Die Guten, die Bösen und die Anderen — Südkoreanische Soldaten erschossen Flüchtenden


Letzte Woche war mir schonmal ein Artikel ins Auge gestochen, den ich sehr spannend fand, aber naja, ich hatte leider keine Zeit. Allerdings wurde das Thema heute von anderer Seit nochmal aufgegriffen und damit auch wieder in mein Bewusstsein gerückt und so kommt es, dass ich mich dem doch noch widmen kann.
Es geht um den Fall eines Südkoreaners, der über die Grenze in den Norden fliehen wollte, allerdings von südkoreanischen Soldaten aufgehalten wurde. Nachdem er in den Grenzfluss Imjin gesprungen und auf Warnrufe und -schüsse nicht reagiert hat, stoppten ihn mehrere hundert Kugeln aus südkoreanischen Gewehren. Von südkoreanischer Seite hieß es, das Vorgehen sei gerechtfertigt, weil das Militär den Befehl habe jeden zu erschießen, der versuche in den Norden zu fliehen und auf Aufforderung nicht davon ablasse.
Gestern reagierte Nordkorea auf den Vorfall und warf dem Süden „barbarisches Verhalten“ vor, indem man einen „unbewaffneten Mann hinterrücks getötet habe, der auf der Suche nach einem anderen Leben gewesen sei.“ Natürlich ist diese Äußerung der nordkoreanischen Komitees zur friedlichen Vereinigung der Koreanischen Halbinsel reine Propaganda, denn was mit Nordkoreanern passiert, die den umgekehrten Weg nehmen möchten ist hinlänglich bekannt. Nichtsdestotrotz bietet die südkoreanische Seite in diesem Fall auch eine breite Angriffsfläche  für solche Propaganda. Denn mal rein objektiv betrachtet, war es wirklich ein unbewaffneter Mann, der da hinterrücks erschossen wurde. Ob er „unschuldig“ war, das weiß ich nicht, aber das kommt ja auch immer auf den Maßstab an, mit dem Mann „Schuld“ misst. Jedenfalls ist von ihm erstmal keine Bedrohung ausgegangen. Und trotzdem wurde er erschossen.

Was die Guten von den Bösen unterscheidet

Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass mich das ein ordentliches Stück weit schockiert. Denn eigentlich ist das doch genau das, was die Guten von den Bösen unterscheidet. Die Guten sind diejenigen, bei denen Recht und Gesetz gilt, bei denen erst gefragt und dann geschossen wird, bei denen ein Unschuldiger nicht fürchten muss, vom Staat verfolgt und getötet zu werden. Das machen doch die Bösen. Nordkorea ist das Land, aus dem keiner gehen darf, wenn die Führung es nicht will, in dem Flucht unter Strafe steht und aus dem eigentlich alle weg wollen.
Naja, so ungefähr stellt man sich das eigentlich ganz gerne vor und das ist grundsätzlich auch nach wie vor meine Wahrnehmung der Welt. Aber solche Zwischenfälle lassen mich dann doch immer mal wieder nachdenklich werden. Denn mal ganz ehrlich. Wenn ein Typ aus dem Süden in den Norden flieht, was kann der denn schon im Gepäck haben, was es rechtfertigen würde ihn zu erschießen. Ich meine, vollkommen klar, der Mann verstößt gegen südkoreanisches Recht und ist auf bestem Wege sich der Strafverfolgung zu entziehen. Nichtsdestotrotz rechtfertigt das in keiner Weise in durch Tötung daran zu hindern.
Ich weiß nicht mehr genau, wie das in der deutsch-deutschen Geschichte war. Klar, das im Osten Menschen von Mauerschützen getötet wurden steht außer Frage. Aber an einen Fall in die Entgegengesetzte Richtung kann ich mich nicht erinnern, bzw. davon habe ich nicht gehört. Vermutlich hätte es auch nicht die Mauerschützenprozesse gegeben, wenn ein westlicher Grenzer einen Westdeutschen auf der Flucht erschossen hätte. Generell war sowas auch einfach nicht nötig, denn die Grenze in Richtung Osten war viel durchlässiger. Man konnte nach Ostdeutschland auswandern und das haben in den 40 Jahren der Teilung auch eine halbe Million Menschen gemacht (man findet in deutschen Medien nicht viel darüber, vielleicht weil das Thema nicht zur (west-)deutschen Erinnerungskultur passt). Man musste also nicht durch Grenzflüsse schwimmen oder sowas und damit waren auch keine Grenzer in der Situation zu überlegen ob sie schießen sollen.
In Korea ist das nun passiert. Sollte es irgendwann zu einer Wiedervereinigung kommen, werden solche Unrechtsfälle die Aufarbeitung der Geschichte auf beiden Seiten ungemein erschweren. Die südkoreanische Siegerseite wird keine Soldaten verurteilen, die Befehlen gefolgt und dabei einen unschuldigen getötet haben. Aber mit welchem Recht kann man dann Nordkoreaner verurteilen, die in der gleichen Situation waren? Entweder man lässt es sein, oder man greift zur Siegerjustiz. Ersteres wird langfristig zu Problemen führen, letzteres unmittelbar.

Ehrlicher und offener Diskurs im Süden tut Not

Daher wäre es im höchsten Interesse des südkoreanischen Staates und der südkoreanischen Gesellschaft, in einen eingehenden und ernstgemeinten Diskurs über solche Zwischenfälle und damit verbunden über den Umgang mit Nordkorea einzusteigen. Nur so kann sich die südkoreanische Gesellschaft mental auf eine mögliche Wiedervereinigung vorbereiten und das eigene Selbstbewusstsein und Selbstverständnis stärken. Jedoch wird der Vorfall von den südkoreanischen Medien eher totgeschwiegen (soweit ich das wahrgenommen habe) und das deutet eher auf eine Weiter so hin. Keine guten Vorzeichen für die innerkoreanische Zukunft, wie ich finde.
Hier hat der Süden noch viel Arbeit zu leisten, denn so wie ich das wahrnehme, hat man dort noch kaum Vergangenheitsbewältigung betrieben. Die Konservativen verharren deshalb häufig in alten Reflexen und versuchen alle Progressiven als Pro-Nordkoreaner hinzustellen. Die Linken auf der anderen Seite kommen mit ihren früheren Verbindungen zu Nordkorea (die es zweifelsohne gab) nicht klar und stehen daher ebenso einer echten Aufarbeitung im Wege. Das Ergebnis ist für alle schlecht. Es wäre mal an der Zeit, dass alle erstmal für sich und dann gemeinsam sich mit ihrer eigenen Schuld und Vergangenheit befassen, dann kann es auch zu einem selbstbewussten und aufrichtigen Umgang mit Nordkorea kommen. Vorher ist das alles ein Minenfeld voller Tabus, das immer neue Schuld und Tabus erzeugt. Der Fall des erschossenen Mannes ist ein Beispiel, die intransparente und vielleicht sogar unehrliche Analyse der Cheonan ein anderes.

Wenn die Guten Böses tun. Sind es dann noch die Guten?

Abschließend noch ein paar Worte zu meiner Kritik an Südkorea: Damit will ich nichts, was der Norden tut relativieren. Es ist unbestritten, dass im Norden unmenschliche und brutale Menschenrechtsverletzungen ein Teil des Systems sind. Wer das nachlesen will, kann es beispielsweise sehr gut auf der Seite der Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zu Menschenrechten in Nordkorea tun, die dieses Jahr eingerichtet wurde und vor ein paar Tagen erstmals einen Zwischenbericht vorstellte). Das ist im Süden nicht so. Aber man darf beide Systeme nicht mit dem gleichen Maß messen. Wer sich im Selbstverständnis als freiheitlich demokratischen Rechtsstaat begreift, der darf nicht nach dem Motto „Der Zweck heiligt die Mittel“ vorgehen. Und wenn das heißt, jemanden laufen zu lassen, der vielleicht ein Spion  ist, dann ist das so. Einem Rechtsstaat sollte das lieber sein, als einen „Unschuldigen“ zu töten. Leider entwickelt sich die Welt angeführt von den USA in den letzten Jahren in eine andere Richtung. Sobald jemand ruft: „Terrorist“ sind extralegale Tötungen, unter Inkaufnahme von Kollateralschäden und die Inhaftierung, auch von Personen die nachweislich keine Schuld auf sich geladen haben, außerhalb sonst gültiger  Rechtsnormen, vollkommen Ok.
Ich weiß nicht genau, aber ich stelle mir manchmal die Frage, ob es irgendwo eine Grenze gibt, die die Guten von den Bösen unterscheidet und ob wir merken wenn wir diese Grenze überschreiten, oder ob wir diese Erzählung von Gut und Böse nur für uns selbst aufrechterhalten, weil es keine andere für uns Moralisten erträgliche Begründung für  unser Vorgehen gibt.

Heißes Tänzchen auf dem diplomatischen Parkett erwartet: Nordkorea-Bericht wird dem Menschenrechtsrat der UN vor dem Hintergrund um die Debatte um nordkoreanische Flüchtlinge in China vorgelegt


Ich habe nicht besonders viel Zeit, weil ich gleich für ein paar Tage wegmuss. Vorher will ich euch aber noch auf einen weiteren interessanten Anlass mit Nordkoreabezug aufmerksam machen und vorbereiten, der nächste Woche ansteht. Dann wird nämlich der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für die Menschenrechtssituation in Nordkorea, Marzuki Darusman vor dem Menschenrechtsrat seinen alljährlichen Bericht zur Menschenrechtslage in Nordkorea vorlegen.

Diese Veranstaltungen sind ohnehin schon immer begleitet von einigermaßen heißen Debatten. Allerdings dürfte es für die Vertreter Nordkoreas dieses Jahr ein noch heißeres Tänzchen werden. Südkorea hat angekündigt, das Thema der nordkoreanischen Flüchtlinge in China zu thematisieren und wenn man bedenkt, dass Amnesty International sich des Themas angenommen hat und in den letzten Wochen eine Kampagne lief, werden sich sicherlich auch ein paar Vertreter von NGOs (wie z.B. Amnesty) zu Wort melden.

Es wird also nicht nur interessant sein zu sehen, was in dem Bericht steht und ob er dieses Jahr der breiten Thematisierung der Flüchtlingsfrage zufolge, hierauf ein besonderen Fokus gelegt hat. Es wird auch spannend zu sehen sein, was für Wortmeldungen es von den verschiedenen Delegationen gibt. Zum Beispiel wie Südkorea das Thema anpackt und wie der Norden reagiert (das Beschweren über „Double-Standards“ wird dieses Jahr wohl nicht langen). Auch Chinas Rolle wird zu beachten sein. Wird es direkt an den Pranger gestellt oder vermeidet man das. Und welche Haltung legen die chinesischen Vertreter an den Tag? Außerdem gibt es ja noch ein paar übliche Verdächtige (ein paar sind im Verlauf des letzten Jahres auch weggefallen…), die in solchen Sachen eigentlich immer neben Nordkorea stehen und die momentan ebenfalls in der Kritik stehen. Naja, ich denke es wird eine lebhafte Debatte werden und ab Dienstag wird es dann auch ein gewisses mediales Echo haben, denn das Thema Flüchtlinge haben die Redakteure überall ja gerade auf dem Schirm.

Mehr dazu wird es dann irgendwann nächste Woche geben…

Ein Strauß voll Buntes IV: Blog, Bücher, Sammlung und Abwesenheitsnotiz


Nachdem ich ein paar Wochen sehr wenig Zeit hatte, weil ich viel zu tun habe, habe jetzt ich in den nächsten zwei Wochen garkeine Zeit, weil ich garnichts zu tun habe. Ich werde nämlich in Urlaub fahren und mir dabei anschauen, wie es so ist, in geteilten ostasiatischen Staaten. Allerdings im kapitalistisch(er)en Teil, der gleichzeitig eine echte Insel ist (im Gegensatz zu Südkorea als aktuell „virtuelle“ Insel). Seltsames Ziel? Stimmt. Aber nem gewonnenen Gaul schaut man ja nicht so genau auf die Zähne und deshalb nehme ich das mal gerne mit (eigentlich nimmt meine Freundin mich gerne mit, denn sie hat das schließlich gewonnen). Naja, jedenfalls werde ich wohl eher nicht dazu kommen, was zu schreiben. Damit euch nicht ganz so langweilig wird, habe ich euch noch ein paar Sachen zum Lesen zusammengestellt, mit denen ihr im Zweifel die Langeweile vertreiben könnt.

Chris Green: Pyongyang Destination

Als erstes möchte ich euch auf das Blog von Chris Green aufmerksam machen. Wenn ihr gelegentlich mal bei DailyNK reinlest, der Seite von Menschenrechtsaktivisten, die es sich zum Ziel gemacht hat, über Nordkorea zu berichten, dazu häufig auch auf (nicht nachprüfbare) Insiderinformationen zurückgreifet und dabei eine klare politische Agenda verfolgen, deren Ziel letztendlich der Sturz des Regimes in Pjöngjang ist, dem wird der Name vielleicht im Ohr klingen, denn Green ist der englischsprachige Redakteur von DailyNK. Ich muss sagen, dass ich nicht immer alles blendend finde, das Green schreibt, denn manchmal scheint ihm eher die politische Agenda die Feder zu führen als das Ziel, solide Berichterstttung zu machen. Nichtsdestotrotz greift er häufig wichtige Themen auf und hat Zugang zu Informationen, an die nur wenige rankommen. Daher lohnt es sich durchaus, nicht nur bei DailyNK vorbeizuschauen, sondern auch Greens private Meinung auf seinem Blog „Destination Pyongyang“ nachzulesen.

Bücher zur Vertrauensbildung und einer möglichen Wiedervereinigung

Weiterhin möchte ich euch auf zwei Bücher aufmerksam machen. Das erste ist zwar schon etwas älter, aber trotzdem noch aktuell. „Tools for Building Confidence  on the Korean Peninsula“ (herausgegeben vom schwedischen sipri und dem css der eth Zürich) wurde bereits 2007 veröffentlicht, aber da sich seitdem nicht wirklich viel im Bereich der Vertrauensbildung getan hat, ist die Werkzeugkiste, die aus insgesamt 57 konkrete Methoden zur Vertrauensbildung besteht noch weitgehend unangetastet und damit heute och genauso aktuell wie vor gut 4 Jahren. Durchaus interessant mal konkret nachzulesen, was getan werden kann, um die Spannungen auf der Koreanischen Halbinsel zu senken. Relativ frisch aus der Presse ist dagegen „Korean Unification and the Positions and Roles of the Four Neighboring Powers“ (einfach auf den Download Link unten klicken („Eng“)), das das KINU Ende 2011 veröffentlichte. Der Name spricht für sich. In dem Buch geht es um die Position der Nachbarstaaten bei einer eventuellen Koreanischen Wiedervereinigung. Als analytische Folie wird dafür u.a. der Fall der deutschen Wiedervereinigung genommen. Zwar hatten im deutschen Fall die Siegermächte auch faktisches Mitspracherecht, was im Fall der koreanischen Nachbarstaaten anders ist, aber in beiden Fällen spielen die Interessen anderer Mächte eine entscheidende Rolle. Das Buch ist daher nicht nur interessant, um die Interessenlage auf der Koreanischen Halbinsel etwas besser zu verstehen, sondern auch um eine kleine Rückschau auf die deutsche Wiedervereinigung zu werfen. Ich habe beide Bücher nicht komplett gelesen, sondern nur überflogen, aber was ich denke, das sich in beiden Fällen die Lektüre lohnt, wenn ihr euch dafür interessiert.

Quellenarbeit von Sino-NK

Noch ein kleiner Hinweis auf eine Arbeit von Sino-NK (die Seite ist ja ambitioniert gestartet, aber hat bisher alles erfüllt, was versprochen wurde. Ich finde wirklich gut, was Adam und seine Mitstreiter aus dem Boden gestampft haben und hoffe, dass sie die bisherige Qualität aufrechterhalten können). Dort hat man sich ein bisschen in die Quellenarbeit gestürzt und öffentlich gemachte Protokolle und Dokumente westlicher wie „östlicher“ Staaten ausgewertet, um ein Licht auf die chinesische-nordkoreanischen Beziehungen von 1983 bis 1985 zu werfen. Für uns interessant ist auch, dass eins der ausgewerteten Dokumente ein Protokoll einer Konversation zwischen Kim Il Sung und Erich Honecker ist.

Gut für den Überblick: northorea.Collected

Zu guter Letzt möchte ich euch noch auf northkorea.Collected aufmerksam machen. Die Seite trägt die updates von den wichtigsten Nordkorea-blogs zusammen und zeigt an wenn auf Youtube neue Videos von den „üblichen Verdächtigen“ Uploadern zu finden und sammelt die tweets der wichtigsten Nordkorea-Twitterern. Außerdem sind noch einige Zeitungen etc. in der Liste. Die Seite ist echt super, um einen kleinen Überblick über die sozialen Medien etc. zu behalten.

Bis die Tage…

Ok, das wars von meiner Seite vermutlich für die nächsten zwei Wochen. Macht‘s gut, friert nicht ein (wobei das bitterkalte Wetter ja erstmal vorbei ist). Ihr wisst ja, dass ihr jede Menge weiterführende Links auf meiner Linkseite und den Unterseiten davon findet. Und wenn es drängendes zu diskutieren gibt, steht euch dafür bei Bedarf die Freie Beitragsseite zur Verfügung. Bis demnächst…

Die Zahl der nach Südkorea geflohenen Nordkoreaner übersteigt 20.000


Die Zahl der Nordkoreaner, die seit der Teilung des Landes Südkorea erreicht haben, hat die Zahl von 20.000 überschritten. 1999 flohen erstmals mehr als 1.000 Nordkoreaner in den Süden (für die gesamte Zeit von 1953 bis 1999 werden die Zahlen mit weniger als 1.000 angegeben) unter und seitdem sind die Zahlen relativ kontinuierlich gestiegen. Im Vergangenen Jahr waren es 2.927 Menschen und die Gesamtzahl erreichte am Jahresende 17.984 Flüchtlinge. Das heißt dann wohl, dass in diesem Jahr 2.016 Menschen geflohen sind, so dass der Jahrestrend leicht zurückgehen könnte (Mehr Zahlen findet ihr beim Ministry of Unification). Drei Viertel der Nordkoreaner die im Süden ankommen sind Frauen. Dies ist wohl der Tatsache geschuldet, dass diese größere Bewegungsfreiheit im Land haben und damit schwerer zu überwachen sind.

Die beständig steigende Zahl von Flüchtlingen zeigt zwar deutlich, dass Indoktrination und Terror zunehmend an Bindekraft einbüßen. Allerdings sind die Zahlen bisher noch so gering, dass sie nicht zu einer Bedrohung für das Regime werden können. Außerdem entledigt man sich so derjenigen, die so unzufrieden sind, dass sie bereit sind ihr Leben (und das ihrer zurückbleibenden Verwandten) zu riskieren um zu fliehen. Man wird also potentielle Oppositionelle los.

„To begin is to half-complete the task“ – Interessante Vorschläge britischer Parlamentarier zur Koreanischen Halbinsel


Nicht nur amerikanische Experten reisen momentan zuhauf nach Nordkorea, sondern auch britische (Oberhaus-)Parlamentarier (also die, die nicht wirklich was zu sagen haben(und nach meinem Verständnis auch nicht wirklich Parlamentarier sind)). In der vergangenen Woche war eine Gruppe bestehend aus Lord Alton of Liverpool, Baroness Cox of Queensbury und Benedict Rogers, einem konservativen Politiker in der DVRK zu Gast (Alton und Cox sind sehr engagiert was Nordkorea angeht und waren auch im letzten Jahr dort, worauf ich an anderer Stelle bereits hingewiesen habe). Darüber haben sie den gut 30 Seitigen Bericht „Building Bridges not Walls: The Case for Constructive, Critical Engagement with North Korea“ verfasst, der aber über die reine Berichtsform hinausgeht, sondern auch Handlungsempfehlungen und Vorschläge enthält (Von Rogers gibt es noch einen Blogbeitrag, der das Ganze komprimiert und sich ein bisschen mehr dem Thema Menschenrechte widmet). Dementsprechend sind nicht nur die Erkenntnisse interessant, die die britischen Blaublüter in einer Vielzahl von Gesprächen und Besichtigungen zu Themen wie der Menschenrechtssituation, der Religionsfreiheit und dem Gesundheitssystem sammeln konnten (natürlich alles nur Ausschnitte der Wirklichkeit und nicht wirklich neu, aber mit umfangreichen Hintergrundinformationen unterfüttert und daher trotzdem lesenswert).

Konkrete Ideen

Spannend fand ich vor allem die klaren Vorschläge, die die Gruppe zur Verbesserung der politischen Situation auf der Koreanischen Halbinsel machte. Die sind nämlich, wenn man die bisherigen Ansätze Südkoreas und vor allem der USA betrachtet, geradezu radikal, haben aber ihren Reiz und sind auch nicht völlig unrealistisch (gegeben natürlich den politischen Willen aller Parteien, nicht zuletzt der USA). Die Gruppe kritisiert die einseitige Fixierung auf das Nuklearprogramm Nordkoreas bei den bisherigen Gesprächen (eine Meinung die auch einige Experten (und ich) teilen) und fordert eine Erweiterung der Agenda auf weitere Themen, wie beispielsweise Menschenrechte. Dies ist unter den momentan herrschenden Umständen die im Bericht recht treffend so beschrieben werden:

For sixty years Korea has neither had war nor peace– simply an Armistice signed at Panmunjom on July 27th 1953

nicht möglich, da das Regime in Pjöngjang sich nicht von Staaten, mit denen man von Amtswegen im Kriegszustand befindet, kritisieren lassen wird.

Friedenskonferenz und Rolle für „neutrale Mächte“

Dementsprechend fordern die britischen Parlamentarier nichts weniger als eine Friedenskonferenz zwischen Nordkorea und Südkorea, sowie den USA, die am Anfang eines Gesprächsprozesses stehen und in der Folge auch Kommunikation über kritische Fragen wie Menschenrechte ermöglichen soll. Zur Verwirklichung eines Friedensabkommens wird im Bericht vorgeschlagen, eine Konferenz in Peking abzuhalten, bei der auch neutrale Staaten wie Schweden oder die Schweiz, aber auch andere, die nicht direkt in den Konflikt verstrickt sind, wie beispielsweise Großbritannien „assistieren“ könnten. Hier wäre sicherlich auch für Deutschland eine Rolle denkbar, denn in Nord- wie Südkorea ist man nicht schlecht beleumundet, hat außerdem einzigartige eigene „Teilungserfahrungen“ und außerdem könnten ein paar frische Impulse der festgefahrenen Situation nicht schaden. Allerdings hatte hier leider noch niemand die Idee (oder den Willen/Mut), dem Friedensprozess auch auf der großen politischen Bühne auf die Sprünge zu helfen. Es wäre doch mal schön, wenn sich einige der Koreainteressierten Politiker (die es ja durchaus gibt) dazu durchringen könnten, ähnlich visionäre Vorschläge wie die Briten zu machen.

Ansatz der USA auf den Kopf stellen

Der Vorschlag einen Friedenschluss an den Anfang zu setzen, stellt den  Ansatz, den die USA seit Jahren erfolglos vertreten auf den Kopf, denn für die USA steht eine Normalisierung (auch wenn man es meist schwammig formuliert, aber wenns drauf ankam wars bisher immer so) am Ende der Denuklearisierung Nordkoreas. Was die Briten hier richtig erkannt haben ist, dass diese Forderung nach Denuklearisierung alle Türen zu anderen Themen verschließt, während man sich natürlich auch die berechtigte Frage stellen kann, weshalb Pjöngjang alle Trumpfkarten (das Nuklearprogramm) aus der Hand geben soll, um anschließend nur hoffen zu können, dass die USA ihren Teil der Abmachung einhalten. Eine frühere Normalisierung der Beziehungen würde auf jeden Fall die Möglichkeiten vergrößern, auch andere Themen im offenen – aber auch kritischen – Dialog zu besprechen und nicht alles nur vom Erfolg in der Nuklearfrage abhängig zu machen.

Kritischer Dialog ist möglich

Das dies möglich ist hat die Delegation auch (nach eigener Aussage) selbst bewiesen, in dem sie im Rahmend der Gespräche mit Vertretern des Regimes nicht in falscher „politischer Korrektheit“ verharrten, sondern ihre „Gegenübers“ (ihr wisst ja was ich meine) direkt mit kritischen Fragen wie der Religionsfreiheit oder der Situation in den Gefangenenlagern konfrontierten. Dieser Weg mag zwar der anstrengendere sein, dadurch besteht aber einerseits die Möglichkeit, dass einerseits ein Nachdenkprozess bei dem Menschen auf der anderen Seite in Gang gesetzt wird. Andererseits kommt die Kritik aber auch definitiv beim Adressaten an und löst dort möglicherweise Diskussionen aus (Dieses Thema wurde beim Seminar der Naumann Stiftung über die Koreanische Halbinsel, dass ich vor ein paar Wochen besucht habe, ebenfalls angerissen und da war ganz ähnliches zu hören). Es ist also schon ein Wert an sich, wenn man in der Lage ist, bestimmte Themen anzusprechen. Und in die Lage kommt man bestimmt nicht, wenn man formal im Kriegszustand verharrt. Diese recht erfrischende Offenheit hat die Gruppe aber nicht nur gegenüber Nordkorea an den Tag gelegt. In dem Bericht wird auch ganz klar Kritik an den USA geübt. Bezüglich der eindeutigen Willensäußerungen für neue Gespräche Seitens Pjöngjangs und der eher ablehnenden Haltung der USA Anfang des Jahres ist dort zu lesen:

Regrettably, the United States rejected the proposal and another opportunity was missed. We believe this was a mistake. As one observer told us, „if your adversary offers to talk, it is morally wrong to refuse. The unpredictability of the situation lies with the closed-ness of the system, but if we open a bit, the unpredictability will dissipate. The North Koreans are eager for outside contact. It is not self-isolation – we are isolating them.“

Zwar lässt man einen Experten für sich sprechen, aber die Aussage ist klar: Es war ein Fehler die ausgestreckte Hand wegzuschlagen. Das gehört sich nicht! (Die klaren Worte, die die Oberhäusler in alle Richtungen verteilen, könnten ein Vorteil des für mein Demokratieverständnis etwas seltsamen Konstrukts eines Lebenslangen Sitzes sein: Man kann sagen was man denkt und eine Art moralisches Korrektiv spielen, denn weder Wähler noch Partei können einem was. Richtig ausgefüllt eine wichtige Rolle und auch eine Art Daseinsberechtigung für das Oberhaus, aber das hat natürlich garnichts mit Nordkorea zu tun).

Kein klares Wort zur Cheonan

Weniger klar sind allerdings die Aussagen im Bericht zum Untergang der Cheonan. Da ist nämlich ähnlich wie im Statement des UN-Sicherheitsrats nur von der Versenkung der Cheonan zu lesen. Nordkorea wird aber nie als Täter angeprangert. Das verstehe ich nicht so ganz, denn als Vertreter des klaren Wortes, sollte auch hier politische Korrektheit nicht nötig sein. Es sei denn die Parlamentarier sind sich hinsichtlich des Verursachers nicht so ganz sicher.

Europa soll sich einmischen

Naja, ich finde es gut und wichtig, dass sich auch europäische Politiker für eine Verbesserung der Situation auf der Koreanischen Halbinsel engagieren und dies auch publik machen. Ich würde mir wünschen, dass auch deutsche Amtsträger mehr Mut bewiesen und eigene Ideen vorlegen würden. Deutschland hat mit den eigenen Erfahrungen einen unschätzbaren Wissensschatz und steht in guten Beziehungen zu beiden Seiten und damit viel zu einer Verbesserung der Situation beizutragen. Man muss sich nur trauen. Es gäbe viel zu gewinnen, für die Menschen in Korea, aber auch für das diplomatischem Profil Deutschlands, aber wenig zu verlieren (denn mal ganz ehrlich: schlechter als die amerikanischen Regierungen der letzten zwanzig Jahren kann man es zum Beispiel garnicht machen!). Oder wie es im Bericht sehr treffend mit einem koreanischen Sprichwort gesagt wird:

To begin is to half-complete the task

Südkoreanischer Mann unter dem Verdacht der Spionage für Pjöngjang festgenommen


Berichten zufolge wurde in der vergangenen Woche ein Südkoreaner festgenommen, der für Nordkorea spioniert haben soll. Der 55 jährige, der nur als „Kim“  identifiziert wurde (Sehr hilfreich wenn man bedenkt, wie selten dieser Name auf Koreanischen Halbinsel zu finden ist) soll im Grenzgebiet zwischen Nordkorea und China mit dem Auftrag unterwegs gewesen sein, Flüchtlingshelfer und Flüchtlinge einzufangen und an Nordkorea zu übergeben.

Der Mann soll vor über zehn Jahren von einer nordkoreanischen Agentin angeworben worden und nach einer Ausbildung in Pjöngjang für Nordkorea tätig geworden sein. Seitdem soll er vor allem südkoreanische Aktivisten, die Nordkoreaner bei der Flucht aus ihrem Land unterstützten, entführt und an seine Auftraggeber weitergereicht haben. Der Mann wurde am Donnerstag festgenommen, als er sich für einen Kurzbesuch in Südkorea aufhielt. Näheres über den mutmaßlichen Spion und seine Opfer ist bisher nicht bekannt, da der Sprecher der Staatsanwatschaft mit Verweis auf laufende Ermittlungen nur wenig Aussagen treffen wollte. Jedoch stehe er unter dem Verdacht gegen das nationale Sicherheitsgesetz verstoßen zu haben, was Strafen bis zur Hinrichtung nach sich ziehen kann.

Weiter über die Geschichte zu sprechen macht wahrscheinlich erst dann Sinn, wenn es mehr Informationen gibt. Was mich allerdings immer wieder überrascht bzw. erschreckt ist, dass Menschen aus Ländern in denen sie vollen Zugang zu Informationen haben trotzdem bereit sind, für das Regime in Pjöngjang zu arbeiten. Dazu gehört ein erstaunliches Maß an Dummheit, Ignoranz oder Gier, das ich persönlich nur schwer nachvollziehen kann. Aber was solls, das ist ja bei Weitem nicht das Einzige was ich nicht verstehe, daher sollte ichs vermutlich einfach auf meine ganzschön lange Liste ungeklärter Fragen setzen…

Nordkorea fordert „Exekution“ des Sonderberichterstatters für Menschenrechte…NEIN! — Nicht wie ihr denkt!


Da hab ich mich wohl getäuscht. Ich hatte ja gedacht, irgendwer würde sich  für den Bericht des Sonderberichterstatters des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen, Vitit Muntarbhorn, interessieren. Dem war aber irgendwie nicht so. Dabei war das Ganze schon irgendwie interessant.

Zwar hat Muntarbhorn eigentlich nichts sagen können, das nicht eh schon bekannt war. Er hatte ja keinen Zugang nach Nordkorea und musste so auf die Quellen zurückgreifen, die weitestgehend auch allen Anderen offenstehen die ein Interesse daran haben (auch die Tatsache, dass er scheinbar keine Mitarbeiter hatte, seine Berichte selbst abtippen musste (hat er so gesagt) und ehrenamtlich gearbeitet hat, dürften hinderlich bei der Erstellung gewesen sein). Interessant war das Ganze trotzdem. Muntarbhorn hat kein Blatt vor den Mund genommen und die unkooperativen Haltung des „country concerned“, die Maßnahmen zur Unterdrückung der Märkte und die Währungsreform, die Erosion des Bildungs- und Gesundheitssystems, die fast gänzliche Nichteinhaltung der Freiheitsrechte, die auch im Gegensatz zur Verfassung Nordkoreas stehen und verbunden damit, die Existenz von Straflagern und das strikte Vorgehen gegen Flüchtlinge (hier klingt auch Kritik an China mit, wenn er fordert, dass in einigen Ländern Flüchtlinge aus Nordkorea als illegale Einwanderer klassifiziert würden und dass hier ein „flexiblerer Ansatz“ notwendig sei.) eindeutig kritisiert. Er forderte wie angekündigt, dass die Frage der Menschenrechtsverletzungen „internationalisiert“ werden solle, da auf nationaler Ebene kein Interesse an Änderungen bestünde und brachte den VN Sicherheitsrat sowie den Internationalen Strafgerichtshof als mögliche Akteure ins Spiel. Zusammenfassen beschrieb Muntarbhorn die Menschenrechtsverletzungen als „grauenvoll und erschreckend (harrowing and horific)“ und „lud die Regierung Nordkoreas ein“ kurzfristig und umgehend verschiedene Maßnahmen umzusetzen (ich will sie nicht alle aufzählen, aber mit meinen Worten zusammengefasst sagte er: „Hört auf die Menschenrechte zu verletzen!“). Wie gesagt, keine besonderen Neuigkeiten, aber ne gute Zusammenfassung der Umstände in Nordkorea.

Da es sich aber um eine Vorstellung des Berichts im Plenum handelte, gab es nach dem Vortrag des Sonderberichterstatters Wortmeldungen verschiedener Staaten und die waren dann irgendwie doch interessant. Als erstes durfte natürlich der Vertreter des betroffenen Staates in diesem Fall Choe Myong-nam antworten. Der sah den Bericht als Mittel er Konfrontation durch die USA, Japan und die EU. Der Bericht sei dem verschwörerischen Vorgehen dieser drei Parteien entsprungen, die immer wieder konfrontative Resolutionen gegen Nordkorea veranlassen würden. Choe machte sich nicht die Mühe, die Vorwürfe des inhaltlich zu bestreiten. Vielmehr drosch er verbal auf die Verfahrenspraxis des Menschenrechtsrats ein. Dabei hat er aber auch einige, meiner Meinung nach durchaus kritikwürdige, Punkte vorgebracht. So hinterfragte er die Motive, die dazu führten, dass die Position eines Sonderberichterstatters für Menschenrechte in Nordkorea eingerichtet wurde und deutete an, dass Menschenrechte nur ein vorgeschobenes Motiv seien um Druck auf Nordkorea zu entfalten. Dann war er ziemlich schnell beim Irakkrieg, dem Mittleren Osten, in Afghanistan und natürlich bei der japanischen Geschichte und fragte wo denn hier die Berichterstatter seien, die nach Menschenrechten fragten. Wie das Nordkorea ja immer gern tut, geißelte er die „double standards“ und stellte fest, dass Berichte über einzelne Länder nur Instrumente imperialistischer Politik seien, was besonders daran erkennbar sei, dass nur Entwicklungsländer und keine Industriestaaten von solchen Berichten betroffen seien. Wie gesagt, die Fragen die er aufwirft kann man auch als Nicht-Nordkoreaner stellen. Der Schluss den er aus seinen Ausführungen zog klingt dann wieder besonders „nordkoreanisch“, wenn auch unfreiwillig. Er forderte nämlich dass der: „anachronistic special rapporteur on the Democratic People’s Republic of Korea must be eliminated once and for all.“ Obs da dem Herrn Muntarbhorn wohl ein bisschen unheimlich geworden ist? Aber vermutlich dachte Choe dann doch nicht an das Verfahren, das Nordkorea sonst für illegale Handybesitzer und Auswanderer heranzieht…

Natürlich gabs noch weitere Wortmeldungen und nicht so natürlich (es handelt sich ja schließlich um den Menschenrechtsrat) stand Nordkorea nicht ganz allein da. Ein paar übliche Verdächtige sprangen Choe zur Seite: Hier sind Syrien, Kuba, Myanmar, der Sudan und Pakistan zu nennen. China sagte natürlich auch nichts gegen Nordkorea, aber das was der Vertreter Pekings von sich gab war so „diplomatisch“, dass es eigentlich alles bedeuten konnte und kann. Auf der anderen Seite standen ebenfalls übliche Verdächtige, die auch das Übliche von sich gaben. Großteils kann man für die Aussagen der jeweiligen Vertreter tatsächlich das BIP des jeweiligen Landes als Indikator nehmen (Oder die Regierungsform, aber da dürfte ja auch ne gewisse Korrelation bestehen).

War sonst noch was? Achja, ganz witzig fand ich den Direktor des Rates, den Senegalesen Bacre Waly Ndiay, der schien irgendwie nicht besonders interessiert an der ganzen Sache (Nur dumm, dass er direkt neben dem Special Rapporteur und damit ziemlich mittig im Bild der Kamera saß). Nachdem er drei Minuten lang seine Brille geputzt hatte, ging er dazu über sein Handy zu bearbeiten. Vermutlich musste er noch was Wichtiges recherchieren. Irgendwann am Ende von Muntarbhorns Vortrag hat ihn dann sein Kollege darauf aufmerksam gemacht, dass man die Handy Aktivitäten besser (vor den Kameras) verbergen kann, wenn man sein Namensschild n bisschen mittiger vor sich stellt. Hat Ndiay dann auch gemacht. Nur mit Handy spielen war dann nicht mehr viel. Scheinbar war das Ganze so anstrengend, dass er erstmal n Nickerchen machen musste. Also scheut euch den Wonneproppen mal an… Angucken könnt ihr das hier, braucht man nen Real Player für, aber das sollte ja kein Problem sein.

Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen legt Bericht über Menschenrechte in Nordkorea vor


Der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für die Menschenrechtssituation in Nordkorea, Vitit Muntarbhorn, hat gestern vor dem Menschenrechtsrat der VN einen Bericht über die Lage der Menschenrechte in Nordkorea vorgelegt. Die Inhalte des Berichts wird der thailändische Jurist, der seine Position seit 2004 innehat, am Montag detailliert vorstellen. Jedoch deuten die bisherigen Aussagen Muntarbhorns darauf hin, dass das Schriftstück starke Kritik an Nordkorea beinhaltet. So fordert der Berichterstatter das „VN-System in seiner Gesamtheit zu nutzen“ um die Menschen in Nordkorea vor übergriffen des Staates gegen seine eigenen Bürger zu schützen. Er verwies darauf, dass der Sicherheitsrat die Möglichkeit habe gegen „rogue states“ vorzugehen, während der Internationale Strafgerichtshof gegen Individuen vorgehen könne. Hier stellte er den Tatbestand der „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ in den Raum.

Am Montag scheint Nordkorea erneut harsche Kritik für seine Verstöße gegen die Menschenrechte bevorzustehen. Die Meldungen werden ein oder zwei Tage die Schlagzeilen beherrschen, Menschenrechtsorganisationen und einige ambitionierte (aber vermutlich nicht bedeutende) Politiker werden in den Chor der Kritiker einstimmen. Und dann? — Dann wird zur Tagesordnung übergegangen.

Das ist ja immer so eine Sache mit den Menschenrechten. Sie werden gerne als Begründung für ein Vorgehen gegen bestimmte Staaten genommen, denn dann hat man ja ein hohes und wertvolles Motiv vorzuzeigen. Hat man aber kein Interesse an einem Vorgehen gegen einen Staat, dann sieht es schlecht aus mit Menschenrechten. Konkurrieren sie mit anderen Interessen wirtschaftlicher, oder gar geopolitischer Art, ziehen sie immer den Kürzeren. Das ist natürlich schade, aber eben politische Realität.

Tja und leider gibt es mit der Denuklearisierung Nordkoreas gerade einen ziemlich starken Konkurrenten. Dementsprechend wird auch dieser Bericht, nachdem er einige Zeit für Aufsehen gesorgt hat in der Schublade verschwinden. Der Sicherheitsrat wird sicherlich nicht aufgrund der Menschenrechtsverstöße gegen Nordkorea vorgehen. Und der ICC wird vielleicht auf Anzeige von Menschenrechtsorganisationen oder Aktivisten hin, gegen einzelne Personen ermitteln, aber mehr auch nicht. Er hat keine Möglichkeit an die Leute ranzukommen, also wird auch hier nichts passieren. Der Bericht ist als mal wieder ein Muster ohne großen Wert. Interessant wird er trotzdem sein. Daher freue ich mich drauf, bald mal nen Blick drauf werfen zu können.

Den Bericht und weitere Links zu Dokumenten der UN zu Nordkorea könnt ihr auch in meiner entsprechenden Linksammlung finden. Mehr zum Thema Menschenrechte findet ihr in der dazu gehörigen Linksammlung.

Zitierbares zu Nordkorea frei im Netz: E-books, Berichte, Newsletter (I, Menschenrechtssituation)


Ein von mir formuliertes Ziel meines Blogs war es ja, die vielfältigen open source Quellen, die man im Netz über Nordkorea finden kann, aufzuzeigen und besser zugänglich zu machen. Wie schon gesagt, kann natürlich auch jeder selbst suchen, aber nicht jeder hat Lust auf stundenlange Google-Recherchen, bei denen man dann aus der Unmasse von Seiten politischer Wirrköpfe (links, rechts, religiös oder einfach nur verrückt, egal) die Rosinen raussuchen muss. Ich habe eigentlich schon ziemlich viele Rosinen gefunden (vermutlich nicht alle, aber es werden eigentlich ständig mehr), was mich in die komfortable Lage bringt, euch an meinen Quellen teilhaben zu lassen, was euch wiederum in die komfortable Lage bringt, gute Informationen zu finden, ohne euer Hirn mit dem alltäglichen Schwachsinn des WWW zu verseuchen (Obwohl das auch mitunter lustig, aber eigentlich nie zielführend ist).

Meine Artikel, die sich mit Blogs und Nachrichtenquellen zum Thema Nordkorea beschäftigen, dürften möglicherweise dem Einen oder Anderen eine Hilfe gewesen sein, waren aber bereits ziemlich ausschweifend. Da das Feld, dem ich mich jetzt zuwenden möchte, noch breiter ist, ich aber eigentlich keine Lust habe, eine Woche an nem Artikel rumzuwerkeln, den dann aufgrund seiner Länge niemand liest, werde ich das Ganze in mundgerechten (wobei das Mund eigentlich nicht so passt, aber es ist nunmal n geflügeltes Wort und passt zu den..) Happen servieren. Also kurz und gut, diesesmal möchte ich mich mit Fundstellen aus Wissenschaft und Forschung auseinandersetzen und primär diejenigen aufzählen, wo ihr auch was Zitierfähiges finden könnt. Ob ihr vorhabt, irgendwas zu zitieren ist eigentlich egal, denn damit meine ich hauptsächlich, dass die Infos, die ihr da kriegt, Hand und Fuß haben, auch wenn die Inhalte der Publikationen natürlich etwas von den Standpunkten der Autoren gefärbt sein können, aber da werd ich versuchen euch vorzuwarnen. Ich glaube, dass es irgendwie schon besser ist zu wissen, dass der Autor eines Beitrages ein Wissenschaftler ist, der sich von Berufswegen mit der Materie beschäftigt, als zu hoffen, dass es kein ultrakonservativer Monarchist / Stalin-Fanclub-Vorsitzender / sendungsbewusster Religionsfanatiker, der während einer Gebetskampagne eine Erleuchtung bekommen hat, ist. Naja aus diesem Grund jedenfalls werd ich versuchen in relativ regelmäßigen Abständen (ich versuch nen Wochenrhythmus anzupeilen) so ungefähr drei vielversprechende Fundstellen vorzustellen, bis ich keine mehr kenne. Ich vermute mal, dass das ganze in 4 bis 5 Beiträgen reinpassen sollte. Ich werde versuchen, die Fundstellen thematisch zu ordnen, weiß aber noch nicht genau, inwiefern mir das gelingen wird, weil die Meisten recht breite Spektren abdecken. Nagut, bevor ich auch den letzten Leser mit meinem nicht enden wollenden Geschreibe vergraule, fang ich am Besten schnell mal an.

Quellen zum Thema Menschenrechte

Da in den vergangenen Wochen das Thema Menschenrecht von der, von mir nicht besonders geschätzten zutiefst verhassten Hilfsorganisation Missionierungs-, Propaganda- und Spendensammelagentur Open Doors, mal wieder hoch auf die Agenda gesetzt wurde, möchte ich heute Quellen vorstellen, die es ermöglichen, neutrale Informationen zu diesem Thema (im weiteren Sinne) einzuziehen.

E-Books und Berichte direkt von US Regierungsstellen: US Commission on International Religious Freedom und State Department

Anfangen möchte ich entsprechend meiner Einleitung mit der United States Commission on International Religious Freedom, die einen jährlichen Bericht zur religiösen Freiheit in Nordkorea herausgibt und darüber hinaus Transkriptionen der relevanten Hearings zum Thema anbietet. Vor allem gibts da aber zwei sehr ausführliche Berichte zum Download, die von ihren Ausmaßen an Bücher heranreichen und umfangreich zum Thema informieren. In „Thank you Father Kim Il Sung“ und „A Prison without Bars“ werden Geschichte und aktueller Status der verschiedenen Religionsgruppen eingehend thematisiert. Der aktuelle Status wird dabei vor allem basierend auf einer Umfrage unter Flüchtlingen beschrieben (Die Umfrage ist allerdings nicht gerade repräsentativ, da nur eine geringe Zahl (40 im ersten und 38 im zweiten Bericht) von Flüchtlingen befragt wurde) und erlaubt interessante Einblicke in die Lebenswirklichkeit in Nordkorea, beschreibt aber auch den Umgang des Staates mit den verschiedenen Religionsgruppen im Land. Natürlich könnte man kritisieren, dass eine Kommission, die einem Staat untersteht, nicht unbedingt als neutrale Quelle zu bewerten ist. Allerdings wird die konkrete Forschung von Wissenschaftlern betrieben und wenn man sich die Berichte anschaut, scheinen diese nicht unbedingt von politischen Zielen (außer der Durchsetzung des Menschenrechts auf freie Religionsausübung) bestimmt zu sein. Ein Muss für jeden, der sich mit dem Thema Religion in Nordkorea auseinandersetzt. Und weil wir schonmal gerade bei Stellen des amerikanischen Staates sind: Hier gibts den Bericht des State Department zur Menschenrechtslage in Nordkorea. Wird jährlich geupdated und das Schöne ist, dass alle Menschenrechte aufgelistet sind und dann die jeweiligen Verstöße dagegen beschrieben werden. Übersichtlich aber informativ.

Eine Lobbyorganisation die mit der Wahrheit überzeugt (ja gibts tatsächlich): Committee for Human Rights in North Korea (HRNK)

Eine weitere Quelle hervorragender Informationen, die sich allgemeiner mit Menschenrechten in Nordkorea auseinandersetzen, ist das Committee for Human Rights in North Korea (HRNK). Diese Gruppe, der einige der bedeutendsten Forscher zum Thema Nordkorea angehören, hat es sich zum Ziel gemacht, die Menschenrechtssituation in Nordkorea zu verbessern und generell eine Öffnung des Landes herbeizuführen. Ein hohes Ziel, dass sie durch „Lobbyarbeit“, vor allem mit Hilfe gut recherchierter Berichte, zu verwirklichen suchen. Im Rahmen dieser Berichte versuchen sie gleichzeitig konkrete Lösungs- und Handlungsvorschläge zur Verbesserung der Situation zu formulieren. Auf der Seite dieser Organisation gibt es eine ganze Reihe hervorragender Berichte in Buchlänge zu finden. Diese Beschäftigen sich mit Flüchtlingen, der Nahrungsmittelsituation, der Menschenrechtslage im Allgemeinen und mit den berüchtigten Straflagern, in denen Schätzungsweise 200.000 Nordkoreaner leiden. Da ich nur letzteren Bericht gelesen habe, „Hidden Gulag“ von David Hawk, will ich nur diesen ausdrücklich empfehlen. Auch dieser Bericht baut in großen Teilen auf der Befragung Betroffener auf, was aufgrund der Materie noch bedrückender ist, als die Berichte über religiöse Freiheit. Weiterhin werden die einzelnen Lager anhand von Satellitenfotos näher beschrieben und es werden hervorragende Hintergrundinformationen zum Lagersystem insgesamt geliefert. Ein absolutes must read für jeden der sich hierzu informieren möchte. Und da fällt mir gerade noch was auf: Der Bericht „Hunger and Human Rights: The Politics of Famine in North Korea“ dürfte auch auf jeden Fall lesenswert sein. Die beiden Autoren Marcus Noland und Stephen Haggard haben ausgiebig zu dem Thema geforscht und sind im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen und nahezu allen Vertretern der Medien so ehrlich zu sagen, dass es unmöglich ist, genaue Zahlen zu den Todesopfern der großen Hungersnot von 1994 bis 1998 zu nennen. Sie schätzen die Opferzahlen annäherungsweise (wobei sie sich statistischer Analysemethoden bedienen) bei 600.000 bis einer Million (Das heißt immerhin eine Million weniger, als die in unseren Medien mittlerweile als feststehende Wahrheit verkauften zwei Millionen). Da ihre Artikel und Paper eigentlich immer fundiert und so weit es geht neutral sind, dürfte das auch hier der Fall sein. Aber wie gesagt, vermutlich sind auch die anderen Berichte es wert gelesen zu werden. Auf der Seite des (HRNK) hat sich schon seit 2007 nichts mehr getan. Man weiß ja nie was passiert, und daher würde ich dem interessierten Leser empfehlen auf Nummer sicher zu gehen und alle Berichte runterzuladen. Erspart das Suchen, sollte die Seite irgendwann nicht mehr erreichbar sein… Achja, auch hier wieder die Frage, inwiefern eine Lobbyorganisation neutral sein kann und die Antwort: Zumindest soweit, dass sie wissenschaftliche Standards erfüllt und Berichte kostenlos im Netz anbietet, die Infos liefern, die dem Alltagsleser sonst nicht so einfach und kostengünstig zugänglich sind. Der Fall Nordkorea ist eben ein so krasser, dass man die Realität nicht künstlich aufbauschen muss.

Zwar tendenziöse, vor allem aber exklusiv: Good Friends: Center for Peace, Human Rights and Refugees

Und abschließend noch eine Quelle, bei der ich lange überlegt habe, ob ich sie dazu nehmen soll oder nicht. Letztlich hab ich mich dafür entschieden, weil die Organisation „Good Friends: Center for Peace, Human Rights and Refugees“ in ihrem Newsletter „North Korea Today“ oftmals Infos haben, die noch nicht mal Yonhap liefern kann und weil die Good Friends natürlich einen Schwerpunkt auf Fragen der Menschenrechte haben, der hier hervorragend reinpasst. Was mich etwas zögern ließ war, dass einem bei der Lektüre des Newsletter nicht entgeht, dass er etwas einseitig und tendenziös ist. Aber wenn man da kritisch rangeht, dann überwiegen auf jeden Fall die gewonnenen Infos gegenüber dem Ärger beim Filtern. Wer up to date bleiben will oder nach bestimmten Fakten sucht, ist hier gut aufgehoben.

So, dass wars erstmal zur Menschenrechtssituation in Nordkorea. Es kann sein, dass mir da noch weitere Quellen einfallen, aber die werde ich dann an anderer Stelle nachzuliefern versuchen. Aber da viele Augen immer mehr sehen als zwei meine klare Ansage: Sollte jemand Ergänzungen zum Thema haben: Immer her damit!

 

Diese und weitere Links zum Thema findet ihr auch in meiner Linksammlung zum Thema Menschenrechte.

Amerikanischer Missionar/Liebesprediger/Märtyrer in Nordkorea verschwunden, warum ich nicht um ihn weine…


Seit einigen Tagen geistert, will man sich über Nordkorea informieren, vor allem das Schicksal des amerikanischen „Missionars“ Robert Park durch die Medien, der von China aus die Grenze zu Nordkorea überschritt und währenddessen lautstark proklamierte, dass er die Liebe Gottes bringe. Achja und einen Brief, in dem er den Rücktritt Kim Jong Ils und die Auflösung der nordkoreanischen Gefangenenlagern forderte, hatte der Gute angeblich auch noch dabei. Eigentlich hatte ich vorgehabt, diesen Stuss komplett zu ignorieren, weil dieses Blog ja nicht „Internationaler-Trottel-Report“ oder so heißt. Aber weil Nordkorea bei der Sache ja eine gewisse Rolle spielt und Herrn Park völlig übertriebene Aufmerksamkeit geschenkt wird, hab ich mich dann doch noch überwinden können, meine Meinung zum Besten zu geben.

Über die zwiespältige gefährliche und wenig hilfreiche Rolle, die vor allem südkoreanische und amerikanische Missionsgruppen in Nordkorea spielen, hab ich mich ja schonmal reichlich ausgelassenk**zt. Im Kontext dieses irrationalen und kurzsichtigen Sendungsbewusstseins ist wohl auch die Aktion Parks zu sehen. Nur konsequenter… Während die meisten Besserchristen durch ihre Aktionen vornehmlich das Leben der Menschen in Nordkorea, die mit ihnen in Kontakt kommen, in Gefahr bringen, geht Parks Ansatz etwas weiter. Der hat nämlich erklärt, dass er nicht aus der nordkoreanischen Gefangenschaft befreit werden will und im Zweifel auch in nordkoreanischer Gefangenschaft sterben wolle. Gut so. Wenigstens betrifft seine Entscheidung nur ihn selbst. Und außerdem ist zumindest ein religiöser Fanatiker aus dem Verkehr gezogen.Aber was hat sich Park von seiner Aktion eigentlich versprochen? Wie das ja oft bei Fanatikern der Fall ist, kann man das erstmal schwer verstehen. Vermutlich wollte er seine Verhaftung provozieren und so die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf die Menschenrechtslage in Nordkorea lenken. Das erste ist ihm mit Sicherheit gelungen, das Zweite irgendwie auch…Aber die Medien, die sonst ja kaum eine Chance zur Verteufelung und Panikmache bezüglich Nordkorea vorüberziehen lassen, reagieren in diesem Fall erstaunlich ruhig und beschreiben nur neutral die Fakten. Warum? Weil die Aktion total dämlich ist und weil es kaum eine Möglichkeit gibt, wohlwollend darüber zu berichten. Nur mal so zum Beispiel. In Deutschland kann die illegale Einreise auch mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe sanktioniert werden. Und auch wenn wir hier die freie Rede wesentlich höher schätzen als in Nordkorea, so gibt es trotzdem auch hier Sachen, die man im Gegensatz zu anderen Ländern nicht sagen darf. Beispiel gefällig? Mir fällt da die Holocaustlüge ein. Wenn hier ein Mensch anderer Nationalität (sagen wir mal nicht EU) ohne die gewöhnlichen Einreiseformalitäten einreisen würde, dabei laut proklamieren würde, die Gaskammern habe es nie gegeben, dann hätte er zumindest die formalen Anforderungen für ne Freiheitsstrafe erfüllt. Und meiner Meinung nach hätte ers nicht besser verdient.Aber mein Gott, ist das alles jetzt auch nur eine einzige Zeile wert? Eigentlich nicht. Wenn ich bei Rot über ne Ampel fahre geb ich vielleicht den Führerschein ab. Zurecht. Klar kann ich sagen, dass ich gegen das inhumane Verkehrsrecht der deutschen Behörden protestieren wollte. Das wird aber hier niemanden interessieren. Wenn ich in Malaysia illegal einreise, krieg ich mit nem Stock den Arsch gehauen. Zurecht. Klar kann sagen, dass ich gegen die Beschränkung meiner Bewegungsfreiheit demonstriere. Aber so stehts dort nunmal im Gesetz. Wenn ich mit ner Waffe auf jemanden Schieße, den ich für nen Einbrecher halte, geh ich in Deutschland vielleicht in den Knast. Zurecht. Klar kann ich sagen, dass ich mich selbst verteidigen musste und jeder eine Waffe zu diesem Zweck tragen dürfen sollte. Aber…Genau, in unserem Gesetz steht was anderes. Was ist das also für ne dämliche Art des Protestes die sich Herr Park da hat einfallen lassen? Genau. Extrem dämlich.Aber vielleicht kann er ja den anderen Möchtegernweltrettern zum Vorbild dienen, auf das sich die nordkoreanischen Gulags mit „Missionaren“ und religiösen Fanatikern aller Art fülle mögen, und dass diese in Zukunft keinen Schaden mehr anrichten können! Robert Park hat einen Weg gefunden, die Welt Stück für Stück zu bessern.

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