Nordkorea-Info-Forum wieder da und zwei kleine Veranstaltungshinweise für Hamburg

Wie ich heute erfahren habe (danke für den Hinweis, Peter) ist das Nordkorea-Info-Forum wieder für Interessierte zugänglich, nachdem im Februar sein Ende verkündet worde war. Aktuell kann man wieder mitlesen, aber wenn man keinen Nutzeraccount hat, auch keinen solchen bekommen und wenn man einen hat, aber nicht zu einer ausgewählten Nutzergruppe gehört (das ist bei mir der Fall) kann man nichts schreiben (waren wohl nicht qualitativ genug, meine Beiträge…). Das ist aber trotzdem eine deutliche Verbesserung (von „nichts“ zu „etwas“) und freut mich wirklich.

Vor allen Dingen, weil die Nutzer, die aktuell schreiben dürfen sachliche und interessante Diskussionen führen und sich nicht, wie das in der Vergangenheit  häufiger der Fall war, über Vorzüge und Nachteile (wobei die eher selten diskutiert wurden) Stalins streiten oder in sonstige Schwachsinnsideolgiediskurse abdriften. So wie es aussah lief das Forum fast die gesamte Zeit der Abschaltung verdeckt für diese exklusive Gruppe weiter, es hat sich also einiges angesammelt an spannendem Lesestoff. Ich stehe zwar nach wie vor ambivalent zu dieser Einrichtung, es nervt mich einfach, dass alle Links auf mein Blog immer sofort gelöscht wurden (obwohl ich doch garkeine Nordkoreareisen anbiete), bin aber grundsätzlich froh, dass sich das deutsche Netz nicht zu einer totalen Nordkoreainformationswüste abseits des Mainstream entwickelt hat.
Warum das Forum jetzt doch nicht abgeschaltet ist, hat der Admin leider nicht gesagt. Kann sein, dass es langweilig wurde, ohne moderieren und lesen. Oder es wurde eine andere Eigenschaft des Forums vermisst: Denn für diejenigen unter euch, die sich mit Suchmaschinenoptimierung nicht so gut auskennen: Foren sind dafür prima Instrumente: Google nimmt u.a. diejenigen Seiten nach oben, die möglichst regelmäßig möglichst einmalige Inhalte produzieren. In einem Forum, in dem viel diskutiert wird ist beides gegeben, in der Folge rutscht die beherbergende Seite bei Google nach oben und so konnte man Nordkorea-Info in den letzten Jahren eigentlich immer irgendwo auf der ersten Google Seite für die Suche „Nordkorea“ finden (und wer eine Internetseite betreibt, der weiß wie unglaublich stark sich sowas auswirkt). Eben hab ich mal „Nordkorea“ gegoogelt und Nordkorea-Info war nurnoch auf der 5ten Seite oder so. Sowas ist echt schlecht fürs Geschäft. Und wenn man weiter in selbigem bleiben und mit Reisegruppen nach Nordkorea fahren will, dann überlegt man sich vielleicht, dass man lieber wieder auf die erste Google-Seite will. Naja, wer weiß das schon. Ich jedenfalls nicht und eigentlich interessiert es mich auch nicht. Schön jedenfalls, dass man, warum auch immer, wieder ein paar Geschätzte Meinungen mehr zu Nordkorea lesen kann.

Hätte ich in dem Forum was schreiben können, dann hätte ich dort auch gerne auf diese sicherlich interessante Veranstaltung hingewiesen. Jürgen Klimke, ein CDU MdB aus Hamburg, der vor zwei Jahren bereits Nordkorea besucht hatte und aktuell wieder dort weilt, wird am 11. Juli einen Vortrag zu Nordkorea halten und anschließend wird es eine Diskussion geben. Da er mit ziemlich aktuellen Eindrücken berichten kann, dürfte das durchaus spannend sein. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und man muss sich anmelden (der Eintrag zur Veranstaltung ist auf Seite 8 unten). Vielleicht hat ja einer der Hanseaten unter euch Lust?

Und weil ich gerade beim Hinweisen und bei Hamburg bin, noch eine zweite Veranstaltung in der Hansestadt, die ich nicht unspannend finde. Die emeritierte und ziemlich sehr weit links (im marxistischen Sinne) stehende  Professorin Margaret Wirth wird am 30 Mai in Hamburg einen Vortrag mit Diskussion zum Thema „Worin besteht die Konfrontation zwischen Nordkorea und den USA?“ halten. Das kann ich mir deshalb spannend vorstellen, weil die Linken ja selbst so gewisse Probleme im Umgang mit Nordkorea haben. Die Diskussion könnte also interessant werden. Allerdings besteht die Gefahr, dass es wieder das übliche Imperialismus-/Kapitalismuskritische Gerede wird und Nordkorea sozusagen nur den Aufhänger stellt. Aber wenn das bei mir um die Ecke stattfäned würde ich hingehen und dafür sorgen, dass das nicht passiert und man auch ein bisschen über Nordkorea als sozialistischen Staat oder so spricht.

Schönes Kontrastprogramm oder? Wie sich das wohl anfühlt: Zuerst zu den Marxisten und dann zum CDU-Ortsverband…danach sperrt man sich wahrscheinlich in seiner Wohnung ein und will nie wieder rauskommen…

2 Antworten

  1. Hallöchen, die Veranstaltung in Wandsbek werde ich ggf. besuchen. Wenn Du Fragen hast, die gestellt werden sollten bzw. Dich interessieren, schreibe mir gerne eine Mail (sofern Du die Adresse sehen kannst) oder hier einen Kommentar.

    • Super, danke für das Angebot!
      Ich werde Dich mal in den nächsten Tagen per Mail kontaktieren. Vielleicht haben ja auch andere Leser Fragen. Die können Sie gerne hier in den Kommentaren posten.

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