ist eines, in dem sich die nordkoreanischen Diplomaten bestens auskennen, weil sie sich im Gegensatz zu den Kollegen in fast allen anderen Ländern nie auf eine andere Denke haben einlassen müssen. Und wo klare Trennlinien und Lager zu finden sind, da ist es für Pjöngjang einfacher, sich einzuordnen, denn man steht nicht allein im Ungefähren, sondern gemeinsam mit einem Bündnis in einem klar strukturierten Umfeld. In einer solchen Umgebung ist es für Pjöngjang einfacher und berechenbarer zu agieren. Soweit ist es bisher zwar noch nicht, dass sich eine solche Formation dauerhaft konstituiert hätte (es muss sich auch erstmal erweisen, dass Russland sein aktuelles Gebaren durchhalten kann). Jedoch könnte es Pjöngjang für den Fall, dass es dazu kommt für reizvoller halten, einen einfach zu berechnenden Partner zu wählen, als die Chinesen. Die befinden sich durch wachsende wirtschaftliche Verflechtungen zunehmend in gegenseitiger Abhängigkeit mit den westlichen Staaten. Ihr politisches Handeln wird für Pjöngjang daher zunehmend unberechenbarer.

Weiterhin kann man sich vor diesem Hintergrund ruhig nochmal ein paar Gedanken zur Konstitution von „bösen Achsen“ und anderen Bündnissen machen, wie ich es zum Beispiel hier getan habe: Es ist doch eigentlich wenig verwunderlich, wenn diejenigen, die von der westlichen Staatenwelt isoliert und sanktioniert werden, sich in der Folge an diejenigen wenden, die dieses Schicksal teilen. Da kann man Geschäfte machen ohne Sanktionsregime und ohne politische „Erpressungsstrategie“. Aus diesem Blickwinkel ist es doch nur folgerichtig, wenn Russland und Nordkorea enger zusammenrücken, denn man nimmt halt im Zweifel erstmal was man kriegen kann.

Wirtschaftliche Kooperation: Erste Schritte sind getan und weitere (können) folgen

Im ökonomischen Bereich hatte sich im vergangenen Jahr ja schon einiges getan, als Russland mit einem Schuldenschnitt von 10 Mrd. Dollar, die noch aus Sowjetzeiten herrührten einen Großteil der finanziellen Altlasten beseitigte, die zwischen den Staaten standen.
Auch bei den Infrastrukturprojekten, die auf (vermutlich extrem) lange Sicht Südkorea an das Kontinentale Gas-, Strom-, und Bahnnetz anschließen könnten, hat sich einiges getan. Im Oktober wurde bekannt, dass das russische Unternehmen NPO Mostovik flankiert von offiziellen bilateralen Vereinbarungen begonnen hat, das nordkoreanische Schienennetz zu modernisieren. Gleichzeitig sollen Förderanlagen zum Abbau von Bodenschätzen modernisiert werden, so dass auf diesem Weg (durch den Verkauf) dann die Kosten für das Projekt gedeckt werden könnten. Insgesamt ist avisiert (aber das auf lange Sicht) etwa die Hälfte des nordkoreanischen Schienennetzes in Stand zu setzen, was mit etwa 25 Mrd. Dollar zu Buche schlagen soll. In einer ersten Stufe wird die Strecke von Jaedong nach Nampo instand gesetzt, was relativ exklusiv dem Export von Kohle über den Hafen von Nampo dienen würde (in diesem Artikel von North Korean Economy Watch könnt Ihr sehr umfassend die bekannten Hintergründe des ganzen Projekts nachlesen. Weitere Infos zur nordkoreanischen Verkehrsinfrastruktur gibt es in der Gastartikelserie, die Nicola vor einiger Zeit hier veröffentlicht hat).

Im Februar gründeten Russland und Nordkorea eine Institution, die den wirtschaftlichen Austausch stärken soll. Das allein wird nicht viel tun, denn wenn sich wirtschaftlicher Erfolg in irgendeinem Zusammenhang zur Zahl der Institutionen, die das befördern sollen, dann wäre Nordkorea ohne Zweifel ein wirtschaftlich sehr erfolgreicher Staat. Nichtsdestotrotz ist auch dies ein eindeutiges Signal, dass man in Pjöngjang auch in wirtschaftlichen Fragen nun mehr in Richtung Moskau schaut. Zum Ziel hat die Organisation bis 2020 ein Handelsvolumen von einer Milliarde Dollar zu erreichen zwischen beiden Staaten zu erreichen. Weiterhin wurde explizit der Zugang russischer Unternehmen zu nordkoreanischen Bodenschätzen als Ziel erwähnt sowie die Möglichkeit nordkoreanischer Firmen, Konten bei russischen Banken zu eröffnen. Dies ist vor dem Hintergrund der Finanzsanktionen der USA gegen Nordkorea nicht uninteressant, weil der Zugang zu internationalen Finanzmärkten auch für Pjöngjang essentiell ist. Hier scheint sich ein weiterer Kanal zu öffnen.

Diese Zielsetzungen und Maßnahmen haben sich bisher aber noch nicht im Handel zwischen den Staaten niedergeschlagen. 2014 scheint diese eher noch zurückgegangen zu sein, allerdings ist das Gesamtvolumen von unter 100 Millionen Dollar auch so gering, das bisher der Handel insgesamt als wenig relevant gewertet werden kann. Dementsprechend ist auch ein Anstieg der nordkoreanischen Exporte um 30 % als Bagatelle abzutun, wenn man weiß, dass diese Exporte damit auf 10 Mio. Dollar gestiegen sind. Das anvisiert Volumen von einer Milliarde fiele da schon wesentlich deutlicher ins Gewicht. Sehr spannend finde ich in dem Zusammenhang eine Meldung von Voice of America (die sich allerdings auf Quellen in Nordkorea beruft, was ich immer so, naja, finde). Danach wird Russland in diesem Jahr große Mengen Rohöl und Getreide zu Freundschaftspreisen nach Nordkorea liefern. Wenn das zutreffen sollte, würde sich Pjöngjang ein Stück weit von der einseitigen Abhängigkeit von China freimachen können und damit neue Spielräume zum politischen Agieren gewinnen.

Fazit: Nordkorea vor der Wegscheide. Russland oder China, das ist hier die Frage

Das Bemühen, sowohl Russlands als auch Nordkoreas, den bilateralen Beziehungen echte Relevanz zu verleihen wird zumindest seit einem halben Jahr deutlich sichtbar. Dies dürfte von beiden Seiten vor allen Dingen strategische Gründe haben.
Russland braucht Partner, unabhängig von dem, was Putin wirklich vor hat (irgendwie kommt mir das alles so irreal vor, dass ich immernoch nicht so recht dran glauben kann, dass er einfach den „Kalter-Krieg-Modus“ wieder eingelegt hat). Zwar ist Nordkorea jetzt nicht der Premium-Buddy, auf den man sich immer verlassen kann, aber dort denkt man eben in relativ berechenbaren Schemata und so weiß man in Moskau was man kriegt, wenn man Pjöngjang ins Boot holt.
Nordkorea ist mit der Nachfolger Kim Jong Uns soweit durch, dass man sich traut wieder über die eigenen Grenzen rauszugucken und die strategisch schwierige Lage des Landes zu bessern. Da kommt die neue geopolitische Situation und die Suche Russlands nach Partnern gerade recht: Es gibt eine Chance sich ein Stück weit von der übermächtigen Umklammerung des immer unzuverlässiger, weil international immer stärker eingebundenen und auf die eigene ökonomische Entwicklung schauenden großen Bruders China frei zu machen. Russland bietet sich als politisch-strategischer Partner und als ökonomischer Patron eines Aufschwungs an und könnte vielleicht sogar etwas deutlicher als China helfen, die Sicherheitsbedenken Pjöngjangs gegenüber den USA zu mildern. Immerhin scheint Moskau deutlicher als China bereit, Interessensphären über die eigenen Grenzen hinweg abzustecken und auch militärisch zu sichern.

Nichtsdestotrotz ist es bei weitem noch nicht sicher, dass es zu einem Paradigmenwechsel der nordkoreanischen Außenpolitik kommt. Die Bindungen an China sind und bleiben vielfältig und relevant und so ganz kann man es sich mit dem großen Bruder so und so nicht verscherzen. Dazu hält Peking zuviele Mittel in Händen, die Pjöngjang essentiellen Schaden zufügen können. Doch wird man sich in Nordkorea sagen: „Wenn China nicht bereit ist, auf uns zuzukommen, dann können wir uns ohenhin nicht mehr auf sie verlassen und orientieren uns lieber an Moskau.“
Eine Vorentscheidung in welche Richtung es geht, werden wir beim Besuch oder nicht-Besuch Kim Jong Uns in Moskau im Mai erleben. Aber auch von Seiten Russlands ist ein dauerhaftes Interesse an Pjöngjang noch nicht sicher. Einerseits könnte sich die geopolitische Situation wieder schnell auf „Normalmodus“ zurückbewegen, dann wäre Pjöngjang als Partner plötzlich wieder wesentlich unwichtiger, andererseits ist das Regime Putin in Moskau nicht so gefestigt, dass man über Jahrzehnte Planungssicherheit hinsichtlich des Herren im Kreml haben könnte. Beide Faktoren dürften auch Pjöngjang bewusst sein und dazu führen, dass man auf keinen Fall alles auf eine Karte setzen wird.
Meines Erachtens ist der Weg, den Pjöngjang in seinen Beziehungen zu Moskau einschlagen wird entscheidend für die Entwicklungen auf der Koreanischen Halbinsel in den kommenden Jahren. Davon hängen unmittelbar die Beziehungen zu China und damit Einflussmöglichkeiten Chinas auf Nordkorea ab und damit ändern sich auch die Parameter im Umgang Pjöngjangs mit Südkorea und den USA. Ein Stück weit steht Pjöngjang also am Scheideweg und wir werden in zwei Monaten wissen, welchen Weg man zu gehen gedenkt. Bleibt man engstmöglich bei China oder geht man das Risiko ein, sich an Russland anzunähern? Ich werde ganz sicher was dazu schreiben, wenn die Feierlichkeiten zum Sieg Russlands mit oder ohne Kim stattgefunden haben. Wenn Euch die russisch-nordkoreanischen Beziehungen generell interessieren, gibt dieser kleine Artikel der International Crisis Group einen sehr guten Überblick, auch wenn er schon etwas älter ist.

 

„Orgakram: Was ich sonst noch zu sagen habe“

Bis dahin habe ich noch zwei kleine organisatorische Ankündigungen zu machen:

  1. Es kamen Klagen, dass mein Blog so schläfrig sei und ich dazu keine entsprechende Erklärung abgegeben hätte: Wer hier aufmerksam liest, dem wird nicht entgangen sein, dass sich meine Lebensumstände entscheidend geändert haben und dass ich dadurch über weniger freie Zeit verfügen kann. Wenn es mir möglich ist nutze ich einen Teil davon für das Blog und will das so weiterbetreiben. Die Zeiten des hochfrequenten Postens sind aber erstmal vorbei. Das heißt, wer hierfür Bedarf hat, sollte sich entweder in meiner Linkliste bedienen, das deutschsprachige Forum mit der ideologisch fragwürdigen Administration bemühen oder eine breite Datenspur bei Google legen.
    Mehr Ratschläge habe ich leider nicht. Nach wie vor steht mein Angebot jemanden ins Boot zu holen, der bereit ist solide und regelmäßig mitzuarbeiten, aber wenn sich hierfür niemand findet ist das ebenso. Kritik an mir kann gerne geübt werden, ich muss aber zugeben, dass mich Anmerkungen hinsichtlich meiner Blogfrequenz wenig anfechten, weil ich das freiwillig und aus Spaß an der Freude mache und daher niemand Ansprüche an mich erheben kann. Wer gerne mehr gute Blogartikel zu Nordkorea haben will, darf sich gerne hinsetzen und welche verfassen.
  2. Mein Freund der Facebook ist ja ein alter Infosammler. Das ist auch sein Job, denn irgendwie muss er ja sein Geld verdienen. Ich gebe ihm über meine Fanpage und mein privates Profil genug Futter, ich finde aber, dass er nicht an Leuten verdienen soll, die ohne ein Interesse an Facebook und ohne Wissen um die Sache hier auf dem Blog meine Artikel lesen oder die einfach nur rumsurfen und nicht getrackt werden wollen.
    Das scheint Kollege Facebook aber jetzt zu machen,indem er Informationen über seine Buttons, die auch ich hier auf der Seite habe einsammelt (auch dann, wenn ihr garnicht bei Facebook eingeloggt seid). Und das ohne mich oder Euch dazu befragt zu haben. Das will ich nicht, deshalb gibt es ab jetzt keine Facebook-Buttons mehr hier. Meine Fanpage existiert aber weiter, Ihr findet die hier. Ich finde wer sich gerne über Datenkraken oder anderes Getier aufregt (tue ich manchmal), der sollte dann selbst so konsequent sein und die Buttons von seiner Seite nehmen. Wenn Ihr Seiten betreibt, möchte ich Euch dazu aufrufen, das genauso zu machen.
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Verkehr auf der Koreanischen Halbinsel (IV): Erfahrungen von Reisenden in Nordkorea


Klickt auf das Bild und findet die anderen Artikel der Serie, die bisher erschienen sind

Nikola Medimorec

Im vierten Teil möchte ich weg von Zahlen und theoretischen Konstruktionen und wiedergeben, was für Erfahrungen Reisende in Nordkorea gemacht haben. Zuerst erzähle ich von meiner Erfahrung des Grenzgebietes und des Bahnhof Dorasan, der im vorigen Teil vorgestellten grenzüberschreitenden Projekte entstanden ist und dann folgt eine Zusammenfassung von Nordkorea-Touristen aus allen möglichen Nationen.

Dorasan, der Anfang am Ende

Dorosan, Unification Highway

Warten auf den Einsatz. Infrastrukturprojekte zwischen Süd- und Nordkorea sollen eines Tages verbinden. Noch sind sie Sinnbilder der Trennung. (Foto: Nikola Medimorec. Alle Rechte vorbehalten)

Als ich im April die innerkoreanische Grenze besuchen wollte, war die JSA-Tour bereits ausgebucht. Jedoch gab es andere, lokale Touren, die fast alle Orte außer Panmujeom beinhalteten. Das Beste an meiner Tour war, dass es mit dem Zug in die eingeschränkte Zone ging und ich so intensiv den Bahnhof Dorasan und die Schienenverbindung bis dorthin intensiv inspizieren konnte. Auf einer eingleisigen Neubaustrecke ging es über eine schmale Brücke in die eingeschränkte Zone. Beim Eintritt bremste der Zug auf eine gemäßigte Geschwindigkeit herunter und fuhr so weiter bis zum Bahnhof Dorasan. Dann ging es mit einem Tourbus auf dem Unification-Highway. Es war eine leere vierspurige Autobahn, die bereits erste Mängel zeigte, gerade weil die Straße selten benutzt wird. Verschmutzungen können sich festsetzen und durch Witterung und Temperaturschwankungen den Belag beschädigen. Straßenschilder zeigten den Weg nach Kaesong und Pjöngjang. Der Grenzübergang sah relativ normal aus und es glich eher einer gewöhnlichen Mautstelle. Beim Bahnhof Dorasan fiel auf, dass das Bahnhofsgebäude unglaublich groß für einen Bahnhof mit nur einem Bahnsteig ist. Es gibt nämlich einen nicht zugänglichen Bereich, der für die Abwicklung von internationalem Verkehr vorbereitet wurde. Außer dem Bahnhof und der Autobahn wirken alle Einrichtungen und Gebäude temporär. Dorasan war gedacht als Tor zu Nordkorea, leider stellt es jetzt bloß die Endstation für die Züge der Kyungui-Strecke dar.

Nichtexistender Straßenverkehr im Norden

Kommen wir nur zu den Erfahrungen innerhalb Nordkoreas: Alle Reisenden stimmten zu, dass in Nordkorea praktisch kein Straßenverkehr außerhalb von Pjöngjang existiert. Oftmals war außer dem Mini-Bus der eigenen Touristen-Gruppe kein Fahrzeug unterwegs. Ein Reisender erlebte sogar, dass der Busfahrer durchgängig auf der falschen Fahrtrichtung der Autobahn von Pjöngjang nach Kaesong fuhr. Die Begründung war, dass die andere Seite in einem schlechteren Zustand war. Ein Reisender hat 1996 auf dieser Strecke 162 km langen Strecke nur 18 Fahrzeuge gezählt. Bauarbeiten an Verkehrswegen waren relativ selten, aber wenn etwas gesichtet wurde, dann waren es fast immer Reparaturmaßnahmen unter Einsatz von vielen Arbeitskräften und primitiven Mitteln. Strom, falls nötig, kam von Generatoren alter Trucks. Einen positiven Punkt kann man der Situation abgewinnen: Kaum jemand hat einen Verkehrsunfall miterlebt. Die einzigen Erlebnisse bestanden aus einem Unfall mit motorisiertem Verkehr und Fahrradfahrern (Über Fahrradverkehr in Nordkorea müsste man eine ganze Doktorarbeit schreiben, da es ein sehr interessantes, aktuelles Thema ist.).

Indische Verhältnisse in Zügen

Mit Ausnahme des internationalen Zugs nach Beijing und nach Moskau über Wladiwostok dürfen im Regelfall Ausländer nicht mit dem Zug fahren. Beobachtungen von vorbeifahrenden Zügen und kurzen Aufenthalten an Bahnhöfen vermittelten trotzdem ein grobes Bild. Die Züge scheinen immer extrem überfüllt zu sein. Dem Fahrplan kann nicht vertraut werden, weil Ausfälle und Verspätungen oft vorkommen. Laut Zeitungsberichten kommt es dazu, dass Menschen auf den Dächern sitzen. Die Schiene ist die einzige Möglichkeit für Langstreckenfahrten für Nordkoreaner. Ein Reisender denkt, dass das staatlich zentralisierte Eisenbahnsystem eine bessere Überwachung über die Reisen von Bürgern erlaubt. Der Zug von der russischen Grenze bis nach Pjöngjang, um die 800 km, brauchte 23 bis 30 Stunden, weil das Schienennetz eingleisig ist und der Passagierzug sehr oft auf entgegenkommende Gütertransporte warten musste. Züge in Nordkorea scheinen maximal 60 km/h zu fahren, aber im Durchschnitt resultiert es in ca. 30 km/h Fahrtgeschwindigkeit. Für Nostalgiker und Zugliebhaber wäre die Betrachtung von Dampfloks und anderen, mehrere Jahrzehnte alten Zügen vermutlich eine wahre Freude.

Frage nach Veränderung und Fazit

Ein Großteil der Befragten war mehrmals in Nordkorea und deswegen war eine Frage, ob Verbesserungen im Transportwesen und der Infrastruktur aufgefallen sind. Die Antworten fielen unterschiedlich aus. Eine leichte Zunahme in der Anzahl der Fahrzeuge scheint zu existieren, aber auf der anderen Seite wurden die Verkehrswege seit Jahren nicht gepflegt. Während ältere Berichte von 2 Stunden Fahrt von Pjöngjang nach Kaesong sprechen, scheint es heute in der Regel 4 Stunden zu dauern. Viele wunderten sich darüber, dass es außerhalb der Hauptstadt so gut wie gar keinen Verkehr gibt. Straßen werden zum Trocknen von Pfefferschoten oder für andere Aktivitäten genutzt.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Infrastruktur die jetzigen Belastungen aushält, aber die Zeit nagt an der Straßenbelag und Schienensystem. In Kombination mit dem vorigen Teil über die grenzüberschreitenden Projekte kann man nur zu dem Schluss kommen, dass Nordkorea nicht in der Lage ist, die Verkehrsinfrastruktur zu pflegen und auf Initiativen aus dem Ausland angewiesen ist.

Verkehr auf der Koreanischen Halbinsel (I): Vorstellung des Verkehrs auf der Koreanischen Halbinsel


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Nikola Medimorec

Wenn man im Internet nach „Verkehr in Nordkorea“ sucht, stößt man zuerst auf Bilder von Verkehrspolizistinnen, die an Kreuzungen von Pjöngjang den kaum vorhandenen Pkw-Verkehr dirigieren. In den letzten Jahren soll zwar der innerstädtische Verkehr angestiegen sein, aber in Vergleich zu anderen Hauptstädten ist er immer noch sehr gering. Wie wird es dann erst auf dem Land aussehen und wie gut ist das Verkehrswegenetz überhaupt ausgebaut?

Verkehrspolizistin in Pjöngjang

Die Verkehrspolizistinnen, die in Pjöngjang den teilweise inexistenten Verkehr regeln, sind international zu einer gewissen Berühmtheit gekommen (Foto: Joseph A. Ferris III; CC Lizenz: „Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)“)

Seit der Teilung Koreas entwickelten sich beide koreanischen Staaten sehr unterschiedlich, was sich unter anderem in der Verkehrsinfrastruktur ausgeprägt hat. In der Karte wird deutlich, dass Nordkorea von der reinen Fläche her größer als Südkorea ist. Es sind aber weniger Städte verzeichnet, weil es dort nur halb so viele Einwohner wie im Süden gibt. Die Distanzen zwischen den Städten scheinen also größer zu sein und bei den wenigen eingezeichneten Straßen, fragte ich mich, wie die Städte verkehrlich miteinander verbunden sind, wie Güter transportiert werden und Einwohner von einer Stadt in eine andere gelangen. Um diese Fragen zu beantworten zu können, muss zuerst das Angebot der Verkehrsinfrastruktur beschrieben werden.

traffic ways korean peninsulaKim Il-Sung hat den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur als Schlüssel zur wirtschaftlichen Entwicklung gesehen. Straßen waren zwar sehr wichtig, aber es wurde der Schienentransport (hierbei Güter- sowie Personentransport) als Priorität betrachtet. Zu Beginn des Regimes bis in die 60er funktionierte das Regime gut und Nordkoreas Wirtschaft erlebte nach Japan die dynamischste Entwicklung unter den Staaten Ostasiens. Aber die Zugtechnologie wurde weder verbessert noch das Netz erweitert. Das Schienennetz ist 5,250 km lang und damit auch viel länger als die 3,400 km Schiene Südkoreas. In Zahlen ist das komplette nordkoreanische Straßennetz um die 25,000 km lang und es gibt sieben Straßenkategorien in Nordkorea, wobei die oberste Kategorie die Autobahnen sind und die übrigen Kategorien von Level 1 bis 6 durchgestuft sind. In Südkorea gibt es ebenfalls sieben Straßenkategorien, aber das Straßennetz ist viel dichter mit knapp über 100,000 km Länge. Vergleicht man nur die Autobahnen (in Südkorea: National Expressways) hat man in Nordkorea nur 661 km und im Süden 3,776 km.

Nur die Länge zählt?

Soweit die quantitative Betrachtung, bei dem Nordkorea dem wirtschaftlich viel stärkeren Südkorea relativ nicht allzu weit hinterher hinkt. Es liegen jedoch Welten zwischen den Qualitäten der beiden Verkehrsinfrastrukturangebote. Nur Autobahnen und 40 % der Straßen Level 1 sind im Norden asphaltiert, alle anderen Wege bestehen aus Schotter. Anders ausgedrückt: weniger als 5 % des Straßennetzes verfügen dort über einen Asphalt-Belag. Dazu kommt, dass Schlaglöcher durch fehlende Instandhaltung, Risse durch Winterfrost oder Überflutungen entstanden sind, und selbst auf asphaltierten Wegen nur niedrige Fahrtgeschwindigkeiten erlauben. Das Abstruse hierbei ist, dass es gar nicht so schlimm ist, weil so gut wie kein Verkehr existiert. Eine nennenswerte Automobilindustrie existiert nicht und durchschnittliche Haushalte könnten sich kein Auto leisten. Abgesehen von der schlechten Wirtschaft, ist wegen UN-Sanktionen Benzin eine Mangelware. Oftmals wurden Trucks so umgebaut, dass sie mit Hilfe eines Holzvergasers fahren können. Dementsprechend sind die Autobahnen leer und Fahrradfahrer sowie Ochsenkarren nutzen die breiten Fahrbahnen zum Zurücklegen von kurzen Strecken.

Nordkorea Schienen

Gut frequentiert: Nordkoreas Schienenwege… (Foto: Joseph A. Ferris III; CC Lizenz: „Namensnennung 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert) (CC BY 2.0)“)

Also bleibt Nordkoreanern als einzige Möglichkeit zur Zurücklegung von größeren Distanzen die Schiene. Jedoch hoffentlich nicht auf die Weise, die im obigen Bild aufgenommen wurde. Es ist aber festzuhalten, dass Nordkoreaner ohne schriftliche Erlaubnis ihre Region nicht verlassen dürfen. Deswegen könnte man annehmen, dass der Fernverkehr mit Passagieren schwach ausgeprägt ist. Es gibt Fahrpläne bei Zügen, aber diese sind sehr unzuverlässig und die Züge sind immer überfüllt. Nachrichtenagenturen berichten, dass Leute auf den Dächern von Zügen sitzen und an den Fenstern hängen. Also ein Bild, welches bei uns eher aus dem extrem übervölkerten Indien als typisch bekannt ist. Zur Unzuverlässigkeit trägt bei den Zügen auch die Energieknappheit bei. 80 % des Schienennetzes ist elektrifiziert, jedoch fehlt die Elektrizität für die Züge. Daraus resultiert, dass Diesellokomotiven fahren um bei Stromausfällen weiterhin mobil zu sein. Südkoreas Schienen sind nur zu ungefähr 54 % elektrifiziert. Dafür gibt es Hochgeschwindigkeitsstrecken und viele neue, moderne, mehrgleisige Schienenstrecken. Nordkoreas Schienennetz wurde größtenteils unter der japanischen Besatzung für Güterverkehr errichtet. Auf dem gesamten Nordkoreanischen Gebiet gibt es mit einer Ausnahme nur eingleisige Streckenführung.

Ohne Nachfrage kein Angebot, richtig?

Im Gesamtüberblick könnte man nun behaupten, dass die Situation in Nordkorea gar nicht so schlimm einzustufen ist, weil es immerhin praktisch keinen Verkehr gibt und somit viele Probleme nicht existieren. Es gibt keine Staus und kaum Verkehrstote. Bei der Analyse ist aber immer der Gedanke an die Wiedervereinigung präsent. Da würde es zu großen Schwierigkeiten im Bereich Verkehrssicherheit und Kapazität kommen. Es wird im nächsten Teil deutlich vermittelt, dass „Schwierigkeit“ untertrieben ist. Sobald die Grenzen fallen, wird Straßenverkehr kommen.

Alle dargestellten Inhalte sind nur ein Abriss meiner Abschlussarbeit „Reunification Through Transport. Lessons from the German Transport Unity Transport Projects for the Korean Peninsula“. Wer sich für die Quellen, mehr Details, weitere Ausführungen interessiert und das gesamte Bild der Verkehrswegestruktur kennenlernen möchte, kann meine Abschlussarbeit unter folgendem Link erwerben: http://www.lulu.com/shop/nikola-medimorec/reunification-through-transport-lessons-from-the-german-unity-transport-projects-for-the-korean-peninsula/ebook/product-20282587.html