In Memoriam — Das Nordkorea-Info-Forum wurde eingestellt


Einigen von euch dürfte es schon aufgefallen sein, andere würden es vielleicht erst in ein paar Tagen oder sogar überhauptnicht merken. Scheinbar wird das Nordkorea-Info Forum, dessen einzige Verbindungen zu meinem Blog eine große thematische Schnittmenge und gemeinsame Leser sein dürften (die Namensähnlichkeit habe ich verschuldet, weil ich das Forum nicht auf dem Zettel hatte, als ich mein Blog benannt), in Zukunft nicht mehr für Diskussionen deutschsprachiger Nordkoreainteressierter offenstehen.

Das finde ich sehr schade, denn das Forum war eine echte Bereicherung für das Netz. Einerseits, weil es Interessierte mit sehr unterschiedlichen Hintergründen und Einstellungen zusammenbrachte und andererseits, weil sich dort Einiges an Erfahrungen und Kenntnissen versammelte und man auf (fast) jede, noch so abwegige Frage, irgendeine Antwort bekam. Nungut: Meine Anfrage, ob das Pflücken einer Kimjongilia oder Kimilsungia strafbar sei, wurde nicht zu meiner vollen Zufriedenheit beantwortet, aber wie auch? So eine abwegige und hypothetische Frage kann man ja auch nicht wirklich beantworten. Denn wer wäre schon so verrückt eine der Kronen der Schöpfung, oder besser (und weniger religiös begründet) gesagt, der historischen Notwendigkeit, einfach so mirnichtsdirnichts zu pflücken.

Dieser Gedankengang führt mich auch gleich zu einem wichtigen Punkt: Dass ich das Ende des Nordkorea-Info-Forums für einen großen Verlust halte, soll nicht bedeuten, dass ich alles, oder auch nur einen großen Teil dessen, das dort geschrieben wurde, irgendwie gut fand. Dort wurden Unmengen von Schwachsinn verzapft, von Geschichtsklitterung, über Relativierungen über Lobeshymnen auf Stalin bis hin zu ernsthaft menschenverachtendem, konnte ich ziemlich vieles finden, das bei mir zu einem unmittelbaren Aufrollen der Zehennägel mit nachfolgendem Brechreiz führte. Es hat mich auch furchtbar genervt, dass Kritik in die eine Richtung sehr wohlwollend betrachtet, in eine andere streng begutachtet (und oft genug zensiert) wurde. Natürlich fand ich es auch nicht gerade prickelnd, dass jeder Hinweis auf mein Blog binnen ziemlich kurzer Zeit wieder aus dem Forum verschwand (auch wenn ich das nachvollziehen kann. Kann ja schließlich jeder mit Konkurrenz umgehen wie er mag.). Aber trotz all dieser Kritikpunkte glaube ich, dass ohne das Forum etwas fehlen wird.

Einige Leute, die sich für Nordkorea und seine Menschen interessieren und die sich gerne darüber austauschen, werden „heimatlos“ sein und einige interessanten Infos und Erfahrungen, über die diese Leute verfügen, werden ungesagt bleiben. Und naja, wir sind hier ja nicht in Nordkorea (um mal eine blöde Phrase zu bemühen). Wenn es Leute gibt, die anderer Meinung sind, dann kann man das diskutieren und wenn man sich nicht einigen kann, dann bleibt es eben bei verschiedenen Meinungen. Naja, aber ohne andere Meinungen zu hören, wird die Geschichte ein bisschen langweilig werden. Auch deswegen wird das Forum fehlen.

Aber wer weiß: Vielleicht überlegt es sich der Administrator des Forums (dem ich trotz aller Kritik für seine Mühe danken will) anders und versucht es nochmal. Oder er schaltet wenigstens das Archiv frei, das voller spannender Infos ist. Vielleicht nimmt ja auch einer der Leute, die in dem Forum aktiv waren, die Mühe auf sich, und startet ein Nachfolgeprojekt (und vielleicht dann mit etwas „liberaleren“ Regeln).

Die deutsche Abteilung der Korean Friendship Association und „ihr“ Internetauftritt — Missverständnisse (nicht) ausgeschlossen


Es tut mir leid, dass ich schon wieder über den Teil der deutschen Bevölkerung schreibe, der sich der Führung in Pjöngjang eher verbunden fühlt, aber irgendwie scheint momentan eine gewisse Dynamik in der „pro-NK-Szene“ (große Worte, aber sie geben ja noch keine Auskunft darüber, wie groß die „Szene“ ist) entstanden zu sein. Nachdem die KPD (Ost) einen Studienkreis für die Werke Kim Il Sungs und Kim Jong Ils gegründet hat, war heute bei KCNA etwas anderes interessantes zu lesen:

Kim Jong Un′s Congratulatory Speech Posted on Internet Website of German Organization

Pyongyang, June 24 (KCNA) — The German Branch of the Korean Friendship Association posted on its internet website on June 18 the full text of the congratulatory speech made by the dear respected Kim Jong Unat a joint national meeting of the Korean Children’s Union (KCU) organizations in celebration of its 66th birthday.

Kim Jong Un, in his speech on June 6, 2012, expressed his steadfast will to invariably carry forward the noble outlook of PresidentKim Il Sungand leaderKim Jong Ilon future and the rising generation.

He also indicates tasks and ways for bringing up the KCU members as reserve forces, knowledgeable, virtuous and healthy, who will be responsible for the future destiny of the country and the nation.

A photo of Kim Jong Un was also posted on the website. -0-

Ich übersetze das jetzt nicht alles, ist langweiliges Gewäsch. Es geht drum, dass der deutsche Zweig der Korean Friendship Association (KFA) die Rede Kim Jong Uns samt Bild auf ihrem Internetauftritt gepostet habe (und dann noch ein paar Worte zum Hintergrund der Rede und dem Inhalt). Nun war mir bisher aber nichts von der Existenz eines aktiven deutschen Zweigs der KFA bekannt (die KFA ist der Nordkorea-Fanclub, den der spanische Spinner Alejandro Cao de Benós de Les y Pérez gegründet hat und der eine weitere Spielart des nordkoreanischen Internationalismus (neben den Partei-zu-Partei Kontakten und den Juche-/Songun-/Kim Il Sung-/Kim Jong Il-Arbeitskreisen) darstellt, vor allen Dingen aber eine recht obskure Angelegenheit ist. Einige weitere Infos zur KFA findet ihr hier)) und auch nicht von einer Website des deutschen Zweigs der KFA. Eine Website ist ja da, um etwas publik zu machen und wenn man sogar in Nordkorea mitkriegt, dass es einen (vermutlich neuen) Internetauftritt der KFA-Deutschland gibt (schließlich ist die KFA vermutlich auch neu), dann müsste die ja zu finden sein.

Also habe ich mal ein bisschen gegoogelt und konnte aber nichts zu KFA Deutschland finden. Schade. Danach habe ich mich mal auf die Suche nach Seiten gemacht, die überhaupt die jüngste Rede von Kim Jong Un gepostet haben. Dazu habe ich einfach die (vermutlich hochoffiziell abgesegnete) deutsche Übersetzung der Rede von Naenara, bzw. einen Absatz davon als Phrase bei Google gesucht. Das Ergebnis war eindeutig. Zwei Seiten hatten Kim Jong Uns Rede gepostet. Naenara und diehier (die ihr sicherlich größtenteils kennt).

Die Frage die ich mir stelle ist nun nurnoch: Weiß der Autor der Website, dass er den Internetauftritt der KFA-Deutschland betreibt, oder ist das eher der künstlerischen Freiheit der nordkoreanischen Propaganda-Autoren zuzuschreiben. Vielleicht handelt es sich hier um ein Missverständnis, vielleicht haben die nordkoreanischen Propagandaschreiber etwas falsch eingeschätzt. Aber wie sie auf die Idee kommen, dass ausgerechnet hinter dieser Seite eine KFA-Deutschland-Seite stecken soll? Keine Ahnung! Auch nicht ganz verständlich ist mir, warum man auf der Seite nicht über die gewöhnliche Seitennavigation zu den Reden Kim Jong Uns kommt, sondern die entsprechende Adresse entweder direkt eingeben, oder ein bisschen googeln muss. Naja, keine Ahnung.  Das stimmte so nicht und hatte mit meiner Unzulänglichkeit zu tun auf der Seite zu navigieren. Danke für den Hinweis MS!

Vielleicht wisst ihr ja mehr über die Wiederauferstehung der KFA-Deutschland oder das Missverständnis, das dazu führte, dass man in Nordkorea irrigerweise glaubte, diese Seite würde von der KFA betrieben? Sachdienliche Hinweise gerne zu mir.

Kurzer Hinweis in eigener Sache: Die Facebook-Seite des Blogs und warum sie ungefährliches Teufelszeug ist


Ganz kurz in eigener Sache: Einigen von euch dürfte vielleicht aufgefallen sein, dass ich seit einiger Zeit eine Facebook-Seite für das Blog eingerichtet habe (irgendwo rechts müsste man ja einen Button oder sowas sehen). Dort verlinke ich seit einiger Zeit fast jeden Tag interessante Artikel, auf die ich so stolpere, ohne viel Aufhebens um Details zu machen (weil es eben ziemlich einfach und schnell geht). Wenn mir ein Artikel sehr wichtig oder gut erscheint, wird er zwar noch immer hier seine Aufmerksamkeit bekommen, aber eben nicht alles, was ich auf der Facebook-Seite zu finden ist. Da ich nicht weiß, ob ihr euch das in letzter Zeit mal angeschaut habe, dachte ich, mache ich euch doch einfach mal drauf aufmerksam.

Und wenn einige von euch Facebook für Teufelszeug halten und sich deshalb keinen Account zugelegt haben, dann haben sie vermutlich Recht damit (obwohl eben nur die Infos dort landen, die man auch hergibt. Gibt man wenig her, dann wissen Herr Zuckerberg und seine Leute auch nicht mehr). Jedoch können auch Leute ohne Account auf die Seite zugreifen und die Links anklicken. Ich weiß nicht ob es Schwachsinn ist euch darauf aufmerksam zu machen (weil ihr es eh wisst), aber wäre ja schade, wenn ihr nochmal extra nach etwas suchen müsst, das dort eh schon verlinkt ist. Also schaut es euch mal an, wenn ihr es noch nicht getan habt…

Nordkoreanische Denkwelten verstehen: Kim Jong Ils Songun-Theorie und weitere interessante Ressourcen


Nachdem Kim Jong Il Geschichte ist und sich das Regime auf die neue Zeit unter seinem Sohn vorbereitet, dachte ich, dass es für den einen oder anderen ganz interessant sein könnte, sich mit seinem Nachlass zu beschäftigen. Da wir keinen Zugang zu seinen manifesten Hinterlassenschaften haben, die werden vermutlich schon verteilt sein, bleibt uns nur das, was Kim an geistigen Gütern produziert hat. Und das ist weiß Gott nicht gerade wenig. eigentlich hat er zu so ziemlich allen Aspekten des Lebens ein Traktat verfasst.

Kim Jong Ils Songun-Theorie/-Politik

Was jedoch definitiv bleiben wird ist, seine Songun-Theorie (wird oft mit „Militär zuerst“ übersetzt). Gerade dazu gibt es allerdings nicht so viel zu lesen. Daher habe ich mich auch gefreut, als ich kürzlich auf das elektronische Buch „Songun Politics of Kim Jong Il“ (2002) von Kim Chol U gestoßen bin. Dazu sind vorab zwei Dinge zu bemerken:

  1. Kim Chol U wird als südkoreanischer Professor der Politikwissenschaften vorgestellt, aber ich konnte ansonsten nichts zu ihm finden und in Anbetracht von dem, was er so geschrieben hat, frage ich mich, an welcher Universität in Südkorea er wohl gelehrt hat.
  2. Es gibt einen Unterschied zwischen Songun-Theorie und Songun-Politik. Das Buch beschäftigt sich allerdings anders als der Titel vermuten lässt mit beidem, Also sowohl mit den theoretischen Grundlagen als auch mit der praktischen Ausführung dieser Politik in der Praxis.

Ich habe mir das theoretische Kapitel etwas genauer angeschaut und fand es sehr interessant. Viele der Argumente bis hin zu Formulierungen kann man auch in der alltäglichen Propaganda von KCNA lesen. Trotzdem weiß ich am Ende noch immer nicht genau, was Songun ist. Im Endeffekt lautet der Kern, dass Volksmasse, Partei, Staats(macht) und Militär nicht ohneeinander zu denken sind, also quasi eine Symbiose bilden und im Endeffekt eins sind. Dabei hat jedoch die Partei den Vorrang vor dem Militär, jedoch unter der Bedingung, nicht ohne die Armee existieren zu können. Militär und Staatsmacht sind im Endeffekt das Gleiche, da sie denselben Zielen dienen, nämlich der Umsetzung der Interessen des Volkes,  nur mit unterschiedlichen Mitteln. (Das erinnert mich irgendwie an den Ausspruch von Carl von Clausewitz: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“) Das Militär kann daher auch nur den Willen des Volkes ausführen, der von der Partei formuliert wird, im Endeffekt ist die Armee damit das Volk. Dadurch besteht letztlich kein Unterschied zwischen Militär, Partei, Staat und Bevölkerung, sie alle sind eins im Sinne der „single minded unity“.

This proposition emanates from the intrinsic character of the socialist society. It is a harmonious society where the requirements, interests, aspirations and the aim of struggle of the army, the working-class party, the state power and the people agree. The army, the Party, the state power, and the people share a common destiny, so that without one of them the others cannot exist.

In a society where the government and the people are in an antagonistic relationship, a political structure in which the army is the party, the state and the people is inconceivable both in theory and practice. […]

Theoretically, the Party and the army in the north are inseparable. The Party is the General Staff of the revolution, and the army is the pillar that provides armed support for the attainment of the Party’s strategic objective.

Which holds the front position in the formation, the party or the army? The party does, and the army holds the next position in its capacity as the party’s army. […]

The army and state power are of the same character. Both are weapons to realize the independence of the working class and other working people. The army provides armed protection of the people’s interests and right to independence; state power realizes the people’s interests by political measures. […]

Songun politics is based on the political philosophy that the army is the people. In the north, the army and the people constitute a harmonious whole because of their community of interests and the army’s composition and people-oriented character.

Das passt dann ganz gut damit zusammen, dass auch der Führer und das Volk eins sind. Kim Il Sung habe sich mit seiner Juche-Ideologie hauptsächlich auf die Volksmasse berufen, weil es damals noch kein Militär gegeben habe. Diese Lücke, die aus der Praxis entstehen musste und die man Kim dem Ersten daher nicht anlasten konnte, hat Kim Jong Il mit Songun gefüllt. Kim Jong Ils Songun-Theorie — wenn es sowas überhaupt gibt, denn wenn ich den Ausführungen des Buchs folge, würde ich eher sagen, dass die Songun-Politik eine praktische Lückenfüllerin, eine Ergänzung der Juche-Philosophie ist, keine eigene Theorie — füllt eine Lücke in der Juche-Philosophie, ohne ihre Natur zu verändern (die sich mir noch nie richtig erschlossen, hat, vielleicht weil diese Natur sehr „flexibel“ an praktische Bedürfnisse anpassbar ist. Mir persönlich ist aufgefallen, dass viele Erläuterungen fast „theologisch“ klingen, ich kann das aber nicht genau erklären. Außerdem klingt die ganze Ausführung für mich nach einem einzigen riesigen Zirkelschluss („Das Volk kann nicht ohne das Militär sein, weil das Volk das Militär ist und deshalb dient das Militär den Interessen des Volks, denn es ist ja das Volk…“). Aber am besten ihr lest selbst, denn ich würde nicht wetten, dass ich alles richtig verstanden habe.

Werke von Kim Jong Il auf Deutsch und Englisch

Aber natürlich ist Songun nicht die einzige Hinterlassenschaft Kim Jogn Ils. Daneben hat er wie gesagt jede Menge theoretische Schriften über alles Mögliche, z.B. Schöne Künste, Erziehung, Juche etc. geschrieben. Das Meiste davon kann man kostenlos nachlesen. Vieles gibt es bei Naenara umsonst und in deutscher Sprache und einiges mehr in der East-Asia-Digital-Library der University of Oregon (wo es daneben auch noch einige interessante andere Dokumente (z.B. ein CIA Bericht von 1982 zum Nuklearforschungszentrum in Yongbyon) und e-Bücher (einige echt gute) gibt).

Nordkoreafreundliche Seite aus Deutschland mit interessanten Informationen: Nordkorea-Info

Wer etwas investieren will, der kann beim Verlag für Fremdsprachige Literatur in Pjöngjang bestellen. Hier sind zwei Kataloge, die auch DVDs, Filme und Romane enthalten. Die Kataloge sind von der Seite Nordkorea-Info, die sicherlich die Meisten von euch kennen. Generell ist sie recht informativ auch nicht schlecht, um ein besseres Verständnis über die nordkoreanische Sicht der Dinge zu gewinnen, denn der Autor scheint die ganz gut verinnerlicht zu haben (und wer Bücher kaufen oder einen Urlaub machen will (in Nordkorea), der kann das auf dieser Serviceorientierten Seite auch tun). Wirklich spannend ist das Forum, denn dort sind einige Leute unterwegs, die sich gut mit Nordkorea und teilweise auch mit der Ideologie auskennen. Ob ihr euch dann überzeugen lasst, ist eure Sache (bei mir war der Erfolg bisher mäßig, aber auch einige Leute die im Forum schreiben, scheinen der Strahlkraft der Kims bisher noch nicht erlegen zu sein).

Hintergründe, akademisches Diskussionsforum und Livestream von KCTV: Koreaweb

Ach und wenn ich gerade schon beim Foren-Bewerben bin, möchte ich euch auch noch auf die Korean Studies Discussion List aufmerksam machen. Das Ganze ist inhaltlich nicht allein auf Nordkorea bezogen, sondern befasst sich mit dem gesamten Feld der Koreastudien. Es ist sehr akademisch, aber da tummeln sich viele Leute die sich gut auskennen und wenn man sich für historische oder kulturelle Details interessiert, gibt es da immer wieder hochspannende Diskussionen. Koreaweb, die Seite die das Forum beheimatet bietet darüber hinaus eine Unzahl wertvoller Links und zusätzlich einen Stream von KCTV, der eine Alternativ zu dem bekannten von SPTV darstellt und m.E. besser läuft.

Schaut euch die Links mal an, ich denke sie werden hilfreich sein, auf verschiedenen Wegen ein besseres Verständnis der Denkwelten Nordkoreas zu gewinnen und euch über kulturelle, historische und ideologische Hintergründe zu informieren.

Bin dann mal weg… — Urlaub und (fast) Jubiläen


Heute mal ein nicht inhaltlicher Artikel aus gleich drei fast-Anlässen: Ich bin schon fast im Urlaub (also so gut wie irgendwo, wo die Regenwahrscheinlichkeit deutlich unter hundert Prozent liegt) daher ist von meiner Seite für zwei Wochen Funkstille. Außerdem hat das Blog fast seinen zweiten Geburtstag und der Artikelzähler steht fast bei 500.

Weil fast zwei Jahre ne lange Zeit sind, fast 500 ne große Zahl und zwei Wochen auch irgendwie ganzschön lange dauern können, gibt es dieses Jahr auch mal wieder sowas wie ein Geschenk. Da mir dieses Jahr kein so medium cooles Geschenk wie letztes Jahr zur Verfügung steht, habe ich mir dieses Mal was anderes überlegt. Ich hab euch eine kleine Leseliste aus zehn meiner Beiträge gemacht, die zwar schon etwas in die Tage gekommen sind, die ich aber nach wie vor interessant, witzig, wichtig oder einfach nur gut finde (manchmal muss man sich auch selbst die Schulter tätscheln können). Hier also die Liste:

Warum schreibe ich eigentlich seit zwei Jahren. Hat sich doch eigentlich garnichts geändert, oder?: Zu zweit, zu sechst, oder doch lieber gar nicht…Die Verhandlungen um Nordkoreas Nuklearprogramm vor einem neuen Anlauf

Wichtiges Thema, ich wüsste mal gern ob das sich heute noch auswirkt…: Da ist was faul im Staate Nordkorea…Die Währungsreform, die Schwarzmärkte und die Folgen

Erstaunlich viele Leute interessieren sich dafür. Und erstaunlich viele Leute kommen auf die Seite mit dem Suchbegriff „Monopolygeld“: So sieht das neue nordkoreanische Geld aus…

Finde ich eine spannende Sache. Wenn ich mal in Südostasien bin, werde ich auch mal in so nem Laden vorbeischauen: „Heute mal nordkoreanisch?“ Nordkoreanische Restaurants im Ausland

Das hat mich schon lange beschäftigt und hat mich gefreut darüber mal was schreiben zu können: Wie man Staaten „Böse“ macht, oder: War George Bush der Architekt der „Achse des Bösen“?

Sollte ich öfter machen. Wegen des Zeitaufwands krieg ich‘s aber nie hin, leider: „Die Partei sitzt fest im Sattel“ – Interview mit Walter Klitz zur Situation und Zukunft Nordkoreas

Der Zensus ist echt ein superspannendes Dokument. Nur leider ist wohl so einiges nicht wahr: Was man aus Nordkoreas Zensus lernen kann…von Emanzipation, Analphabeten und Militärgröße

Wenn’s nicht so traurig wäre, wär’s lustig: „Das Gehirn eines Irren“ BILD-Reportage zu Nordkorea

Lustig, die Vorstellung Felix Magath als menschlicher Torpedo. Allerdings hat Nordkoreas Marine kürzlich tatsächlich mit menschlichen Torpedos gedroht. Tut sie sogar recht regelmäßig: Menschliche Torpedos auch in Deutschland!

Guter Vorsatz, jämmerliche Umsetzung. Das passiert, wenn ich mir entgegen meiner Lust und Laune was vornehme. Ich bleibe im Anfang stecken. Aber vielleicht…: China und Nordkorea: (I) Geschichte der Beziehungen bis 2000

Naja, ich wünsche euch ne gute Zeit und hoffe, dass sich das Wetter hier bis spätestens in zwei Wochen wieder ein bisschen einkriegt, so dass ich mich nicht wieder von der Sonne entwöhnen muss. Vielleicht gibt‘s bis dahin auch ein paar mehr Infos über den Niederländer, der angeblich in Nordkorea vermisst wird. Und wenn etwas wichtiges passiert, oder zu diesem oder jenem Diskussionsbedarf besteht, dann könnt ihr (zumindest die, die schonmal auf dem Blog kommentiert haben, die anderen muss ich ja erst noch freischalten) das ja gerne hier posten oder diskutieren.

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