Kim Jong Uns Neujahrsansprache: Viel Lärm um Nichts oder echter Silvesterkracher?


Kaum fährt man mal für ein paar Tage weg und verzichtet vollkommen auf die Segnungen der modernen Kommunikation und schon packt der junge Diktator in Pjöngjang mal wieder eine programmatische Rede aus, die Leute in aller Welt dazu bewegt, soviel Text zu produzieren, dass ich vermutlich das erste Drittel des neuen Jahres (ich hoffe für euch wird es ein frohes (das waren meine guten Wünsche, mehr gibts nicht)) damit zubringen könnte, die Sekundärliteratur zu Kim Jong Uns Neujahrsansprache auszuwerten. Da ich aber solange nicht mit dem Bloggen warten will (und ich hoffe ihr auch nicht), habe ich mich für eine andere Herangehensweise entschieden. Ich verzichte erstmal auf die Sekundärlektüre und überlege für mich und euch, was es mit Kim Jong Uns Rede so auf sich hat.

Der Kontext der Neujahrsansprache

Dazu erstmal eine kontextuelle Einordnung: Die Neujahrsansprache bietet inhaltlich so ziemlich genau das, was in den vergangenen Jahren die sogenannten „Joint New Year Editorials“ der wichtigsten nordkoreanischen Medienorgane geboten haben. Wer sich ein solches Editorial mal durchgelesen hat (hier habe ich das zum Beispiel gemacht), dem werden die Ähnlichkeiten in der Struktur auffallen. Auf einen Jahresrückblick, der sich auf verschiedene Felder von Politik und Gesellschaft beziehen folgt ein eher programmatischer Teil, in dem allgemeine Ziele für die Entwicklungen in verschiedene Wirtschaftbereichen formuliert werden, Hinweise zur Entwicklung der Parteiorganisation und des Militärs gegeben werden und auch außenpolitische Pflöcke eingeklopft werden. (Hier die ganze Rede auf Deutsch und auf Englisch). Von der Länge her fiel die Rede Kim Jong Uns zwar ein gutes Stück kürzer aus als das Editorial, aber da es dieses Jahr nichts dergleichen gab und wie gesagt, strukturell starke Ähnlichkeiten zwischen Rede und Editorial bestehen, setze ich deren inhaltliche Funktionen erstmal ein Stückweit gleich. Das Editorial ersetzte wohl hauptsächlich die Reden Kim Jong Ils, der ja nicht unbedingt als Vielredner bekannt war und da Kim Jong Un die Tradition der Neujahrsansprache, die auch Kim Il Sung regelmäßig hielt, wieder aufzunehmen scheint, wird das Editorial als programmatischer Rahmen wohl nicht mehr gebraucht.

Fragen zur Analyse

Die Interpretation der Rede erschöpft sich aber nicht nur in der inhaltlichen Betrachtung, sondern umfasst auch noch einige andere Ebenen. Zur umfassenden Analyse würde ich mir folgende Fragen stellen:

  • Was hat Kim Jong Un gesagt?
  • Was hat Kim Jong Un gemeint?
  • Was ist die Funktion Kim Jong Uns als Redner?
  • Wie ist die Rede von ihrer Tragweite her zu bewerten?
  • Wer formuliert eine solche Rede?
  • Wie ernst sind die Aussagen der Rede zu nehmen?

Die Tatsache, dass ich mir diese Fragen stellen würde, bedeutet noch lange nicht, dass ich sie auch beantworten kann. Das kann ich leider nicht (vielleicht wäre ich sonst schon reich und berühmt…), aber immerhin kann ich zu jedem der Punkte ein paar Überlegungen anstellen.

Was hat Kim Jong Un gesagt?

Diese Frage habe ich ja eben schon zum Teil beantwortet. Er hat eine Neujahrsansprache in der Tradition seines Großvaters gehalten und dabei neben einer Art Jahresrückblick auch einen Ausblick auf die programmatischen Zielsetzungen im kommenden Jahr gegeben. Und die dort getroffenen Aussagen lassen durchaus aufmerken. Besonders stark finde ich die folgenden Absätze:

Der Aufbau einer Wirtschaftsmacht ist heute die wichtigste Aufgabe, die bei der Erfüllung der Sache zum Aufbau eines mächtigen sozialistischen Staates im Vordergrund steht.

Uns obliegt es, beim wirtschaftlichen Aufbau die schon erreichten Erfolge weiter zu festigen und zu entwickeln und dadurch unser Land auf die Stellung der Wirtschaftsmacht im neuen Jahrhundert gebührend zu heben und den Wunsch Kim Jong Ils, der sein ganzes Leben dafür einsetzte, dass unser Volk ein wohlhabendes Leben führt, ohne jemanden in der Welt beneiden zu müssen, in die Tat umzusetzen. […]

Erfolge beim wirtschaftlichen Aufbau müssen im Leben des Volkes zum Ausdruck kommen. Es ist unumgänglich, große Kräfte dafür einzusetzen, die Bereiche und Einheiten, die mit dem Volksleben in direkter Beziehung stehen, auf die Beine zu bringen und die Produktion zu erhöhen, damit dem Volk im Leben mehr Wohltaten zuteil werden.

Diese Ankündigungen, das wirtschaftliche Wohlergehen der Bevölkerung künftig stärker in den Blick zu nehmen war bisher das deutlichste Signal in diese Richtung und übertrifft die bisher immer wieder zitierte Aussage Kim Jong Uns deutlich, dass in Zukunft niemand mehr den Gürtel würde enger schnallen müssen. Solche klaren Aussagen kommen in der nordkoreanischen Bevölkerung, die sonst eher an leise Zeichen und Zwischentöne gewöhnt ist, vermutlich an wie Donnerschläge.

Die militärische Kraft ist eben die nationale Stärke, und in der allseitigen Stärkung der militärischen Kraft liegen das starke Land und das Glück und Wohlergehen des Volkes. Wir sollten unter dem hoch erhobenen Banner von Songun für die Verstärkung der militärischen Macht weiterhin größere Kraft einsetzen, dadurch die Sicherheit des Vaterlandes und die Souveränität des Landes zuverlässig verteidigen und zum Schutz der Sicherheit in der Region und des Friedens in der Welt beitragen. […]

Dem Bereich Verteidigungsindustrie obliegt es, mehr Spitzenbewaffnungen unseres Typs, die zur Verwirklichung der militärstrategischen Ideen der Partei beitragen können, herzustellen und so seiner Mission als Waffenarsenal der starken Revolutionsarmee von Paektusan gerecht zu werden.

Das klingt zwar spektakulär, aber im Endeffekt klingt es auch nach dem, was Jahr für Jahr im Neujahrseditorial stand. Allerdings ist auch hier die Deutlichkeit mit der Kim nach einer Fortsetzung der Rüstungsbemühungen ruft frappierender als in der Vergangenheit.

Die Vereinigung des Vaterlandes ist die größte dringende Aufgabe der Nation, die keinen Aufschub duldet, und ein lebenslanger Wunsch der großen Generalissimusse und ein von ihnen hinterlassener Hinweis.

Kim Il Sung und Kim Jong Il, Väter der Nation und Retter des Vaterlandes für die Vereinigung, denen wie keinem anderen das Herz vor dem Leiden der nationalen Spaltung blutete, setzten zeitlebens ihre ganze Kraft und Seele darein, unseren Landsleuten ein vereinigtes Vaterland zu schenken, und schufen so eine feste Grundlage für die selbstständige Vereinigung und das friedliche Gedeihen des Landes. […]

Welche Prüfungen und Schwierigkeiten auf dem Weg der Vereinigung des Vaterlandes auch vor uns liegen mögen, werden wir mit zusammengeschlossener Kraft der ganzen Nation auf dem 3000 Ri großen Territorium unbedingt einen mächtigen vereinigten und aufblühenden Staat errichten.

Klingt auch spektakulär, ist es aber eigentlich noch weniger als die vorher aufgeführten Aussagen. Denn was Kim Jong Un da sagte, kann man ziemlich genau so auch im Neujahrseditorial des Vorjahrs nachlesen. Fast könnte einem der Verdacht kommen, da sei garnichts am Text geändert worden.

Gemäß den Forderungen der fortschreitenden Wirklichkeit sind die wirtschaftliche Leitung und Verwaltung zu verbessern.

In allen Bereichen der Volkswirtschaft muss man die wirtschaftliche Operation und Leitung aufeinander abstimmen, um alle Reserven und Möglichkeiten maximal zu mobilisieren und so einen Aufschwung in der Produktion zu vollbringen, den gegenwärtigen Plan und die perspektivische Entwicklungsstrategie in jeder Etappe wissenschaftlich aufstellen und standhaft durchsetzen. Wir sind verpflichtet, nach dem Prinzip, die sozialistische Wirtschaftsordnung unserer Prägung zuverlässig zu verteidigen und die werktätigen Volksmassen als Herren in der Produktionstätigkeit ihrer Verantwortung und Rolle gerecht werden zu lassen, die wirtschaftliche Verwaltungsmethode ständig zu verbessern und zu vollenden und die guten Erfahrungen breit zu verallgemeinern, die in verschiedenen Einheiten geschaffen wurden.

Interessant und neu finde ich diese Bezüge zum wirtschaftlichen Management, die eine Anpassung der Unternehmenssteuerung an die Realität und einer permanenten Verbesserung der Verwaltungsmethoden fordern.

Was hat Kim Jong Un gemeint?

Das weiß natürlich nur Kim Jong Un, aber wenn man das, was Kim Jong Un in diesem Jahr gesagt hat mit dem vergleicht, das im letzten Jahr im Neujahrseditorial stand, dann bekommt man eine Ahnung davon, was für ihn wichtige Punkte waren und was nicht. Ein Signal an Südkorea hat er nicht ausgesandt und was ein Zeichen für mögliche Reformen im wirtschaftlichen Bereich angeht, so sind diese wenn überhaupt vorhanden dann doch nur schwach. Deutlich ist das Signal an die Bevölkerung, nach dem man Zukunft mehr Kraft auf eine Verbesserung des Lebensstandards verwenden will. Ebenfalls deutlich ist der beruhigende Hinweis an das Militär, nach dem man auch in Zukunft kräftig rüsten will, es also bei den Generälen keine Sorgen um die eigenen Pfründer geben muss.

Insgesamt waren die wirklich wichtigen Aussagen der Ansprache klar nach innen gerichtet, während die Hinweise nach außen eher unambitioniert klangen. Das könnte man als Hinweis darauf sehen, dass das nächste Jahr weiterhin eher im Zeichen der inneren Konsolidierung zu sehen ist, bevor sich das Regime den Beziehungen zu anderen Staaten ernsthaft zuwenden will.

Was ist die Funktion Kim Jong Uns als Redner?

Die Tatsache, dass Kim Jong Un eine programmatische Neujahrsansprache gehalten hat, sollte man nicht über- aber auch nicht unterbewerten. Es ist nunmal sein selbstgewählter Führungsstil, dass er anders als sein Vater eher repräsentativ auftritt und sich in Reden an sein Volk wendet. Dazu gehört auch und vor allem eine Neujahrsansprache. Allerdings signalisiert der Auftritt, dass er für die ganze Führung Nordkoreas spricht und damit auch alle Flügel bzw. funktionalen Teile der Führung hinter sich hat.

Wie ist die Rede von ihrer Tragweite her zu bewerten?

Vor allem die deutlichen Signale Kim Jong Uns an seine Bevölkerung, nach der das Regime sich künftig mehr um das materielle Wohl der Menschen kümmern zu wollen sollte in ihrer möglichen Wirkkraft nicht unterschätzt werden. Kim Jong Un setzt seinem Regime hohe Ziele und verspricht den Menschen eine bessere Zukunft. Aktuell sorgt das möglicherweise wirklich für Zuversicht in der Bevölkerung. Aber irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wird sich die Führung an diesen konkreten Zielsetzungen messen lassen müssen. Und wenn da dann die eigenen Versprechen nicht eingelöst werden können, dann wandelt sich die Zuversicht, die die Neujahrsbotschaft Kims schürte, sich schnell in Unmut verwandeln.

Wer formuliert eine solche Rede?

Das wüsste ich wirklich mal gerne. Keine Ahnung, aber ich vermute mal, dass Kims Rede in diesem Fall ähnlich wie die Neujahrseditorials entstehen. Ich finde es nicht abwegig, dass es sich dabei um ein kooperatives Produkt verschiedener Personen bzw. Organisationen handelt, die jeweils die eigenen Erfolge und Ziele darstellen. Sortiert und geordnet wird es dann möglicherweise von einigen wenigen Führungskräften. Wie viel davon Kim Jong Un selbst beiträgt ist unmöglich zu sagen, solange man nicht weiß, wieviel faktische Macht er innehat und wieviel er von anderen abhängig ist, bzw. sogar gesteuert wird.

Wie ernst sind die Aussagen der Rede zu nehmen?

So wie ich die Rede verstehen hat sie einen programmatischen Charakter. Sie stellt Ziele und ideale dar, aber es ist eigentlich klar, dass nicht alle Ziele abgearbeitet werde (können). Im Endeffekt ist das soähnlich wie ein Parteiprogramm oder eine Koalitionsvereinbarung. Man setzt sich Ziele und versucht das zu erreichen. Dass am Ende nicht alles gehalten werden kann, ist schon vorher fast klar. Allerdings sind solch starke Schlaglichter wie das auf das materielle Wohl der Bevölkerung dahingehend ernst zu nehmen, dass die Führung sich nach solchen Ankündigungen kaum mehr ernsthaften Bemühungen entziehen kann, das Thema anzugehen. Es sind also Maßnahmen zu erwarten und wenn die ausbleiben, fällt das den Menschen wahrscheinlich schon auf.

So, dass waren jetzt meine Eingangsgedanken zu dem Thema. Ich werde mal sehen, was ich in den nächsten Tagen alles dazu lesen kann und euch eine kleine Sammlung von Analysen und Meinungen zusammenzustellen.

Bad habits: Eine kleine Vorschlagsliste mit guten Vorsätzen für Kim Jong Un


Das Jahr geht mit Riesenschritten zuende und wie das so an Jahresenden ist, geht man diversen Traditionen nach, oder bereitet sich zumindest darauf vor. Ich habe mir zum Beispiel gestern in Antizipation des neuen Jahres vorgenommen, künftig auf den Zucker in meinem Liter Kaffee, den ich morgens zu mir nehme, zu verzichten. Zu dem Thema passt es ganz gut, dass ich gestern ein Foto von Kim Jong Un sah, das hinsichtlich guter Vorsätze jede Menge Potential birgt, weil sich darin eine ganze Batterie schlechter Eigenschaften des jungen Kim versteckt. Und weil ich so ein korrekter Typ bin, habe ich eine kleine Vorschlagsliste an Kim verfasst mir einigen Ideen für gute Vorsätze 2013…

Bad habits: Kim Jong Un kann eindeutig noch an sich arbeiten…

  • Rauchen gefährdet ihre Gesundheit, macht impotent und führt zu einem früheren Tod. Sowas steht jedenfalls auf den deutschen Zigarettenpackungen. Lieber Kim Jong Un, Du solltest das auch wissen, immerhin könnte der Schlaganfall Deines Vaters mit dieser unguten Gewohnheit zusammengehangen haben. Wie wäre es: 2013 rauchfrei.
  • Rauchen ist nicht nur gefährlich für die Gesundheit, sondern in Nordkorea auch in so ziemlich allen öffentlichen Gebäuden verboten. Ich gehe einfach mal davon aus, dass Raketenkontrollzentren dazugehören. Damit hättest Du, lieber Kim Jong Un gegen nordkoreanisches Recht verstoßen. Wie wäre es: 2013 gesetzestreu.
  • Es ist Nordkorea per Resolution 1874 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen untersagt, Raketenstarts durchzuführen, die Technologie von Langstreckenraketen verwenden. Daran hält sich das Land nicht und du Kim Jong Un, hast sogar noch einen draufgesetzt als Du sagtest, es würden viele weitere Starts benötigt: „He stressed the need to continue to launch satellites in the future„. Wie wäre es: 2013 raketenfrei.
  • Kim Jong Un, Du neigst scheinbar dazu, Dich im Kleiderschrank des Opas zu bedienen. Nun ist Retro ja mitunter „in“, aber bei Dir scheint es mir manchmal, als säßen die Klamotten auch nicht so wirklich gut (vielleicht war Opa Kim Il Sung ja größer und breiter). Vielleicht sollte Du Dich in Modefragen künftig von Deiner flotten Frau Ri Sol-ju beraten lassen, die offensichtlich etwas mehr Gespür für modische Fragen hat. Wie wäre es: 2013 modebewusst.
  • Warum sitzt man eigentlich mit einem Wintermantel in einem Raketenkontrollzentrum? Die Antwort ist einfach: Da ist es kalt. Warum ist es da kalt? Es sieht aus als könnte man den Betrieb der Computer sicherstellen, aber die Heizung hätte man sich gespart. Das ist garnicht so abwegig, denn Nordkorea leidet unter einer strukturellen Energieknappheit und im Winter haben selbst die obersten Obermotze in geschlossenen Räumen oft Wintermäntel an. Das könnte man ja angehen und versuchen, allen Nordkoreanern im nächsten Jahr genug Energie zu liefern, dass die es auch im Winter warm haben. Das gute ist, dafür brauch man garkeinen neuen Vorsatz, sondern kann den von diesem Jahr recyceln. Wie wäre es also: Nordkorea 2013 mächtig und wohlhabend.

Lieber Kim Jong Un, das soll nur eine kleine Gedankenstütze sein, solltest Du noch keine Idee für einen guten Vorsatz haben. Sollten die Vorschläge die ich habe nicht passen, guck Dir doch einfach ein paar Fotos von deinen Vor-Ort-Anleitungen an. Da ist fast in jedem Bild eine Idee versteckt. Ich bin gespannt, welchen Vorsatz Du im Endeffekt auswählst und wünsche Dir bei der Umsetzung viel Standhaftigkeit und Ausdauer.

Allerherzlichst, Dein tobid001

Neujahr in Pjöngjang


Ich schaue mir manchmal sehr gerne die NoComment Videos von Euronews an, denn da kann man die Bilder in Ruhe auf sich wirken lassen und kriegt auch etwas mehr von der dazugehörigen Klangkulisse mit, als die sonst nur drei Sekunden, bevor der Kommentator seine mehr oder weniger sinnhafte Nachricht dazu verließt. Aus diesem Programm gibt es einen kurzen Ausschnitt der Neujahrsfeierlichkeiten in Pjöngjang.

Auf der Ehrentribüne kann man, wenn ich mich nicht täusche, zumindest einen Shootingstar der nordkoreanischen Eliten (aalglatt ganz links) sowie einige etablierte Kräfte sehen. Außerdem gibts einen der neuen Slogans (im andächtig lauschenden Volk verstecktes Plakat) und natürlich die unnachahmlich spontanen Marschformationen im Rahmen der unglaublich spontanen Freude über das neue Jahr bewundern (zumindest die Leute auf der Tribüne waren teilweise andere als in den letzten Jahren).

Neujahr in Nordkorea oder: Die ewige Wiederkunft des Gleichen


In jedem Land gibts ja gewisse Traditionen, die sich zu bestimmten Daten wiederholen. In Nordkorea ist Neujahr zum Beispiel ein solcher Termin. Ich meine, natürlich gibts hier auch Traditionen zu Neujahr… Zum Beispiel mit nem hämmernden Schädel aufwachen und den ganzen Tag lethargisch vor der Glotze rumhängen. Aber das wäre in Nordkorea wohl eher nicht angebracht. Schließlich muss man Fit sein für die alljährliche Unterstützungsdemo für die Regierungspolitik. Naja und was das ewig Gleiche angeht. Guckt euch einfach mal das Video von diesem und letztem Jahr an…

Ich glaub da bin ich mit meiner Neujahrstradition noch echt glücklich…